Für alle, die meditieren möchten oder es vielleicht sogar schon tun, ist es durchaus hilfreich eine Grundkenntnis von Begriffen aus dem Bereich der Meditation zu kennen. Hier werden alle wichtigen Begriffe erklärt und auch Anfänger können so gut nachvollziehen, um was es sich genau handelt. Aber auch alle, die eigentlich nicht direkt etwas mit Meditation zu tun haben, können davon profitieren. In der heutigen Zeit hat die Meditation als Entspannungsmethode deutlich zugenommen und auch wenn man sich nicht direkt damit beschäftigt, wird man öfters auf Begriffe aus diesem Bereich stoßen.

Es ist also für wirklich jeden hilfreich, sich auf diesem Gebiet etwas auszukennen. Das Glossar ist eine Art Lexikon, das alle wichtigen Begriffe genau und möglichst exakt erläutert. So kann man gezielt nachschlagen und sich über ein spezielles Wort informieren oder auch einfach alles genau lesen. Je nachdem, ob man sich über ein einzelnes Wort oder doch lieber gleich über mehrere Begriffe informieren möchte. Ein Glossar ist also immer sehr nützlich und hilfreich. Das Folgende erklärt nun wichtige Begriffe aus dem Bereich der Meditation. So kann hier jeder nachlesen und sich gut verständlich informieren.

 

Achtsamkeit

Die Achtsamkeit findet man auch unter dem Namen Achtsamkeitsmeditation. Diese wiederum ist auch unter den Namen Einsichts-Meditation oder Vipassana bekannt.

Dabei wird die Achtsamkeit genutzt, um zu innerlicher Ruhe zu finden. Meist werden dabei Objekte genau erkundet oder Dinge beobachtet. Die so entstehenden Gefühle werden nicht ignoriert, beurteilt oder unterdrückt. Man lässt sie einfach kommen und gehen. Ohne sie zu durchdenken werden sie einfach nur beobachtet, bis das nächste Gefühl kommt. Dadurch gelingt es dem Meditierenden seine Schwächen und Stärken besser wahrzunehmen und alltägliche Probleme anders zu sehen. Durch die Achtsamkeit werden Gedanken und Gefühle mit Abstand beobachtet und so können sie deutlich klarer definiert werden. Mit der Achtsamkeitsmeditation lassen sich viele wichtige und oft neue Eindrücke gewinnen.

Wichtig ist bei dieser Meditationsform weniger das Objekt, welches betrachtet wird, sondern mehr die Achtsamkeit die diesem entgegengebracht wird. So ist sie wie ein stiller Beobachter, der von der Seite aus eher unparteiisch zusieht und nicht bewertet. Es ist ein völlig unvoreingenommenes Wahrnehmen der Gedanken des jeweiligen Moments. Jeder Gedanke wird in dem Moment angenommen und betrachtet in dem er kommt. Und so wie er kommt, lässt man ihn wieder gehen und den darauf folgenden zu. Das hilft Probleme und Situationen besser zu verstehen und neue Einsichten zu gewinnen. Die Achtsamkeit schult die Wahrnehmung von Gedanken und ist so eine sehr beliebte Meditationsform.

 

Anhaftung

Der Begriff Anhaftung stammt aus dem Buddhismus und bedeutet dort soviel wie Verblendung. Deshalb gilt es sie auch zu vermeiden.

Allerdings kann sie auch auf einen spirituellen Weg gebracht werden. Dieser beruht auf den Formen des geheimen Mantras und ist eine äußerst schwierige Technik. Diese ist für Anfänger unmöglich durchzuführen. Selbst Menschen mit einer langen Meditationserfahrung haben hier oft Schwierigkeiten. Erst durch das tiefe Empfinden für die Meditation kann eine Loslösung der Anhaftung erreicht werden. Diese ebnet den Weg zu wahren Selbst.

Erst wenn man der Anhaftung entsagt, kann man wahre Weisheit erlangen, die schließlich zum Glück führt. Anhaftung bedeutet auch an jemanden oder etwas gehaftet, also gebunden sein. Dies macht nicht frei und letztlich auch nicht glücklich. Erst wenn man völlig losgelöst ist, ist man frei und unangehaftet. Dadurch entsteht Freude und wahres Glück. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man keine anderen Menschen mögen und sich an diese binden sollte. Man muss nur für sich selbst immer genug Freiraum haben, um wirklich glücklich zu sein. Deshalb ist die Anhaftung in der Meditation etwas, was vermieden werden sollte.

 

Asana

Das Wort Asana kommt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie Sitz. Verwendet wird der Begriff vor allem im Yoga, wo er eine ruhende Körperposition bezeichnet.

Am bekanntesten ist hier wohl der Lotussitz, der ebenfalls eine Asana ist und beim Meditieren sehr oft genutzt wird. Besonders beim Meditieren, aber natürlich auch beim Yoga, ist die Art der Durchführung der Asana sehr wichtig. Oft denkt man, eine Sitzposition ist ruhig und unbewegt, da passiert nichts. Dies ist aber falsch. Wichtig ist das bewusste Herangehen.

Weiterhin spielen auch die richtige Atemtechnik, das Halten und schließlich wieder das richtige Auflösen der Asana eine bedeutende Rolle. Somit sind Asanas immer in Bewegung und im Fluss, auch wenn man es vielleicht nicht sieht, sondern nur spürt. Beim Meditieren geben die Asanas dem Körper Stabilität. So wird das Atmen erleichtert, der Entspannungszustand eher erreicht und das Wohlbefinden stellt sich besser ein. Somit dient die Asana der Körperbeherrschung und stabilisiert nebenbei Körper und auch Geist. Als Meditationsstellung hilft die Asana den Geist von Sorgen oder Alltagsstress zu befreien und so zur Entspannung zu führen. Asanas sind also Sitzpositionen, die beim Yoga, aber auch beim Meditieren verwendet werden.

 

Der LEgende nach soll Buddha nach der Meditation unter einem Bodhi-Baum wie diesem zur Erleuchtung gelangt sein.
Der Legende nach soll Buddha nach der Meditation unter einem Bodhi-Baum wie diesem zur Erleuchtung gelangt sein.

Bodhi

Das Wort Bodhi stammt ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeutet Erwachen. Oft wird es aber auch mit dem Begriff Erleuchtung gleichgestellt.

Im Buddhismus wird damit ein Vorgang von Erkenntnissen beschrieben, welcher auf die Lehren Buddhas zurückgeht. Von sehr wichtiger Bedeutung ist in der buddhistischen Lehre der Erlösungsweg. Das Wort hat auch eine Ähnlichkeit mit dem Wort Buddha, was der Erwachte bedeutet. In der Meditation spielt der Begriff Bodhi vor allem in der Zen-Meditation eine wichtige Rolle. Dabei gibt es zwei verschiedene Meinungen, die eine Seite sagt Bodhi kommt plötzlich, die andere Seite meint Bodhi kommt durch die meditative Selbstvollendung.

Dabei bedeute plötzlich aber nicht sofort und jetzt. In der Meditation lassen sich Erleuchtungen immer erst durch einen langen spirituellen Weg erlangen. Gemeint ist hier vielmehr, dass nach jahrelanger regelmäßiger Meditation plötzlich Bodhi eintritt. Im Gegenteil, wenn man sehr schnell eine Art aus dem Nichts kommende Erleuchtung erreichen will, kann dies eher zum Gegenteil führen. Dies wäre auch der meditativen Anschauung und Übung nicht förderlich.

In der Meditation ist Bodhi das Ziel. Das langsame Erwachen und die folgende Erleuchtung. Bodhi sorgt für Klarheit und leitet den Meditierenden auf den richtigen Weg. Einen langsamen Weg der Entspannung als eine Art Erwachen, der schließlich irgendwann zur Erleuchtung führt.

 

Brahmaviharas

Die Brahmaviharas sind vier Haltungen, sich selbst, anderen und dem Leben gegenüber. In der buddhistischen Lehre werden sie geübt, da sie als göttlicher Ort verstanden werden.

Im Bereich der Meditation spielen sie vor allem bei der Metta-Meditation eine wichtige Rolle. Die vier Brahmaviharas sind: Metta, Karuna, Mudita und Uppekha. Metta werden verschiedene Merkmale, wie zum Beispiel Liebe, Freundschaft, Verbundenheit und Toleranz zugeschrieben.

Die Metta-Meditation hilft Mitgefühl und Liebe zu erwecken. Diese Gefühle werden zum Wohl der Gesamtheit, also zum Wohl anderer, zum Wohl des Lebens und natürlich auch zum eigenen Wohl eingesetzt. So entwickeln sich auch Respekt und Toleranz gegenüber anderen und für sich selbst.

Karuna ist das Mitgefühl. Dabei lässt man sich von den Leiden anderer und den eigenen Leiden berühren. Es wird Mitgefühl erweckt und der Wunsch diese Leiden zu lindern. Mudita ist die Freude. Diese Form basiert allerdings darauf, sich am Glück anderer zu erfreuen und so selbst große Freude zu verspüren. Man freut sich auch an eigenen guten Absichten.

Der letzte Bestandteil der Brahmaviharas ist Uppekha. Er steht für Gelassenheit, Besonnenheit und Gleichmut. Man ist für alle Erfahrungen des Lebens offen und nimmt diese an, wie sie kommen. Diese vier Geisteshaltungen sind die Grundnatur des Menschen, die es mit Hilfe der Meditation zu erreichen gilt.

 

Buddha
Klassische Buddhadarstellung.

Buddha

Das Wort Buddha kommt aus dem Sanskrit und heißt der Erwachte. Dabei wird im Buddhismus ein Mensch bezeichnet, der Bodhi, also Erleuchtung erfahren hat.

Weiterhin ist Buddha auch der Name des indischen Religionsgründers Siddhartha Gautama. Er gründete mit seinen Lehren die Religion des Buddhismus. Der Buddhismus versteht unter einem Buddha jemanden, der aus eigener Kraft die absolute Vollkommenheit und Reinheit des Geistes erfahren hat. Dabei haben sich auch alle positiven Eigenschaften, wie Weisheit und Mitgefühl entfaltet.

Nach dem buddhistischen Glauben hat ein Buddha schon während seines Lebens Nirvana verwirklicht und ist so nicht mehr an den Reinkarnations-Kreislauf gebunden. Alle Menschen, die nicht selbst solche Erfahrungen gesammelt haben, können diesen Zustand nur schwer oder gar nicht nachvollziehen. Da laut der buddhistischen Lehre ein Buddha nur äußerst selten erscheint, gilt ein Zeitalter in dem dieser vorkommt, als ein sehr glückliches.

In der Meditation spielen die Lehren des Buddha vor allem in der Samatha-Meditation, die auf der Entwicklung von Ruhe basiert und der Vipassana-Meditation, die den Blick für das Wesentliche schärft, eine wichtige Rolle. Im Buddhismus wird die Meditation als Entwicklung in die richtige Richtung verstanden.

 

Chakra

Chakren haben vor allem bei der Chakra-Meditation ein wichtige Bedeutung. Dabei wird in sieben verschiedene Chakren unterteilt. Es gibt das Wurzel-Chakra, das Sakral-Chakra, das Solarplexus-Chakra, das Herz-Chakra, das Hals-Chakra, das Stirn-Chakra und das Kronen-Chakra.

Diese sieben Hauptchakren sind Verbindungstüren zu den Energiekörpern. Jedem Chakra ist weiterhin ein bestimmtes Symbol, das sogenannte Mandala zugeordnet. Es symbolisiert die Aufgabe des Chakras. Zudem sind jedem Chakra noch Farben, Edelsteine und spezielle Meditationsformen zugeordnet. Farben und Steine können bei der Meditation unterstützend wirken.

Traditionell gehen die Lehren der Chakren auf den Hinduismus zurück, wo sie zum Teil aus über 4000 Jahre alten Schriften überliefert sind. Sie stehen für das Energiesystem im Körper und haben ihre Bezeichnungen nach ihrer ungefähren anatomischen Lage. Besonders die Chakra-Meditation arbeitet mit diesen Energiepunkten im Körper. Sie kann helfen die Chakren zu öffnen, zu reinigen und auszugleichen. Dadurch kommt der Energiefluss wieder in Bewegung, Beschwerden und Blockaden können gelindert werden oder verschwinden ganz und der Mensch erlangt deutlich mehr Wohlbefinden.

Zudem gibt es eine Chakra-Grundmeditation, die als zentrale Übung für alle Chakren gedacht ist und spezielle Meditationen für jedes einzelne Chakra. Dabei ist es sehr wichtig sich bei der Chakra-Meditation auf das jeweilige Chakra zu konzentrieren und es genau zu spüren.

 

Dharma

Das Wort Dharma hat seinen Ursprung im Sanskrit, wo es Tugend, Ordnung, Gesetzt, Sitte oder Regel bedeutet. In den altindischen Lehren verkörperte es eines der vier Lebensziele.

Dharma ist ein göttliches Gesetzt und die Tugend nach der jeder Mensch sich verhalten soll. Das Wort wird im Hinduismus und Buddhismus gleichermaßen verwendet, hat aber etwas unterschiedliche Bedeutungen. Im Hinduismus bestimmt Dharma das Leben jedes Hindus. Es ist für Gewohnheiten, Familie, religiöse Bräuche und vieles mehr verantwortlich. Somit ist Dharma nicht nur eine Voraussetzung für ein gutes soziales Leben, sondern auch ein guter Entwicklungsweg des Einzelnen.

Das Karma hängt hier von der Erfüllung des Dharmas ab. Der Buddhismus hingegen versteht unter Dharma das Daseinsgesetz, welches Buddha selbst verkündet hat. Bei der Meditation hilft Dharma die Ziele zu erlangen und steht für die Ordnung, für die Regel mit welcher an die Meditation herangegangen wird. Dharma kann also auch als eine Form der Disziplin verstanden werden, die wiederum beim Meditieren hilfreich ist.

 

Erleuchtung

Erleuchtung ist das oberste Ziel und dennoch ist es viel mehr. Beim Meditieren ist es nicht nur das Ziel selbst, welches man erreichen möchte, sondern auch schon ein wichtiger Bestandteil des Weges dorthin.

Mit jeder Meditationssitzung geht der Mensch ein Stück des langen Weges. Schon von Beginn an findet sich mit jedem Schritt ein Stückchen Befreiung und Weiterentwicklung. Gefühle und Gedanken werden von Menschen, die oft meditieren anders wahrgenommen und verstanden. Hier kommt bereits die Erleuchtung dazu. Diese Menschen sind auf dem richtigen Weg und nehmen ihre Umwelt anders wahr.

Mit jedem Schritt wird Erfahrung gesammelt und mehr innere Zufriedenheit erlangt. Somit ist für jeden das Ziel der Erleuchtung auch anders definiert. Für den Einen ist es das oberste Ziel, die absolute Erfüllung. Ein Anderer sieht darin bereits den Weg und freut sich über jeden Schritt in Richtung der absoluten Erleuchtung. Die Meditation ist der Schlüssel dazu. Natürlich lässt sich Erleuchtung auch mit anderen Wegen, wie zum Beispiel Yoga erreichen, aber Meditation ist der sicherste.

Der Geist wird beim Meditieren automatisch in die richtige Richtung zur Erleuchtung geführt. Erleuchtung kann es also schon sein Probleme und Gedanken anders wahrzunehmen und so plötzlich Lösungen dafür zu erkennen. Die Meditation hilft dabei und wirkt nicht nur entspannend und befreiend, sondern ermöglicht auch eine völlig andere Wahrnehmung von Problemen, Gefühlen und Gedanken.

 

Japa

Japa bedeutet im Sanskrit flüstern oder murmeln. Beim Meditieren wird damit die ständige Wiederholung des Mantras oder eines göttlichen Namens beschrieben.

Japa ist nicht nur in der Meditation, sondern auch im Yoga von Bedeutung. Besonders wichtig ist dies in der Mantra-Meditation. Diese Meditationsform basiert darauf spezielle Sätze oder Wörter, die sogenannten Mantras, immer wieder während des Meditierens zu wiederholen.

Bei einem Mantra kann es sich um Sätze, Verse, einzelne Worte oder einen göttlichen Namen handeln. Japa bedeutet, dass das jeweilige Mantra während der Meditation immer wieder ausgesprochen wird. Dies geschieht meist ruhig und leise. So werden die Gedanken auf das Mantra gebündelt und man konzentriert sich darauf. So wird Entspannung erlangt. Das ist das Prinzip der Mantra-Meditation, bei der Japa besonders bedeutend ist. Allerdings muss Japa nicht hörbar sein.

Man kann die Mantra-Meditation auch im Stillen durchführen, indem die Mantras innerlich immer wieder aufgesagt werden. Dies ist besonders beim Meditieren an öffentlichen Plätzen von Vorteil. Japa beschränkt sich weiterhin nicht nur auf die Meditation, es kann auch bei Routinetätigkeiten praktiziert werden. Japa lässt sich des Weiteren auch mit der Hilfe einer Kette, Mala oder auch als Japamala bezeichnet, praktizieren. Diese Kette ist wie eine Art Rosenkranz und mit jeder Perle wird ein Mantra wiederholt.

 

Karma

Karma stammt aus dem Sanskrit und bedeutet schlicht Rad. Es ist die Lehre von Ursache und Wirkung oder auch ein Schicksalsrat. Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, welche egal ob positiv oder negativ, immer zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrt.

Der Hinduismus geht davon aus, dass das Karma den Hindu immer weder zur Inkarnation zwingt. Der Hinduismus geht weiterhin davon aus, dass jedem Menschen ein Karma, also ein Schicksal, vorbestimmt ist. Diesem muss er sich beugen. Nimmt er es aber an und macht das Beste daraus, erwartet in nach der Inkarnation ein besseres Karma. Das Karma richtet sich auch immer danach, wie der jeweilige Mensch lebt.

Die Meditation hilft dabei das Karma zu verstehen und anzunehmen. Sie zeigt klare Wege und Lösungen an, die helfen das eigene Karma besser zu verstehen. Wer sein Karma versteht und annimmt, hadert nicht mit dem Schicksal, sondern ist entspannter und ausgeglichener. Die Übersetzung von Karma mit Rad ist also durchaus günstig. Man kann sich das Karma als Rad vorstellen, welches sich regelmäßig und unaufhaltsam weiterdreht. Versteht man jedoch die jeweilige Situation, dann kann man sie besser annehmen, ist zufriedener und lernt daraus. Dabei hilft die Meditation. Sie ermöglicht es das eigene Karma zu verstehen und anzunehmen und so entspannter zu leben.

 

Kontemplation

Unter dem Begriff Kontemplation versteht man die stille Meditation. Dabei geht es darum die Dinge so zu sehen wie sie sind und diese auch so sein zu lassen. Alles geschieht ohne Eingreifen.

Es gibt hier auch unterschiedliche Formen, wie die stille Meditation im Sitzen, im Stehen oder im Gehen. Das Prinzip ist es einfach in die Stille zu lauschen. Diese Meditationsform kann allein oder in der Gruppe praktiziert werden. Die Aufmerksamkeit wird auf verschiedene Details, wie zum Beispiel den eigenen Atem gelenkt. Man horcht gleichmäßig in sich selbst hinein. Diese Meditationsform hat heilende Auswirkungen auf den Körper und hilft beim entspannen und zur Ruhe kommen.

Zudem wird der Geist zu innerem Frieden geführt, was letztlich ein glücklicheres Dasein zur Folge. Die Kontemplation ist der sichere Weg zu innerer Einkehr. Es gibt kein Streben, kein Bemühen, sondern einfach nur ein entspanntes Seinlassen. Oft ist es vor allem für Anfänger mühsam, wenn die Gedanken immer wieder abschweifen und zerstreut werden, aber es lohnt sich die Kontemplation zu üben. Diese Meditationsform ermöglicht es Gedanken und Gefühle ziehen zu lassen und nur zu betrachten, sie aber nicht zu erörtern. Man setzt sich nicht damit auseinander. Schon ein kurzer Augenblick hilft, um zu entspannen und innerliche Ruhe zu finden.

 

Ein klassisches Mandala mit der Inschrift "Ohm".
Ein klassisches Mandala mit der Inschrift “Ohm”.

Mandala

Der Begriff Mandala kommt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie Kreis. Es handelt sich dabei um ein Schaubild in geometrischer oder figuraler Form. Im Buddhismus und Hinduismus findet es Verwendung.

Typisch für ein Mandala ist die Form, die entweder rund oder quadratisch ist. Der Fokus liegt hier immer auf dem Mittelpunkt. Dabei gibt es viele verschiedene Varianten, die von einem einfachen Mandala mit schlichtem Dreieck im Inneren bis zu aufwändigen Varianten mit religiösen Motiven und vielen Verzierungen reichen. Genutzt wird es bei der Meditation als visuelles Hilfsmittel.

Durch die Motive, die meist Götter, Zeichen, Symbole oder auch Landschaften darstellen, lassen sich verschiedene Zusammenhänge erkennen. Die Gedanken werden bei der Meditation über einem Mandala nur auf das Bild gelenkt. Somit schweifen sie weniger ab. Je länger man das Mandala betrachtet, desto klarer erscheinen Zusammenhänge. Man findet so Antworten auf Fragen und Lösungen für Probleme. Somit ist die Meditation über einem Mandala auch für Anfänger gut geeignet, da die Gedanken bewusst gelenkt werden. Weiterhin gibt es die Mandala Meditation, die vor allem der Zentrierung im stressigen Alltag dient.

Die inneren Körperenergien werden so in einen angenehmen Kreislauf gebracht. Durch die eigene Energie malt der meditierende ein Mandala. Die Mandala Meditation ist anstrengend und kann ungeahnte Kräfte wecken. Es wird in vier Phasen von je 15 Minuten so meditiert. Dabei beinhalten die Phasen unterschiedliche Elemente, wie auf der Stelle rennen, den Oberkörper kreisen, die Augen bewegen und schließlich die Stille.

 

Mantra

Aus dem Sanskrit kommt weiterhin das Wort Mantra, was Lied oder Spruch bedeutet. Bei der Meditation kann damit ein Vers, ein Satz oder auch nur ein einziges Wort gemeint sein.

Besonders bei der Mantra-Meditation ist das regelmäßige Wiederholen eines Mantras sehr wichtig. Diese Meditationstechnik ist einfach zu erlernen und kann so auch von Anfängern gut genutzt werden. Weiterhin lässt sie sich problemlos in den Alltag integrieren.

Trotz ihrer Einfachheit ist diese Technik sehr wirkungsvoll. Während des ruhigen und regelmäßigen Atmens wird das Mantra immer wieder gesprochen. Somit erfährt der Meditierende inneren Frieden und absolute Entspannung. Die Mantra-Meditation wird ohne Anstrengung praktiziert. Man lässt Gedanken und Wahrnehmungen zu ohne diese zu beeinflussen. Das Mantra wirkt dabei unterstützend und sollte einfach mit dem Atmen regelmäßig wiederholt werden. Ein sehr beliebtes Mantra für die Meditation ist das Wort Om. Ein Mantra kann ruhig gesprochen oder auch gesungen werden.

 

Meditation

Meditation ist eine spirituelle Technik, welche von vielen Kulturen und Religionen praktiziert wird. Es gibt unterschiedliche Wortherkünfte. Im Lateinischen heißt meditatio überlegen, nachdenken und im griechischen bedeutetmedomai denken. Durch die Hilfe von Achtsamkeitsübungen soll der Geist zur Ruhe kommen und klares Denken ermöglicht werden. Im Buddhismus und Hinduismus dient die Meditation dem Erreichen der Erleuchtung. Dabei geht es auch darum, dass Göttliche zu erleben.

In den westlichen Länder wird auch meditiert. Jedoch fehlt hier meist der religiöse Hintergrund. Hier dient die Meditation der Steigerung des Wohlbefindens, der Entspannung und der Aktivierung der Selbstheilungskräfte im Körper. Dabei wird sie sogar oft als Psychotherapie genutzt. Im Christentum beispielsweise ließe sich die Meditation mit dem Gebet gleichsetzen. Zur Auswahl stehen viele unterschiedliche Techniken, die sich meist durch ihre religiöse Abstammung, ihre Lehren und die Technik unterscheiden. Sehr bekannt sind beispielsweise die Ruhemeditation, die Achtsamkeitsmeditation, die Transzendentale Meditation, die Chakra-Meditation und die Zen-Meditation.

Weiterhin gibt es noch Formen der aktiven Meditation, welche vor allem durch Bewegungen der verschiedensten Art ausgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise die Geh-Meditation, die Tantra-Meditation, Yoga und die Tanz-Meditation. Die Meditation kann Stress bekämpfen, zu mehr Gelassenheit und innerer Ruhe verhelfen und so das allgemeine Wohlbefinden steigern. Aber auch als Begleittherapie bei verschiedenen Krankheiten ist sie neben der ärztlichen Therapie gut geeignet.

 

Nirvana

Das Nirvana ist in der buddhistischen Religion das oberste Ziel. Wer es erreicht hat, tritt aus dem Kreis aus Leiden und Wiedergeburt aus. Damit erlöschen auch alle falschen persönlich oft wichtigen Details, wie Gier, Neid oder Ich-Sucht.

Weiter stellt Nirvana die höchste Stufe der Erleuchtung dar. Durch regelmäßige Meditation kann diese erreicht werden. Meditation allein reicht zwar nicht aus, ist aber ein wesentlicher Bestandteil davon.

Meditation führt zu Einsicht und Verstehen, was letztlich auch die Schlüsselelemente des Nirvana sind. Im westlichen Sprachgebrauch wird Nirvana oft mit dem Wort Nichts übersetzt, was jedoch falsch ist. Aus dem Sanskrit übersetzt heißt es eigentlich wehen oder verwehen. Nirvana wird außerdem gleichgesetzt mit tiefer innerer Ruhe. Ängste, Sorgen und Probleme werden hier aus dem Geist verbannt, was dieses Wohlgefühl zur Folge hat. Jeder Meditierende muss unterschiedliche Erkenntnisstufen durchlaufen, ehe er das Nirvana erreicht. Erst durch eine neutrale Beobachtung des Daseins, welche durch die Meditation gefördert wird, kann es zur Loslösung von Problem kommen.

 

Im Rahmen eines Retreats widmet man sich mehrere Tage intensiv der Meditation.
Im Rahmen eines Retreats widmet man sich mehrere Tage intensiv der Meditation.

Retreat

Retreat ist ein englischen Wort und bedeutet Rückzug. Im spirituellen Sinn wird damit Pause, ein Ausruhen oder auch der Rückzug aus der gewohnten Umgebung beschreiben. Im Englischen wird der Begriff jedoch für die Entspannungsphasen beim Abbau von Stress verwendet.

Die Dauer eines Retreats kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen reichen. So werden die Abläufe der Arbeit, des Essens und vielen anderen alltäglichen Dingen geregelt. Als Retreat kann weiterhin auch ein Auslandsaufenthalt oder der Aufenthalt in einem Kloster oder Tempel beschrieben werden, solange er mit dem spirituellen Weg verbunden ist. In der modernen Zeit kann damit auch ein Entspannungsurlaub und alles, was den Rückzug aus dem Alltag erklärt beschrieben sein.

In der Meditation steht der Begriff ebenfalls für den Rückzug aus dem Alltag. Hier kann er ein Yoga-Seminar oder einen Meditationskurs bezeichnen. Eben alles, was mit Meditation zusammenhängt und aus dem Alltag ausbricht. Dabei kann der Meditierende Eile oder Stress hinter sich lassen und sich völlig der Entspannung hingeben. So ein Meditationskurs hilft zu sich selbst zu finden und reduziert auch die äußeren Ablenkungen. Es fällt bei einem Retreat oft viel leichter zu meditieren und zu entspannen. Somit sind auch die Ergebnisse oft viel intensiver. Des Weiteren besteht dabei die Möglichkeit sich selbst und die eigenen Probleme aus völlig neuen Perspektiven zu sehen. Dies bietet oft auch effektivere Lösungen und hilft sich selbst besser zu verstehen.

 

Samadhi

Samadhi ist das Erreichen des Göttlichen. Es ist eine göttliche Erfahrung bei der sich das eigene Selbst und das Bewusstsein auflösen. Dieser Zustand kann nur durch eigene Bemühungen erreicht werden.

Durch regelmäßiges Meditieren kann jeder diesen Zustand erreichen. Es ist eine Erfahrung bei der man göttliche Weisheit erlangt und die Gedanken völlig zur Ruhe kommen. Das dritte Auge, welches das Auge der Weisheit ist, wird dabei geöffnet.

Sobald die Sinne und Gedanken mit ihrer Arbeit aufhören, werden alle negativen Wahrnehmungen, wie zum Beispiel Gier, Hass, Zorn oder Stolz beseitigt. Diese überbewusste Erfahrung steht für das Einssein mit Gott. Es ist eine göttliche Erkenntnis, die durch regelmäßige Meditation erreicht wird. Dieser Zustand verspricht tiefe innere Zufriedenheit und Glück in völliger Entspannung. Samadhi ist weiterhin eine göttliche Erkenntnis, die sich nicht durch Vernunft oder Beweis erlangen lässt. Allein durch die Meditation, die das eigene Selbst näher bringt und die Gedanken innerlich ordnet, lässt sich dieser Zustand erreichen.

 

Samsara

Samsara kommt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie beständiges Wandern. Damit wird der unaufhaltsame Zyklus des Seins beschrieben.

Ein Kreislauf von Geburt und Tod, der in den Religionen Indiens immer wieder durch die Wiedergeburt versinnbildlicht wird. Da dieser Kreislauf als leidvoll gilt, ist das Ausbrechen das höchste Ziel. Man möchte das Nirvana erreichen. Oft wird Samsara bildlich als Lebensrad dargestellt. Meditation hilft dabei, das Nirvana zu erreichen und aus dem Samsara auszubrechen. Die verschiedenen Meditationsformen leiden jeden Menschen auf seinem Weg. So helfen sie Samsara als Kreislauf zu akzeptieren und gleichzeitig daraus auszubrechen.