Fotografie als Meditation: Übung

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Durch die Straßen schlendern, die Kamera um den Hals, mit tollen Fotos nach Hause kommen und dazu in einem tiefenentspannten Zustand? Das vermag die Straßenfotografie für mich. Ich gehe los, ohne bestimmtes Ziel und ohne Erwartungen und erkunde meine Umwelt mit der Kamera. Wenn ich meine Kamera dabei habe, sehe ich Lichtstimmungen, erkenne ich grafische Muster in alltäglichen urbanen Situationen, die ich ohne Kamera nicht wahrnehme.

Straßenfotografie ist für mich eine Art der Meditation, da sie völlig ergebnisoffen ist und alle Gedanken an Erledigungen, die noch anstehen, alle Alltagsgrübeleien und Sorgen, die man mit sich herumträgt, einfach wegwäscht. Denn ich weiß, dass mir, wenn ich nicht hochkonzentriert im Hier und Jetzt bin, vieleicht die besten Fotos, die besten Momente entgehen.

 

Ich empfehle euch folgende Übung:

  • Schnapp Dir deine Kamera oder einfach nur dein Smartphone mit Kamera
  • Gehe in eine Gegend deiner Stadt, die du noch nicht so gut kennst
  • Lass dich von deiner Intuition leiten: Gehe dorthin, wohin dich dein Bauchgefühl leitet
  • Fotografiere alles, was deine unmittelbare Aufmerksamkeit erregt: Schatten, Blumen, Hunde, Menschen…
  • Du entdeckst eine spannende, interessante Person? Frag sie, ob du sie fotografieren darfst. Oft ergeben sich sehr interessante Gespräche mit Menschen, mit denen du sonst nicht in Kontakt gekommen wärst
  • Kommen wieder Gedanken auf, die dich ablenken? Atme 30 Sekunden ein und aus und beobachte dabei deine Atmung – du wirst sehen, das wirkt wie eine Aufmerksamkeitsspritze!
  • Mach so viele Pausen, wie du brauchst. Setz dich in den Park und mach ein paar Minuten eine Achtsamkeitsmeditation um das bisher Erlebte und deine aktuelle Empfindung zu beobachten
  • Erzwinge nichts – es geht nicht um die Ergebnisse, sondern um das Sehen der dich umgebenden Welt

 

Ist Fotografieren für dich auch eine Art der Meditation? Ich bin gespannt über deine Erfahrungen!

 

Wenn Ihr noch mehr meiner Fotos sehen wollt, dann folgt mir doch einfach auf Instagram.

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  1. Monika

    Hallo Oliver
    und DANKE für den Artikel.
    Ja, mir geht es genau so.
    Wenn ich mit meiner Kamera losziehe und einfach fotografiere, was mir gefällt, dann bin ich auch total tiefenentspannt.
    Ich kann alle, aber auch alle Gedanken loslassen. Mich plagt kein Schmerz und kein Leid. Ich kann mühelos Berge erklimmen, viele Kilometer zurücklegen und über mich selbst hinauswachsen.
    Das alles schaffe ich mit keiner Meditation und keiner anderen Entspannungsübung.
    Danke für diesen Artikel.
    LG
    Monika

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