Wie Meditation auf das Gehirn wirkt

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Laut, schnell, ungeduldig – unser modernes Leben beruht auf einem Trommelfeuer von Chaos. Unser alltägliches Umfeld, das sogenannte„Marktgeschehen“ erklärt sich nicht selten als Seelen- und Zeiträuber. Es beschlagnahmt die Gedanken so weit, dass wir nicht mehr abschalten können. Grund dafür: In unserer Gesellschaft wird hauptsächlich das analysierende Denken geschätzt. Psychische und soziale Fähigkeiten bleiben unbeachtet.

 

Kopfgeburten- wenn deine Gehirnhälften kooperieren

Während der Meditation verweist das Yantra auf unsere linke Gehirnhälfte, die für das logische Denken, das Analysieren und die Sprache zuständig ist. Gleichzeitig fördert die meditative Haltung die Inanspruchnahme der linken und rechten Gehirnhälfte, die wiederum für Gefühle, optische Wahrnehmung, Fantasie und Kreativität zuständig ist. Damit wird der emotionale Gehalt einer Botschaft betont, insbesondere bei den Menschen, die zu sehr rational ausgerichtet sind.

Du kannst das Bild eines großen Künstlers nicht begreifen, wenn du es nicht mit allen Sinnen in dir aufnimmst. Diese Auffassung lässt sich mit einem gelungenen Werbespot vergleichen.

Werbung ist erst dann erfolgreich, wenn sie die linke und die rechte Gehirnhälfte der wahrnehmenden Personen anspricht und somit, die Denk- und Gefühlssynthese beachtet. Dieses Vorgehen schafft eine günstige Verbindung, die auch der eigenen Meditation zugutekommt.

 

„Wichtig ist es, zu erkennen, dass ich selbst Einfluss habe auf die Realität, die ich erfahre.“ Tarap Tulku Rinpoche

 

Du allein hast es in der Hand, etwas für deine Lebensqualität und dein Wohlbefinden zu tun. Dein Gehirn verändert sich stetig, über ein ganzes Leben lang. Dabei beruht jede Veränderung auf deiner Wahrnehmung.

Der russische Schriftsteller Dostojewski schrieb einst: „Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Wer das erkennt, wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.“

Forschungen haben gezeigt, dass aktiviert fokussierte Aufmerksamkeit die Verknüpfungen der Gehirn- und Nervenzellen verändert. In der Tat gibt es zahlreiche Belege, dass Meditation eine messbare Wirkung auf Gedanken, Gehirn und Gesundheit entfaltet. Streng genommen bedeutet Meditation nicht anderes als Lebenshaltung. Verstand, Gefühl und Wachsamkeit sind in gleichem Maße an der angestrebten Lebenseinstellung beteiligt. Dabei beschränkt sich der Zeitraum der Meditation nicht nur auf die Phase des Meditierens, vielmehr sollten sich die Inhalte auf unsere gesamte Lebensweise ausdehnen. Meditation ist der uralte Weg zur Harmonie zwischen Geist, Seele und Körper. Nichts soll überwiegen, weder ein verstandesorientiertes Analysieren noch spontan aufbrechende Gefühle.

Nutze deine Erfahrungen, akzeptiere Veränderungen und vertraue dich dem Fluss des Lebens an. Sämtliche Erfahrungen, die du während der Meditation als Betrachter machst, sind für dich bedeutungsvoll. Indem du Fähigkeiten wie Mitgefühl und Aufmerksamkeit trainierst, ist dein Gehirn in der Lage, sich dahingehend zu verändern. Das Stresslevel sinkt spürbar.
Die Harvard-Studie demonstriert eindrucksvoll wie Praktizierende von der Meditation profitieren. Besagte Veränderungen sorgen für positive Effekte. Meditation ist somit viel mehr als nur wohltuende körperliche Entspannung.

 

Trainiere und aktiviere deinen Geist!

Mit dieser Übung machst du deinen Alltag wieder zu Neuland und trainierst gleichzeitig die Gehirnaktivität:

Immer wieder neu, so pflegst du deinen Anfängergeist: Um Neues zu entdecken, musst du nicht weit reisen. Überlege gleich nach dem Aufstehen, was du heute neu entdecken oder betrachten möchtest. Damit es dir etwas leichter fällt, versuche diesen Trick: Stell dir vor, selbst jemand anderes zu sein. Sieh dich genau um – mit den Augen eines neugierigen Fremden. Was fällt dir auf? Was hörst, siehst oder riechst du? Wie fühlst du dich mit dieser Begegnung? Bist du überrascht oder freust du dich? Bitte bewerte deine Eindrücke nicht. Nimm möglichst viel wahr, lasse es auf dich wirken. Wenn du diese Übung zwei Wochen lang täglich praktizierst, wird deine Welt bunter und vielfältiger werden. Erlaube dir, die Welt immer wieder neu zu betrachten. Der emotionale Gehalt als auch die rationale Ausrichtung im Gehirn erfährt dadurch eine günstige Synthese. Meditation wirkt wie ein „Hirnscanner“ und richtet sich stets nach deiner Haltung aus.

Voraussetzung ist daher eine annehmende Haltung auch dir selbst gegenüber. Nur mit einem bestimmten Bewusstsein kannst du frei entscheiden, ob du gewisse Einstellungen loslassen oder aber für sie einstehen möchtest, um sie letztendlich deiner Mitwelt gegenüber zu vertreten – Meditation ist Lebenshaltung.

 

Hier findest du weitere Informationen und Studien rund um die Wirkung von Meditation auf dein Gehirn.

Oliver

Heyho! Mein Name ist Oliver – ich bin seit einiger Zeit dem Thema Meditation verfallen. Nach Aufenthalten in Klöstern, Gesprächen mit Mönchen in den meditierfreudigsten Ländern dieser Welt und der theoretischen Beschäftigung mit Meditation habe ich diese Seite ins Leben gerufen, um mehr Menschen die wunderbare Welt der Meditation näherzubringen. Neben der Meditation liebe ich vor allem die Fotografie, Reisen und die viele Möglichkeiten, das Leben zu genießen.

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