Ich kann heute nicht meditieren, weil…

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Keine Zeit? Stellen Sie den Wecker eine halbe Stunde früher...
Keine Zeit zur Meditation? Stell den Wecker eine halbe Stunde früher…

 

“Ach, kein Problem, dass ich heute nicht zum Meditieren komme, morgen ist auch noch ein Tag!” Solche oder ähnliche Gedanken werden dir, sobald du damit angefangen habst, eine regelmäßige Meditationspraxis zu kultivieren, auch schon gekommen sein.

Solange diese Meditationspausen dann nur ein oder zwei Tage anhalten, wirst du wieder rasch in die tägliche Meditation hineinfinden, aber oft ist dieses “Heute nicht” leider der Anfang vom Ende des anfänglichen Enthusiasmus, mit dem man die Meditation zu Beginn entdeckt hat.

Es gibt für jedes Argument, jedes Hindernis, gerade heute nicht zu meditieren, jedoch mindestens ein gutes Gegenargument:

 

Hindernis 1: “Ich bin heute zu beschäftigt, um zu meditieren.”

Termindruck, schulische, private oder berufliche Verpflichtungen führen oft dazu, dass man keinen Platz im Tagesablauf mehr für die tägliche Meditation sieht. Dieses Argument gegen die tägliche Meditation löst sich jedoch schnell in Luft auf, sobald man eingefahrene Gewohnheiten ablegt: Geh früher ins Bett und steh einfach eine halbe Stunde früher auf! Du wirst sehen, dass diese halbe Stunde Ruhe und Muße für dich und deine Meditationspraxis dir einen viel größeren Erholungseffekt verschafft als die halbe Stunde morgendlicher Schlaf: Meditation ist ein sehr gelungener Start in den Tag.

Bevor die Anderen aufgestanden sind Zeit nur für sich selbst zu haben und dies auch noch der eigenen spirituellen Weiterentwicklung zu widmen – wie könnte man einen Tag besser und positiver beginnen? Du wirst sehen, dass es dir bald nicht mehr schwer fallen wird, etwas früher aufzustehen, im Gegenteil – du wirst dich auf das Klingeln des Weckers freuen…

Auch sehr hilfreich hat es sich erwiesen, sich keine allzu hohen Ziele für die Dauer der täglichen Meditation zu setzen. Wenn du dir sagst “Eine richtige Meditation muss 40 Minuten dauern” dann wirst du an vielen Tagen dich dazu nicht aufraffen können. Sag stattdessen: “5 Minuten mindestens – aber dafür täglich!”

 

Hindernis 2: “Ich habe Kopfschmerzen.”

Es klingt etwas brutal, aber die meisten Arten von Kopfschmerzen sind einem ungesunden Lebenswandel geschuldet: Schlechte Ernährung mit  Fastfood und Fertigerichten, zuviel Fett und Salz, und wenig Obst und Gemüse. Alkohol, Zigaretten, Stress. Eliminiere so viele dieser Faktoren, wie du kannst, und du wirst sehen, dass  Kopfschmerzen oder Migräne seltener werden.

Wenn du eine regelmäßige, am besten tägliche Meditationspraxis über einen gewissen Zeitraum aufrechterhältst, dann wirst du merken, dass du viele dieser negativen Einflussfaktoren nicht mehr brauchst – du wirst mit deinem Körper achtsamer umgehen und mehr gesunde Lebensmittel zu dir nehmen, weniger Fleisch essen, weniger Alkohol trinken und vielleicht sogar mit dem Rauchen aufhören. Die äußere Belastung durch Termine und Verpflichtungen wird vielleicht nicht weniger werden, aber du wirst all dies als weniger belastend empfinden.

Wenn dennoch einmal Kopfschmerzen ein unüberwindbarer Hinderungsgrund sein sollten, gerade heute zu meditieren- akzeptiere es und kritisieren dich selbst nicht dafür, heute nicht “einsatzfähig” zu sein. Morgen wird es dir schon wieder besser gehen und einer Meditation steht nichts im Wege.

 

Hindernis 3: “Heute ist das Wetter so schön. Ich geh lieber raus, das tut mit auch gut.”

Raus zu gehen in die Natur, durch einen Wald oder am See entlang zu spazieren ist ungemein erholsam. Gönn dir frische, sauerstoffreiche Luft und einen

Blick in die Ferne und Weite der Landschaft. Hast du schon einmal daran gedacht, deinen Spaziergang für 10 Minuten zu unterbrechen um zu meditieren? Probier es beim nächsten Mal aus – du wirst sehen, dass du deinen Spaziergang anderes fortsetzten wirst. Du kannst auch auf einer Wiese eine kleine Blume als Meditationsobjekt nehmen und eine Achtsamkeitsübung machen. Meditation verstärk die Wahrnehmung des Positiven, du wirst achtsamer weitergehen und die Natur intensiver wahrnehmen: das Knirschen von Sand und Kieseln unter deinen Schuhen, das Rascheln von Blättern und Gras, das Rauschen des Wassers. Wie schnell ziehen die Wolken vorbei?  Welcher Vogel singt da?

 

 

Hindernis 4: “Ich finde keinen geeigneten Platz für meine Meditation.”

Du befindest sich gerade auf Reisen und vermisst deinen heimischen Platz für deine morgendliche Meditationsübung? Du hast dein Meditationskissen vergessen? Der Strassenlärm ist so laut, dass du dich nicht konzentrieren kannst? Setz dich auf das Bett oder auf den Teppich, gegen sehr lauten Lärm hilft Ohropax. Erträgliche Geräuschkulissen können als Meditationsstütze genommen werden. Du wirst sehen, am Anfang ist es ein wenig ungewohnt – aber auch wenn es ein wenig länger dauert, du wirst wie gewohnt in die Meditation hineinfinden.

Wenn du keinen Raum zum Rückzug für deine Meditation hast, weil du mit andere Menschen im Raum bist, die störenden Tätigkeiten nachgehen?
Geh raus. Setz dich in eine geschützte Ecke eines Parks, in eine stille Ecke im Hausflur oder geh zu irgendeinem anderen Ort, der dir Stille bietet. Du wirst sehen, auch wenn es zu Anfang etwas ungewohnt erscheint, in der Öffentlichkeit zu meditieren mit vorbeigehenden Menschen, die vielleicht auch mal stehenbleiben, um zu sehen, was du denn da machst – es wird dir helfen, eine “dickere Haut” gegen äußere störende Faktoren zu entwickeln, auch wenn du gerade nicht meditierst.

 

Hindernis 5: “Bei mir hat Meditation keine Wirkung. Sie bringt mir einfach nichts.”

Wenn du das nach einem Jahr täglicher Meditationspraxis sagst – ein Argument, die Zeit besser zu nutzen! Aber du stehst vielleicht noch am Anfang und du wirst schon bald sehen, je länger du übst, desto tiefer gelangst du in den Zustand der Meditaiton und umso weitreichendere Wirkungen wird die Meditation auf deinen Alltag, deine Gesundheit, deine Empfindungen und deine Kontakte mit anderen Menschen haben – bleib also einfach dran! Wr haben 99 Gründe gefunden, warum Meditation das Richtige für dich sein könnte.

 

 

  • Was ist deine Lieblingsausrede, heute nicht zu meditieren? 🙂 Schreib uns einen Kommentar, wir freuen uns ihn zu lesen!

Hab einen wunderbaren Tag!

Alles Liebe

Oliver & Laura

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