Wie Achtsamkeit dein Gehirn verändert

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Achtsamkeit verändert kurz- und langfristig die Gehirnstruktur, wie zahlreiche Studien zeigen.
Achtsamkeit öffnet unser Bewusstsein

Meditation und Achtsamkeitstraining führen zu erstaunlichen Veränderungen im Gehirn.
Es ist faszinierend sich mit seinem eigenen Geist zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang erfuhr der Begriff „Achtsamkeit“ in den letzten Jahren ein hohes Ansehen.

Auslöser für die zunehmende Popularität sind zahlreiche Erkrankungen, vordergründig hervorgerufen durch Stress.

Aber was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir von Stress sprechen? Geerbt von unseren Vorfahren wird Stress durch Hormone, vor allem durch Cortisol ausgelöst. Der Blutdruck steigt und in den Muskeln werden ungeahnte Kräfte mobilisiert. Sportler profitieren heute noch davon. Wenn sich der Stress vermehrt, verdoppelt oder sogar verdreifacht, entsteht jedoch ein Überschuss. Die Blutbahnen werden mit zu viel Cortisol geflutet. Bei jedem Menschen wirkt sich das anders aus. Es können Magenprobleme, Nacken, – oder Rückenschmerzen entstehen. Jeder Mensch hat eine typische Schwachstelle im Körper, wo sich der Stress am deutlichsten zeigt.

Der Körper reagiert mit Schmerz. Dauerstress ist besonders gefährlich, denn der Körper gewöhnt sich daran. Es ist an der Zeit seine Empfindungen im Körper besser wahrzunehmen und achtsam mit seinem Körper umzugehen.

 

Was passiert während der Achtsamkeitsmeditation?

Der Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems), der sonst bei Stress hochgefahren wird, kann runtergefahren werden.
Währendessen fährt die Parasympathikus-Aktivität hoch und die regenerativen Prozesse im Körper werden angeregt. Der Parasympathikus agiert stets als Gegenspieler zum Sympathikus. Ist dieser aktiv, setzt er Neurotransmitter frei und schickt sie zu seinen Zielorganen.
Entscheidend ist, welche Geisteshaltung wir mit in den Alltag bringen. Wir benötigen ein Mittel, ein Werkzeug, dass vom Kopf zum Herzen agiert. Hier nimmt die Achtsamkeit eine besondere und wichtige Stellung ein.

Durch Achtsamkeitsmeditation kommen wir mit den Dingen so in Kontakt, wie sie gerade sind. In Momenten der Achtsamkeit verlassen wir katastrophisierende Schleifen.

Stress kann beflügeln und kann auch Quelle der Kreativität sein. Stress ist wichtig zum ü´Überleben. Aber wir sollten lernen, dem Stress anders zu begegnen.

Neurophysiologisch betrachtet funktioniert Kreativität besser, wenn wir nicht so sehr gestresst sind. Funktionieren unsere Hirnareale übermäßig, werden sie das kreative Denken nicht erleichtern. Im Gegenteil, wir verfallen in alte Bahnen zurück.
Achtsamkeit lehrt uns, eine Haltung einzunehmen, die selbstbestimmend ist. Besonders deutlich zeigt sich das bei unseren Kindern, welche in hohem Maß nach außen orientiert sind. Die Reaktivität ist unglaublich hoch. Die Achtsamkeitsforschung gibt hierzu viele Hinweise, wie man dem entgegenwirken kann. Das oberste Ziel der Selbstbestimmung ist, sich selbst wahrzunehmen. Schulprojekte, in denen Achtsamkeit gelehrt wird, zeigen Erfolge. Nun mag man sich fragen, wie soll man Schüler dazu bewegen, achtsam zu sein?

Es funktioniert: Kurze Zeiten der Stille fokussieren die Schüler. Es geht nicht darum, jemanden zur Ruhe zu bekommen. Die Schüler müssen motiviert werden, sich selbst zu steuern. Das bedarf einer Anleitung. Wie arbeiten Gedanken und Gefühle zusammen? Schneide eine Zitrone auf, und du erhältst eine Vorstellung darüber, das sie etwas im Körper anrichten kann. Es ist also naheliegend, dass auch ein Gedanke bestimmte Reaktionen herbeiführt. Wenn ich immer wieder sage,“Ich kann kein Mathe“, wird es auch so sein. Mit Achtsamkeitsübungen kann man gegensteuern und viel Gutes anrichten. Besonders Kinder ab dem 11. Lebensjahr sind für diese Übungen empfänglich, da sie außerordentlich neugierig sind.

 

Die Verwandlung von Kopffutter in Bauchfutter

Achtsamkeit ist nicht das gleiche wie Aufmerksamkeit. Gemeint ist die Konzentration auf den Moment. Die Achtsamkeit folgt keinem konkreten Ziel. Es geht nur um das Hier und Jetzt. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen belegen inzwischen, das Achtsamkeit die Lebensqualität und psychische Gesundheit verbessern kann. Ursprünglich aus dem Buddhismus hervorgegangen, entwickelte der Mikrobiologe Jon Kabat-Zinn für westliche Menschen eine Methode, die einer Mischung aus Körperwahrnehmung, Yogaübungen und Meditation entspricht. Heute wird die Methode der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR) zur Behandlung chronischer Schmerzen und psychischer Erkrankungen von den Krankenkassen anerkannt und empfohlen.

Mittels Achtsamkeit kann der Teufelskreis negativer Gedankenspiralen überwunden werden.
Aber auch Gesunden hilft sie, zu einem gesunden und glücklichen Leben.

 

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