Warum du ein Meditationstagebuch führen solltest

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Ein Meditationstagebuch hilft dir, eine tägliche Meditationspraxis zu etablieren.
Ein Meditationstagebuch hilft dir, eine tägliche Meditationspraxis zu etablieren.

Meditation gehört in fernöstlichen Religionen und Strömungen bereits seit langer Zeit zum Alltag, und auch in der westlichen Welt schwören viele Menschen mittlerweile auf die vielseitigen Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen. Längst handelt es sich dabei nicht mehr nur um Esoteriker und Hippies; auch Geschäftsleute, Mütter und Studenten sind auf der Suche nach der inneren Mitte. Doch auch beim Meditieren gilt nicht selten: Aller Anfang ist schwer, denn auch wenn es einfach klingen mag; dir täglich konsequent eine bewusste Auszeit vom Alltag zu nehmen und dann auch tatsächlich abschalten zu können, kann dich vor einige Herausforderungen stellen.

Vielleicht hast du es schon einmal mit dem Meditieren probiert und dann nach einiger Zeit wieder aufgegeben, weil du nicht die erhofften Ergebnisse erzielt hast oder dir der Alltag dazwischenkam. Ein Meditationstagebuch kann dabei helfen, am Ball zu bleiben und gleichzeitig einen genauen Überblick über deine Fortschritte zu erhalten.

 

Meditation-ErfahrungsberichteWas gehört in ein Meditationstagebuch?

Die gute Nachricht zuerst: Du kannst grundsätzlich jedes Notizbuch oder Heft in ein Meditationstagebuch umfunktionieren. Festhalten solltest du darin das Datum und die Uhrzeit deiner Meditation sowie deren Dauer.

Dabei kannst du ganz am Anfang mit Sitzungen von nur wenigen Minuten beginnen, um dich nicht zu überfordern; später kannst du die Dauer beliebig verlängern. Ideal sind täglich etwa 10 – 20 Minuten. Auch die Meditationstechnik kannst du in deinem Tagebuch niederschreiben: Hast du über ein Mantra meditiert oder vielleicht eine geführte Meditation mitgemacht? Zu Beginn können dir die sogenannten „guided meditations“, also geführten Meditationen, unter Umständen leichter fallen, da du eine genaue Anleitung erhältst und dich auf diese konzentrieren kannst. Möchtest du ohne Führung meditieren, kannst du für den Anfang etwa versuchen, dich eine Minute lang auf deinen Atem zu konzentrieren.

Für das genaue Aufzeichnen deiner Meditationsfortschritte ist auch der Ort, den du für deine Übungen auswählst, von Bedeutung. Im Nachhinein wirst du erkennen, ob es für dich besser ist, im Freien zu meditieren oder zuhause, und ob du dabei eine liegende oder sitzende Position einnimmst. Wie in so vielen anderen Bereichen auch gilt hier: Probieren geht über Studieren. Was für den einen funktioniert, muss nicht auch für dich richtig sein. Auch hier kann das Meditationstagebuch eine große Hilfe sein und dir genau zeigen, welche Umstände und Techniken sich am besten für dich ganz persönlich eignen.

 

Meditation-ErfahrungsberichteFortschritte, Gedanken und das Sein im Hier und Jetzt

Nun kommen wir zum Herzstück deines Meditationstagebuchs: Das, was vor, während und nach den Achtsamkeitsübungen in dir vorgeht, ist das Wichtigste und der eigentliche Grund, warum du dich unbedingt für ein solches Tagebuch entscheiden solltest. Auf diese Weise kannst du auch die kleinsten Fortschritte und Veränderungen erkennen und dokumentieren. Wenn du bereits einmal oder gar mehrfach mit dem Meditieren angefangen hast, wirst du wissen, dass die Veränderungen am Anfang sehr klein ausfallen und oftmals kaum spürbar sind. Indem du aber besonders darauf achtest und jeden geringsten Fortschritt bewusst wahrnimmst und festhältst, werden sie deutlicher wahrnehmbar.

Außerdem sorgst du auf diese Weise dafür, dass du dich wirklich im Jetzt und Hier befindest, denn das ist es ja, worauf du dich konzentrierst – das ist gelebte Achtsamkeit. Damit unterstützt du deine Meditation noch einmal zusätzlich, indem du deinen Geist dazu bringst, sich auf einen Punkt zu fokussieren und dir insgesamt bewusster zu werden. Nicht selten passiert es im Rahmen einer Meditation, dass dir bestimmte Gedanken, Ideen oder Fragen in den Kopf kommen. Auch wenn diese auf den ersten Blick vielleicht gar keinen Sinn ergeben, lohnt es sich, sie in deinem Meditationstagebuch festzuhalten: Vielleicht wollte dir dein Unterbewusstsein etwas mitteilen, das du erst später verstehen wirst.

Ein Meditationstagebuch kann also viele Vorteile bringen und ist besonders Neueinsteiger/innen zu empfehlen. Nicht zuletzt macht es auch Spaß, sich selbst genau zu beobachten und festzuhalten, was in dir vorgeht, wenn du es schaffst, dir regelmäßig eine Auszeit für deine Achtsamkeitsübungen zu nehmen. Vielleicht wirst du erstaunt sein, welche Veränderungen mit der Zeit eintreten und was die Meditation in dir und deinem Leben auslöst.

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