Meditation und Töpfern- wie passt das zusammen?

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Töpfern kann zum meditativen, fast spirituellen Ereignis werden
Töpfern kann zum meditativen, fast spirituellen Ereignis werden.

Es ist ähnlich wie beim Malen: Bewegung- Berührung- Begegnung. Beim Töpfern gehst Du auf Tuchfühlung mit Deinem fünften Sinn. Dein Tastsinn ist eng mit Sinnlichkeit, Intimität und Verletzlichkeit verbunden.

Habe Mut zur Berührung und gönne Dir die sinnliche Art der Erfahrung!

 

Mach Dich mit den Urelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde vertraut!

Es ist eine wunderbare Erfahrung, Gefäße und andere Dinge aus Ton zu formen. Dabei bewegst Du dich in einer Umgebung produktiver Harmonie. Deine Gedanken sind konzentriert und zentriert.

Ob runde, kantige oder spitze Formen, du kannst Dein Gleichgewicht beim Töpfern wiederfinden. Ton oder Erde, kann Dir ungeahnte Möglichkeiten bieten, Dich auszudrücken. Während der Arbeit mit diesem Urelement erfährst Du die Nähe zur Meditation und zu Dir selbst.
Wann hast Du dir zuletzt die Eigenschaften von Feuer, Luft, Wasser und Erde bewusst gemacht? Beim Töpfern verbinden sich diese Elemente und werden eins. Suche Dir eine Töpferoase und lasse Deiner Kreativität freien Lauf.

 

Töpfern für die Seele

Im Alltag kann es manchmal stressig und hektisch zugehen und nicht selten sind es die unvorhergesehenen Dinge, die unser inneres Gleichgewicht aus dem Lot tragen. Die Stimmung ist gedämpft. Gute Laune ade! Vieles was uns umgibt, wirkt melancholisch, finster oder bestenfalls zurückhaltend. In diesen Momenten kann Töpfern sehr heilsam wirken, es wird Deine schlechte Stimmung vergessen lassen.

Schon bei der Vorbereitung spürst Du intensiv den Ton in Deinen Händen. Zunächst ist es ein Klumpen Erde, den Du in der Hand hältst. Aber es ist viel mehr, es ist ein Rohling aus dem kleine Kunstwerke entstehen können. Unendlich viele Möglichkeiten erwarten Dich, um mit diesem Material zu arbeiten. Du kannst kneten, formen oder sogar eine Drehscheibe verwenden. In der Regel beginnst Du mit der Platten- oder Wulsstechnik. Du formst kleine Wülste und setzt sie anschließend zusammen. Das Drehen an der Drehscheibe ist eine hohe Kunst, sie erfordert Übung und viel Geduld. Wichtig ist zunächst, dass Du ein gutes Gefühl für den Ton entwickelst.

Visualisiere und versuche mit Deiner Aufmerksamkeit ganz bei dem zu sein, was Du gerade tust. Formen möchten uns etwas sagen. Du wirst Dein Gefäß solange bearbeiten, bis es die gewünschte Form angenommen hat. Deine Hände arbeiten dabei immer eng zusammen, auch die Ellenbogen kommen zum Einsatz und werden nah am Körper gehalten. Im Inneren des Gefäßes positionierst Du eine Hand und mit Deinen Fingerspitzen übst Du einen sanften Druck auf den Ton aus. Wasser dient Dir als wichtiges Hilfsmittel, damit Deine Hände leichter über den Ton gleiten können.

Betrachte den Verlauf Deiner Arbeit. Was genau tust Du gerade? Was fühlst Du, was erlebst Du? Du wirst merken, dass Du immer ruhiger wirst. Verweile in diesem Zustand und lass Dich nicht durch andere Gedanken ablenken. Öffne Dich und führe Deine Töpferarbeit bewusst aus.
Unterschiedliche Formgebungen schenken Dir Ruhe und Entspannung, sie erhöhen die Intensität Deiner Erlebnisse. Möglicherweise hegst Du nostalgische Gefühle und vermisst Romantik.

Spüre immer der Wirkung nach. Musstest Du dich überwinden, mit Deinen Händen zu arbeiten, oder gefällt es Dir? Was unsere Sinnesorgane aufnehmen, beeinflusst unser Wohlbefinden in erheblichem Maß. Deine Formgebung schenkt Dir Gelassenheit.
So gelingt es Dir zunehmend besser, problemlos mit dem Material zu arbeiten.

Dein gefertigtes Kunstwerk bedarf einer bestimmten Trocknungszeit, bis es den Brennofen erreicht. Jedoch haben sich auf dem Weg hierhin bereits Glücksgefühle entwickelt. Entspannt betrachtest Du Dein fast fertiges Werk. Wandle Deine positiven Empfindungen in Worte um und spreche sie laut und genussvoll aus. Wähle die Wörter „Ruhe“, „Harmonie“, „Freude“, „Energie“, „Wohlbefinden“ und „Vertrauen“. Diese Gefühle sind heilsam für Deine Seele und helfen Dir, Ruhe und Frieden zu finden.

Du entdeckst Deine künstlerische Ader. Dabei bist du ein pulsierender Wirbel, der aus einfachen Bewegungen heraus, ein Kunstwerk zaubert.
Übertrage Deine positive Gedankenwelt in die endgültige Fertigstellung. Stelle Dir die Farben vor, welche Du für Dein Gefäß vorgesehen hast.

Töpfern bedeutet Freude- zu töpfern ist ein Genuss. Du betrittst quasi eine völlig andere Welt, die verschüttet zu sein schien. Glücksmomente sind ganz individuelle Erfahrungen und können durch sehr einfache Erlebnisse und Dinge erzeugt werden. Beim Töpfern ist es ein Gegenstand, dessen ursprüngliches Material nichts anderes als ein Klumpen Ton ist. Du verleihst diesem Urmaterial Form und Struktur. Es ist der Augenblick, der den Grauschleier von Deiner Seele nimmt. Genieße ihn!

Meditation und Töpfern passen hervorragend zusammen. Deine Vorstellungskraft und Deine Fantasie fließen mit ein, um etwas Neues entstehen zu lassen. Vier Sinne werden dabei besonders angeregt: Sehen, Riechen, Hören und Tasten.
Du bereicherst Deine Gefühlswelt, wirst ruhiger und das wirkt sich wiederum auf alle Menschen aus, mit denen Du zusammen bist.

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