Meditation als Hobby im Lebenslauf angeben: Bei welchen Berufen empfehlenswert?

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Fehler machen, daraus lernen und den Wandel gestalten, Mut zum Experimentieren –
generell gilt, dein Hobby sollte sich positiv auf deine Leistungen im Job auswirken und in einem gewissen Bezug zu den zu erwartenden Anforderungen stehen. Personaler achten darauf, wie Bewerber ihre Freizeit verbringen.

 

Welche Hobbys hinterlassen einen guten Eindruck?

Kochen steht für Geselligkeit, Kreativität und für das Interesse daran, Neues auszuprobieren.
Segeln oder Golf sind Aktivitäten, die das gesellschaftliche Umfeld reflektieren. Personen mit diesen Hobbys interagieren in ihrer Freizeit mit Entscheidungsträgern – Führungskräfte horchen auf. Weniger empfehlenswert ist die Angabe von Hobbys, die mit einer passiven Beschäftigung einhergehen, wie Computerspiele, Kino oder Fernsehen.

Wandern, Lesen oder Schwimmen wirken eher unspektakulär und erfahren kaum einen Stellenwert. Hingegen ist Musizieren nicht nur ein schönes Hobby, es fördert zugleich die motorischen und kreativen Fähigkeiten.

Meditation unterstützt den Moment der Hingabe, sei es beim Kochen, Musizieren, beim Sport oder in Gesellschaft. Resultierend daraus wirken Menschen, die in ihrer Freizeit meditieren, nicht nur ausgeglichener – sie sind einfühlsamer, konzentrierter, bereit Stärken auszubauen und an den Schwächen zu arbeiten. Insbesondere in Jobs, wo Durchhaltevermögen gefordert ist, kann Meditation als Hobby positiv interpretiert werden.

 

Wenn Achtsamkeit ins Unternehmen einzieht

Die positiven Effekte der meditativen Arbeit sind in deutschen Unternehmen noch wenig bekannt. „Keine Zeit zum „Ein- und Ausatmen“ heißt es. Vielmehr setzt man auf Ungeduld und Hektik – schnell, schnell, schnell! Menschen die meditieren, erkennen den richtigen Augenblick und machen deutlich: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen“. Ein Segen, wenn es Mitarbeitern gelingt, den firmengeplagten Stresspegel zu senken. Die gesamte Atmosphäre im Team erfährt ein positives Feedback. Nicht zuletzt wirkt sich das anerkennend auf die gesamte Firmenpolitik aus.

Unser Gehirn ist ein komplexes und hoch entwickeltes Problemlösungsorgan, das unsere gesamten Erfahrungen und unser Wissen unbewusst in unsere Entscheidungsfindung einbezieht.
Untersuchungen folgend, kommen die kreativsten Einfälle und besten Entscheidungen bei großer innerer Ruhe. Etwa während einer Meditation oder im Zustand eines Flow. Wenn der Kopf zugemüllt ist, arbeiten wir eher kontraproduktiv. Nahezu alle Berufszweige profitieren von Menschen, die mit Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und der Fähigkeit zur Verantwortung ein Garant für die kreative Lösung sind.
Stress und Leistungsdruck von Mitarbeitern sind Unternehmenssache. In einigen Betrieben empfehlen verantwortungsvolle Führungskräfte ihren Mitarbeitern einen Meditationskurs.

Bei einem Flow, dem Glück der Hingabe, kommen gleich mehrere Komponenten zusammen: Es ist das Gefühl des freudvollen Aufgehens in einer Tätigkeit, bis hin zu einem Tätigkeitsrausch. Sämtliche Aktivitäten werden konzentriert und selbstvergessen ausgeführt. Die Anforderungen sind stets so hoch, dass sie die volle Konzentration erfordern und dabei weder Langeweile noch Überforderung entsteht. Wer hingebungsvoll fokussiert, ist offen und präsent für andere Menschen, für das Geschehen im Film oder Buch, für das Werkstück auf der Bank, die Ideen für ein Konzept oder die Zutaten für eine Mahlzeit. Welcher Chef kann darauf verzichten?

 

Erfolgreich durch Meditation

Besonders in der Tech-Schmiede in Unternehmen wie Microsoft, Google, Facebook und Co entwickelt sich eine Art Achtsamkeitsbewegung.
Die moderne Unternehmenskultur sucht diese Bewegung, welche eine lernbereite, experimentierfreudige, mutige und offene Lebenseinstellung fördert.

Ganzheitliches Denken ist auch im Wirtschaftszweig „Umweltschutz“ angekommen. Wobei dem ein gewisser Pragmatismus vorausgeht, weil der Druck von außen gewachsen ist. Vermehrt setzen nun die Unternehmen auf ehrliche Umsetzung, die mit einer umweltbewussten Einstellung einhergeht.

Der Nutzen meditierender Mitarbeiter ist so überwältigend, dass man nur staunen kann. Viele Firmen merken, dass sie etwas verändern müssen. Die zunehmende Zahl von Burn-outs ist alarmierend und zieht sich durch sämtliche Berufsfelder. Das ruft viele Human-Recources-Manager auf den Plan. Die noch zögerliche Wandlung obliegt der Suche nach etwas, dass besser funktioniert als das Bisherige.

 

Meditation trägt Früchte – im Team und in der Chefetage

Vor einiger Zeit berichtete die Wirtschaftswoche über eine Veranstaltung deutscher Führungskräfte in einem Zen-Kloster. Unter dem Namen „Mindful leadership in the digital age“ gingen Neurowissenschaftler, Führungskräfte und buddhistische Mönche der Frage nach, wie sich achtsames Leben in Unternehmen gestalten kann.
Regelmäßiges Meditieren entwickelt einen neugierigen Anfängergeist und festigt zugleich den Expertengeist. Ein Meeting wird zweifellos produktiver, kommunikativer und freundlicher, wenn zwei bis drei Minuten Stille vorangehen. Darüber hinaus bildet sich ein Bewusstseinswandel, frei von Schuldzuweisungen und unangebrachter Kritik.
Ganz gleich in welchem Berufsfeld, kaum ein Unternehmen kann auf diese „Früchte“ verzichten. Austausch, Kommunikation und Meinungsbildung beruhen auf einem gemeinsamen Prozess, der vorbildwirkend ist.

Du meditierst und möchtest das in deinem Lebenslauf angeben? Unbedingt, denn deine Erfahrung mit meditativer Arbeit ist maßgeblich für den Unternehmensalltag.