Glück und Zufriedenheit durch Ehrlichkeit, Achtsamkeit und Meditation.
Glück und Zufriedenheit durch Ehrlichkeit, Achtsamkeit und Meditation.

Die Vorweihnachtszeit – eigentlich nennt man sie “stille Zeit”. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir hetzen durch die Geschäfte der überfüllten Innenstädte, um gemeinsam mit anderen gehetzten Menschen überteuerte Geschenke für Menschen zu kaufen, die sich vielleicht etwas ganz Anderes gewünscht hätten. Wir erledigen all das, was zum Jahresende noch schnell abzuarbeiten ist und wozu wir im Laufe des Jahres nicht gekommen sind. Wir bereiten die Weihnachtsfeierlichkeiten vor, kaufen ein, planen, machen, tun – ohne richtig durchzuatmen. Obwohl gerade das so bitter nötig wäre! 

Dabei ist es so einfach, für innere Ruhe zu sorgen. Wenn wir die Prioritäten in unserem Leben nur leicht verrücken würden – hier sind 5 Punkte, mit deren Hilfe du in der Vorweihnachtszeit, aber auch immer wenn du wieder merkst, dass zu viel Stress in deinem Leben herrscht, zu mehr innerer Ruhe und Glück gelangen kannst:

 

Wirf Ballast ab

Überlege, was in deinem Leben eigentlich nur Konventionen sind, “weil man es eben so macht”, und was dir wirklich Freude und glückliche Momente bereitet.

Stressen dich die Weihnachtsessenvorbereitungen, weil du das Gefühl hast, dann keine ruhe an den Weihnachtsfeiertagen zu haben? Dann reserviere an einem oder zwei der Tage ein Tisch in einem netten Restaurant. Oder sag deiner Familie, dass du dir wünscht, dass dieses Jahr alle gemeinsam helfen, ein Weihnachtsessen zuzubereiten – inklusive aller Vor- und Nachbereitungen.

Stresst dich das Kaufen von Weihnachtsgeschenken? Lade einfach alle deine Freunde, denen du zu Weihnachten etwas geschenkt hättest, zu einem Abendessen zwischen den Weihnachtsfeeirtagen ein. Es scheint eine Binsenweisheit zu sein – aber die meisten Menschen freuen sich mehr über gemeinsam verbrachte Zeit als einen Gegenstand, für den sie Platz im Regal oder Schrank freiräumen müssen…

Denk nochmal genau nach: Was ist wirklich wertvoll? Und was sind nur Konventionen; Dinge, von denen du denkst, dass sie andere von dir erwarten?

 

Nimm dir bewusste Pausen

Die meisten Menschen sind selbst in ihrer freien Zeit ständig mit Ablenkung vom Hier und Jetzt beschäftigt: Sie daddeln am Smartphone, sie schreiben Nachrichten oder lesen für ihr Leben Irrelevantes aus dem Leben für sie weitgehend irrelevanter Menschen bei Facebook.

Nimm dir bewusst Zeit, für zehn Minuten einfach mal einen Tee zu genießen. Ohne Ablenkung. Einfach nur zubereiten, trinken, den Geschmack auf deinen Lippen, an deinem Gaumen spüren und dir des Wunders bewusst sein, wie diese Blätter aus den Hochebenen Chinas oder Indiens in deine  Teekanne gelangt sind und welche Arbeit und Hingabe hart arbeitender Menschen tausende Kilometer weit weg dafür nötig waren.

Oder meditiere!

 

Sag anderen Menschen, was dir wichtig ist und was dich stört

“Gnadenlose Ehrlichkeit” ist zu einem Schlagwort geworden. Wer ehrlich ist, kommt besser durchs Leben, das steckt hinter dieser Lebensphilosophie, zu der in vielen Großstädten mittlerweile Workshops und Seminare angeboten werden.

Gnadenlos ehrlich zu sein, heißt aber nicht,anderen zu sagen, dass man sie für Idioten hält, selbst wenn das der Fall ist, es geht hier um Ehrlichkeit den eigenen Gefühlen gegenüber.

Sage deinem Partner, wenn dir etwas zu viel ist! Sprich es aus, wenn du nicht in der Stimmung bist, zu einem Konzert zu gehen und stattdessen lieber mit ihm auf dem Sofa liegen würdest! Es ist ok, ab und an Dinge anderer Menschen zuliebe zu machen, aber wenn das zur Regel wird gehst du kaputt daran! Meditation kann dir auch hier helfen, dir deiner wahren Wünsche und dir selbst bewusster zu werden.

 

Was sind deine Lebensthemen und -ziele?

Die Vorweihnachtszeit ist eine gute Zeit, sich bewusst zu werden, was man eigentlich noch im Leben erreichen will. Damit sind keine guten Vorsätze fürs nächste Jahr gemeint! Wer weiß, wofür er arbeitet, Tag für Tag aufsteht und sich den Schwierigkeiten des Alltags stellt, dem fällt vieles leichter.

Stell dir einen 3-Jahres-Plan auf: Was will ich in einem halben Jahr, was in einem Jahr, was in drei Jahren erreicht haben? Formuliere so exakt wie möglich (Nicht nur “Ich will glücklicher sein” sondern “Ich will mich von meinem Partner trennen, der mich seit Jahren anscheinend nicht mehr liebt und in eine Selbstversorger-WG auf dem Land ziehen, weil ich davon schon immer geträumt habe” oder “Ich will meinen Job kündigen und dann nochmal an die Uni gehen, um Psychologie zu studieren, mit dem Ziel, danach die Ausbildung zum Psychotherapeuten zu machen”).

 

Baue deine Ängste ab

Schau auf dein bisheriges Leben zurück: Wie viel von dem, über das du dir Sorgen gemacht hast, ist wirklich eingetreten? Bei den meisten Menschen dürften wohl die wenigsten Dinge, vor denen wir Angst haben und uns das Leben selbst schwer machen, wirklich eintreten. Angst, zu scheitern oder dass etwas Schlimmes passieren könnte, sollte dich nie davon abhalten, Dinge, die dich glücklich machen könnten, anzupacken.

Halte es mit einer guten Portion Achtsamkeit: Unnötige Ängste beziehen sich immer nur auf dass, was passieren KÖNNTE – wenn du im Hier und Jetzt lebst dann gibst du nur den Ängsten Raum, die wirklich hilfreich sind, z.B. weil ein Zähne fletschender Hund dir hinterherrennt.

Es gibt nur einen Moment, und das ist der jetzige. Wer sein Leben damit verbringt, sein Leben zu planen, der verpasst es. Klingt nach einer Binsenweisheit, aber hat mir extrem geholfen, mein Leben eine positve Wendung zu geben.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen eine glückliche, ruhige und zufriedene Adventszeit,

dein Oliver

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