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  • BeHo
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    wie unachtsam von mir! Ich wollte sag: Hey Kaffee89 🙂

    BeHo
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    Hey Kaffee,
    vielen Dank für Deine Antwort. Die Atem-Meditation übe ich täglich (30 Minuten am Morgen, Abends ab und zu in der Gruppe). Unter Tag nutze ich unterschiedliche Achtsamkeitsübungen. Überwiegend das bewusste Atmen (10-30 Sekunden), um inne zu halten. Bewusstes Gehen (Arbeitsweg) und Treppensteigen. Bewusstes Trinken und Essen. Bewusstes Sitzen in der S-Bah. Bewusstes Zuhören bei der Arbeit. Bewusste Langsamkeit bei all meinen Tätigkeiten, um mich nicht zu überfordern und mich nicht unnötig anpassen zu müssen. Durch das bewusste und achtsame Vorgehen schalte ich meinen Autopiloten aus und übernehme selbst meine Steuerung.

    LG, der Beho.

    BeHo
    Participant

    Hallo Kaffee89,

    erstmal herzlichen Dank für Deine ausführlichen Informationen. Nun habe ich einige Zusammenhänge besser verstanden, zumindest denke ich das. Nun meine Meinung zu zwei unterschiedlichen Dingen:

    1.) Meine Meinung zu DBT und Achtsamkeitsübungen
    In der DBT kommen Achtsamkeitsübungen zum Einsatz, um Deine Balance wahren bzw. wieder herstellen zu können. Die Atmung ist eine davon und kommt zum Einsatz, wenn es notwendig ist (situationsabhängig). Durch regelmäßige Übung (ähnliche wie das Autofahren lernen) entwickelst Du beispielsweise folgende Fertigkeiten:
    – Atmung und Fokussierung auf Deine Arbeit, damit Du diese mit voller Aufmerksamkeit verrichten kannst. (Dadurch kommst Du in den Flow, wie beim Jonglieren und fühlst Dich wohl?!)
    – Atmung, um Deine Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne Dich in ihnen zu verstricken.
    – Atmung, um Dich neu Fokussieren zu können, falls Du bereits am Abschweifen bist.
    – Atmung um Gefühle zu zulassen, ohne dass Du diese kontrollieren musst.
    – usw.

    Du lernst also, durch Deinem Atem Deine Wahrnehmung & Gedanken so zu steuern, dass Du problematische Situationen (welche derzeit bei Dir zu unbeherrschbaren Emotionen führen) meistern kannst. Dein Therapeut kann mit Dir diese Skills ein-trainieren. Falls möglich, dann bespreche dies mit Deinem Therapeuten, weil er Fachmann ist und Dich besser kennt wie ich.

    Wenn die Regulation bei Dir mit der Körperwahrnehmung funktioniert, dann ist das okay. Das Ergebnis zählt!

    2.) Meine Meinung und Erfahrung zur Atem-Meditation
    Die Atem-Meditation führt wegen der Abstinenz von Gedanken zu einem entspannten körperlichem Zustand (psycho-somatische Einheit > keine „geistigen“ Gedanken = keine „körperlichen“ Anspannungen). Zudem führt die Atem-Meditation von der „Verstandes-Ebene“ zur „BewusstSEINS-Ebene“. Die dauerhafte Übung der Atem-Meditation führt zur Gedankenreduktion, begünstigt funktionales Denken und kann eine gelassene Haltung steigern. Die Atem-Meditation zielt im Gegensatz zu den Achtsamkeitsübungen, welche im DBT Anwendungen finden, keine weiteren Aktionen (z.B. Fokussieren) an.

    Mein persönliches Fazit:
    – Achtsamkeitsübungen (wie Atem-Übungen) können Dir ein guter Helfer in schwierigen Situationen sein.
    – Atem-Meditation kann Dich generell ausgeglichener und gelassener machen.

    Ich freue mich auf Dein Feedback.

    LG, der BeHo.

    BeHo
    Participant

    Hallo Kaffee89,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Wenn Du Dich auf deinem Atem konzentrierst, kannst Du nicht gleichzeitig an andere Dinge denken. Der Geist kommt deswegen allmählich zur Ruhe. Für den Geist ist dieser Zustand jedoch ungewohnt, ja sogar beängstigend, weil ein Kontrollverlust in Aussicht steht. Deswegen „fallen“ am Anfang der Atem-Meditation immer wieder Gedanken ein, die letztendlich etwas Positives und Sicheres bewirken sollen/wollen. Oftmals richten sich diese Gedanken an die Vergangheit oder Zukunft und geben erneut Impulse zum Denken und Fühlen (Emotionen) in Form von Ängsten, Sorgen, Zweifel, etc.. Im Rahmen der Atem-Meditation richtet sich Deine Aufmerksamkeit auf den Atem der vom Körper abhängig ist. Der Körper befindet sich jedoch stets und immer im jetzt & hier.

    Auch andere Gefühle wie Wut, Trauer, Frustration, Gereiztheit, Ungeduld oder Ärger können aufkommen. Jon Kabat-Zinn beschreibt in seinem Buch „Achtsamkeit für Anfänger“ im Kapitel „Bewusstheit“ auf Seite 22ff. den 6. Sinn. Hierbei erklärt Jon Kabat-Zinn die Fähigkeit des Bewusstseins sich selbst wahrzunehmen (siehe Eigenwahrnehmung).

    Eigenwahrnehmung stößt jedoch wiederum Gedanken an und befindest Dich wieder im Teufelskreis des Denkens. Wenn Du den Zustand des Denkens dennoch überwinden willst, dann konzentriere Dich einfach weiterhin auf Deinem Atem. Das alles braucht Zeit und Übung. In einem 10 tägigem Vipassana-Retreat übst Du beispielsweise die ersten drei Tage nur die Atem-Meditation.

    Wenn Dir das “Abschalten” durch die Atemmeditation zu radikal und zu schnell geht und Dein Geist deswegen immer wieder “tilt”, dann könnte eine angemessene Annäherung hilfreich sein. Hierzu zähle ich beispielsweise die Gehmeditation (wie im ZEN), Yoga (Patanjali-Yoga, Stufe Dhãranã), etc..

    Sich immer auf den Atem zu konzentrieren, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und das Denken dauerhaft einzustellen hätte sicherlich fatale Folgen. Ein Grundmaß an funktionalem Denken ist erforderlich um am Leben teilnehmen und überleben zu können.

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    LG, der Beho

    in reply to: Bevor es richtig los ging schon gescheitert #9134
    BeHo
    Participant

    Hallo lieber Katzenmann,

    leider kenne ich keine Retreats mit üppigem Essen oder reichhaltigen Speisen – auch nicht im Ausland. Durch die Meditation wird das Nervensystem beruhigt, so dass auch das Hungergefühl reduziert wird. Im Rahmen der Meditation wären aufwendige und notwendige Verdauungsprozesse zudem kontraproduktiv.

    Aus Deiner Beschreibung bin ich mir nicht ganz sicher, ob Du bereits meditierst oder dies erstmals versuchen möchtest? Würdest Du am Thema “meditatives Essen” gefallen finden? Vielleicht könnte das Themen den Einstieg in die Meditation vereinfachen?

    Noch eine Anmerkung: das Sättigungsgefühl kann im Durchschnitt erst nach 12 Minuten eintreten. Die meisten Menschen lassen sich jedoch wenig Zeit beim Essen und haben den zweiten vollen Teller bereits nach 10 Minuten intus … und haben noch immer Hunger. Oftmals reichen deswegen kleine Mahlzeiten mit entsprechendem Speise-Ritual aus, um satt zu werden (so wie in den Retreats). Ebenfalls werden Durst und Hunger hin und wieder so verwechselt, was zu dauerhaftem Essen führt. Sollte eine Erkrankung vorliegen (BED, Bulimia Nervosa, etc.) sieht die Lage jedoch nochmals anders aus …

    Ich freue mich auf Dein Feedback und wünsche Dir erholsame und meditative Feiertage.

    LG, der Beho.

    in reply to: Verkrampfung der Atmung #9130
    BeHo
    Participant

    Hallo liebe Beginnerin,

    für die Verkrampfung der Atmung kommen viele Faktoren in Frage. Hast Du denn schon einen Arzt befragt? Oft führen Verkrampfungen des Zwerchfells zu Atemproblemen und zu Schmerzen im Oberbauch. Diese können sowohl durch eine Fehlhaltung oder auch vom psychischen Zustand (Stress, Angstkreislauf) verursacht werden. Natürlich gibt es noch weitere Ursachen, welche im Internet zu finden sind und den Rahmen des Forum sprengen würden.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine richtige Haltung einen schmerzfreien Zustand begünstigt. Das hat jedoch viele Haltungsvarianten bedurft und einige Monate gedauert. Ebenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass regelmäßige Yoga-Übungen meine Muskulatur so aufgebaut haben, dass längere Sitzmeditationen nun problemlos möglich sind. Grundlage hierfür waren Informationen aus dem Patanjali-Yoga (8-gliedriger Pfad).

    Zum Thema “Verkrampfung des Zwerchfells” findest Du im Internet viele Infos, ebenso zu angemessenen Gegenmaßnahmen (u.a. Yoga-Videos mit Zwerchfell-Übungen). Vielleicht beschreibt und löst es Dein Anliegen?

    Ich freue mich auf Dein Feedback und wünsche Dir erholsame und meditative Feiertage.

    LG, der BeHo.

    in reply to: Große Unruhe. Meditation fällt mir schwer #8577
    BeHo
    Participant

    Hallo Vinc111,

    das Taschenbuch bzw. die Hör-CD „Zen-Geist, Anfänger-Geist“ von Shunryu Suzuki könnte Dir auf Deinen Erfahrungsweg vielleicht ein kleiner Helfer sein. Viel Spaß beim Lesen bzw. Hören.

    LG, der Beho.

    in reply to: Vorstellungskraft bei Meditation #6933
    BeHo
    Participant

    Hallo Hessejung,

    Du berichtest vom Mangel Deiner visuellen Vorstellungskraft. Wie sieht es mit der Vorstellungskraft Deiner anderen Sinnen aus? Kann Du das Wasser am See besser hören – oder – besser fühlen – oder – besser schmecken – oder – besser riechen? Ändert sich Deine Vorstellungskraft dadurch positiv?

    LG, der Beho.

    in reply to: Meditationskissen? #5856
    BeHo
    Participant

    Hallo caromedi,

    im Laufe der Zeit habe ich mir drei Meditationskissen mit unterschiedlichen Bezügen und Füllungen besorgt. Ebenfalls habe ich Sitzbänke, Decken und Bücherstapel ausprobiert. Danach folgten Varianten in Form von Doppel-Kissen, Kissen mit Decken, Bücherstapel mit Kissen, etc.. Nichts war bequem genug. Dann habe ich mich auf einen Stuhl gesetzt, der bequem genug war – und ich dämmerte vor mich hin oder schlief ein 🙁

    Wertvolle Informationen zu Meditationskissen gibt’s auch bei Youtube unter:
    #Wie richte ich mir einen Meditationsplatz ein? Von Zenmeister Alexander Poraj

    Aber zurück zu Deiner Frage: derzeit verwende ich ein Meditationskissen und lege ein kleines Handtuch drauf.

    Anmerkung zu meiner Praxis:
    Irgendwann habe ich erkannt, dass mir gerade meine körperlichen Wahrnehmungen (interne Stressoren in Form von Schmerzen, Jucken, Ziehen, Pochen, Schwitzen, etc.) und die damit verbundenen Gedanken und Bedürfnisse als Lehrmeister dienten und dienen. Ich habe gelernt, meine Stressoren und meinen Willen der Beeinflussung wahrzunehmen, jedoch nicht zu reagieren und die Dinge anzunehmen wie sie sind. Gleiches gilt auch für externe Stressoren, wie etwa Lärm, üble Gerüche, Hitze, Kälte, Bevormundungen, Verachtungen, nicht erreichen von Zielen, getrennt sein von lieben Menschen … – ich nehme die Stressoren und meine damit verbundenen Gedanken und Körperempfindungen wahr und bleibe gelassen und reaktionslos. Somit unterstütze ich mein Ziel der Meditation: Gelassenheit.

    LG, der Beho.

    in reply to: Meditations-Zentren Thailand #5593
    BeHo
    Participant

    Hallo Sarah,

    anbei ein kurzes Video zu Chom Thong in Thailand:

    Vielleicht kann Dir Andrea Morgenstern weitere Infos geben?!
    Viel Spaß …

    LG, der Beho.

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