Meditieren auf Reisen

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Gerade in Asien bietet sich die Outdoor-Meditation an - wann sonst kann man unter einem echten Bodhi-Baum meditieren?
Gerade in Asien bietet sich die Outdoor-Meditation an – wann sonst kann man unter einem echten Bodhi-Baum meditieren?

Im Urlaub oder auf Reisen die regelmäßige Meditation beizubehalten ist eine Herausforderung: Das Gepäck lässt es oft nicht zu, das gewohnte Meditationskissen oder andere Utensilien, an die man sich bei der täglichen Meditation gewöhnt hat, mitzunehmen, man teilt sich das Zimmer mit jemandem, die Umgebung ist laut oder aber man hat schlichtweg anderes im Kopf, als die tägliche Routine von zuhause, zu der auch Meditation gehört.

Die Erfahrung meines viermonatigen Asienaufenthaltes hat gezeigt: Ein Meditationskissen kann man haben, man muss es aber nicht! Genauso tun es eine nicht allzu weiche Matratze oder ein nicht allzu kalter Fußboden, was in Asien bei Temperaturen um 30 Grad nie ein Problem war. Auf meine Buddhastatue musste ich verzichten, aber da ich diese sowieso nicht als Meditationsobjekt verwende, sondern eher zur Dekoration, fehlte mir diese nicht ganz – und falls ich mal Sehnsucht nach Buddhastatuen hatte: diese gab es in den buddhistischen Tempeln zuhauf.

 

Gemeinsam in einem kleinen Zimmer meditieren? Auch das geht

Meine Freundin meditiert auch und wir haben immer gleichzeitig im Hotelzimmer meditiert. Stört oder lenkt die andere Person nicht, fragt ihr? Wenn man nebeneinander oder Rücken an Rücken sitzt, dann spielt das nach den ersten ein, zwei Minuten der Meditation, wenn man noch etwas bewusster für die Umgebung und das Setting ist, keine Rolle mehr. Es fühlt sich dann an, als wäre man alleine im Raum, wenn man so langsam in die Meditation reinrutscht. Der andere darf natürlich nicht mit lauten Mantras meditieren…

 

Ohropax gegen Lärm

Mit einer lauten Umgebung hatten wir vor allem in Hongkong zu kämpfen, aber hier leisteten Ohropax oder Kopfhörer mit Meditationsmusik gute Dienste. Hier mussten wir also ein wenig von unserer Routine abweichen.

Es kam auch vor, dass wir ein, zwei Tage vergaßen zu meditieren, gerade in Phasen des Hin- und Herreisens in Myanmar. Doch gerade bei mir macht es sich in einer unterschwelligen Gereiztheit schnell bemerkbar, wenn ich nicht meditiere, deshalb kam ich immer wieder recht schnell zu meiner regelmäßigen morgendlichen Meditation zurück. Längere Pausen von mehreren Tagen gab es somit nicht.

 

Fazit

Wenn du also zuhause schon ein wenig Routine und Übung in der regelmäßigen Meditation gesammelt hast, dann dürfte es dir auch nicht schwerfallen, trotz manchmal widriger Umstände die regelmäßige Praxis beizubehalten – denn du darfst nicht vergessen: wohin du auch immer reist, du bleibst immer du, mit all deinen körperlichen und geistigen Bedürfnissen, z.B. dem nach deiner täglichen Dosis Meditation.

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