Wann ist ein Meditationshocker sinnvoll?

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Meditationshocker gibt es in den verschiedensten Ausführungen - da ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Meditationshocker gibt es in den verschiedensten Ausführungen – da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das Sitzen ist in vielen Meditationstechniken, und auch im Yoga, ein wichtiger Bestandteil. Dafür kommt vorwiegend der Fersensitz, auch Badschrasana, oder der Lotossitz zum Einsatz. Für Meditationsanfänger oder auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, beispielsweise nach einem schweren Bandscheibenvorfall, wird das Sitzen mit dem Meditationshocker erleichtert, um Wirbelsäule und die gesamte Körperhaltung optimal auszurichten.

 

Für welche Sitzhaltung der Meditationshocker eine gute Unterstützung ist

Hatha-Yoga gehört sicherlich zu den bekanntesten Yogaformen in westlichen Kulturkreisen. Aber auch für sogenannte Sitz-Meditationen spielt der korrekt durchgeführte Meditationssitz eine wichtige Rolle. Beim Fersensitz kniest Du auf dem Boden und spreizt die Fersen auseinander. Die Fußspitzen berühren sich aber, sodass Du Dein Gesäß auf den Fersen niederlassen kannst.

Wird der Sitz korrekt ausgeführt, so entspannen sich Deine Arme, Schultern und das Gesicht. Alle Anspannungen lösen sich und auch Deine Atmung wird tiefer und ruhiger. Denn auch Pranayama, also die richtige Atmung, ist beim Meditieren und beim Yoga von großer Bedeutung. Schon alleine diese Ausgangshaltung wird in vielen Traditionen als energiebringend beschrieben, vorausgesetzt, Du führst sie korrekt durch.

Der Fersensitz fördert die Durchblutung der Füße und der Unterschenkel, belastet Deinen Rücken und regt das Verdauungssystem an. Auch kann dieser Sitz präventiv gegen Arthrose der Fuß- und Kniegelenke helfen. Aber auch die Sitzhaltung im Lotossitz erfordert eine aufrechte Haltung, damit Du entspannt Deine Meditation durchführen kannst. Ist Dein Lendenwirbelbereich geschwächt, so kannst Du bei diesen beiden Sitzhaltungen die erhöhte Position Deines Gesäßes gut mit einem Sitzhocker unterstützen, und gleichzeitig den unteren Rücken entlasten.

 

Die Sinnhaftigkeit eines Meditationshockers am Beispiel von ZEN

Nach der Tradition von ZEN werden alle Übungen in der sogenannten Zazen-Haltung durchgeführt, was übersetzt “sitzende Meditation” bedeutet. Denn im ZEN führst Du Deine Meditationen in einer vollkommen bewegungslosen Haltung durch. Führst Du die Zazen-Haltung korrekt aus, erfährt Dein Körper eine totale Stille, die wiederum die Stille Deines Geistes hervorruft. Denn durch die absolute Bewegungslosigkeit werden keine Reize ausgerufen, die eine Meditation stören könnten. Im Zen kannst Du auf dem Boden sitzen.

Es wird aber auch gerne ein Zabuton und ein Zafu verwendet, damit sich Dein Gesäß höher als Deine Knie befindet. Mit dem Hilfsmittel einer Sitzerhöhung erreichst Du eine stabile Körperhaltung, die Du lange in vollkommener Reglosigkeit durchführen kannst. Diese erhöhte Sitzposition bringt aber noch weitere Vorteile. Denn durch die korrekte Haltung wird die Atmung in den Unterbauch erleichtert, wo sich Dein spirituelles Zentrum befindet. Sitzt Du beim Meditieren auf dem Boden, kann es Wochen oder Monate dauern, bis Du diese korrekte, meditationsfördernde Sitzhaltung erlernst. Mit einem Sitzhocker wirst Du dabei sofort unterstützt. Du kannst diese Sitzposition länger durchhalten und von vornherein Schmerzen durch das lange Sitzen vermeiden.

 

Meditationshocker oder Meditationsbank?

Eine Meditationsbank hat eine leicht abgeschrägte Sitzfläche und eignet sich besonders gut, um den Fersensitz zu erleichtern. Er wird gerne von Meditierenden verwendet, deren Sitz instabil ist, die Schmerzen haben oder bei denen der Fersensitz nicht hoch genug ist, um die korrekte Körperhaltung einzunehmen. Durch die Meditationsbank wird Dein Rumpf ohne große physische Anstrengung aufgerichtet und ganz natürlich in die richtige Beckenhaltung gebracht. Du entlastet dabei Deinen Rücken sowie Deine Kniegelenke. Eine Meditationsbank ist dem Zafu sehr ähnlich, jedoch führst Du Deine Beine unter der Bank durch. Auch weiche Kissenauflagen kannst Du mit der Meditationsbank für den Fersensitz kombinieren.



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Um die richtige Meditationshaltung beim Lotossitz einzunehmen, kannst Du entweder eine zusammengerollte Decke, ein Sitzkissen oder den Meditationshocker verwenden. Denn damit bewirkst Du eine entspannte Körperhaltung, die Du lange aushalten kannst. Egal, ob es sich um den Lotossitz oder den Fersensitz handelt, oft stellt sich bei Anfänger meist schon nach kurzer Zeit ein schmerzliches Druckgefühl im Hinterteil und auch im Fersenspann ein. Eine Polsterung ist zwar angenehm, jedoch kann sich dieser mit der Zeit durchdrücken. Benutzt Du ein Zafu aufrecht gestellt, so kann dies mit der Zeit nach hinten rutschen und Deine Sitzposition verändern. Dies führt auch zu Anspannungen in den Beinen. Bei einem dickeren Kissen zwischen Fersen und Gesäß sitzt Du dann nicht mehr auf den Fersen. Die Beine können einschlafen, da die Durchblutung durch das Kissen verhindert wird.

In all diesen Fällen hilft Dir ein Meditationshocker, der Dir die richtige Sitzhöhe bietet sowie ausreichend Stabilität, ohne zu verrutschen. Mit einem Mediationshocker wird die natürliche Haltung Deiner Wirbelsäule eines leicht geschwungenem “S” gefördert. Diese natürliche Haltung solltest Du beim Meditieren immer beibehalten. Denn nur so sitzt Du entspannt und kannst Dich ohne körperliche Ablenkung auf Dein Meditationsvorhaben konzentrieren.

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