Was du von Jon Kabat-Zinn über Meditation lernen kannst

Eingetragen bei: Achtsamkeitsübungen, Allgemein | 1

Achtsamkeitsmeditation nach Kabat-Zinn hat schon vilee aus tiefen Krisen geführt.

Wer sich mit Achtsamkeit und einhergehender Meditation beschäftigt, dem ist Jon Kabat-Zinn ein vertrauter Name. Aus einer Not geboren, entwickelte der Mikrobiologe Jon Kabat-Zinn zum Ende der 70er Jahre das Konzept der Stressreduktion durch Achtsamkeit. 

Jon Kabat-Zinn traf auf zahlreiche Patienten mit chronischen Erkrankungen, die von Schulmedizinern als austherapiert galten. Rückenschmerzen, Depressionen oder Migräne waren ständige Begleiter, mit denen die Patienten lernen sollten, umzugehen. Zu diesem Zeitpunkt praktizierte Jon Kabat-Zinn bereits viele Jahre Yoga und Meditation. Die positiven Effekte mittels fernöstlicher Techniken waren ihm bekannt und es war ihm ein Anliegen seine positiven Erkenntnisse weiter zu geben. Jedoch bezog er sich in seiner Arbeit auf die westliche Mentalität und legte besonderes Augenmerk auf das praktische Training in alltäglichen Verrichtungen.

Eindrucksvoll dokumentieren seine Studien Veränderungen für das eigene Leben und die Gesundheit.

 

Nur der Augenblick zählt!

Oft stellen Menschen die Frage: „Wie kann mir Meditation helfen, meine Probleme zu lösen?“. Andere sind der Meinung: „Meditation ist nicht meine Sache“ oder „ich schaffe es nicht, zur Ruhe zu kommen“.

Jon Kabat-Zinn gibt die Antwort und räumt Zweifel aus: „Wenn Sie glauben, Sie seien nicht in der Lage zu meditieren, dann ist das etwa so, als glaubten Sie, Sie seien nicht fähig zu atmen, sich zu konzentrieren oder sich zu entspannen. So gut wie jeder kann ohne große Mühe atmen, unter Umständen vermag so gut wie jeder sich zu konzentrieren, und alle Menschen können sich entspannen.“

Das Problem ist, dass die Menschen ihr Denken rational ausrichten. Sie sind in erster Linie Verstandsmenschen. Dabei behindern unnötige Erklärungsversuche und Denkanstrengungen die Erkenntnis. Jon Kabat-Zinn berücksichtigt diese Denkweise. Sein Trainingsprogramm entspricht einem umfassenden Meditationsprogramm für alle Lebenslagen.

Beim Treppensteigen, beim Stehen, Liegen, Gehen, während des Geschirrspülens, unterwegs oder zu Hause- meditieren kann man überall.

 

Empfehlung: Ein eindrucksvolles Gespräch mit Jon Kabat-Zinn im Schweizer Fernsehen:

 

Versuche es, und lerne von Jon Kabat-Zinn!

Beruhend auf seinen medizinischen Erkenntnissen, regt Jon Kabat-Zinn umsichtig zu Gedanken und Übungen an, die eine andere Haltung nutzbringend in den Raum stellen. Die Kraft des Lebens wird spürbar und schwingt mit.

Es ist der Augenblick, mit dem du arbeitest. Halte in deiner Wahrnehmung solange inne, bis du dir den gegenwärtigen Augenblick bewusst machst. Spüre und erkenne ihn, in seinem ganzen Ausmaß. Wie automatisiert denkst und handelst du? Überprüfe deine Haltung. Vielleicht stellst du fest, dass du dich deiner schöpferischen Möglichkeiten beraubst.

Zu den klassischen Übungen zählt die Beschäftigung mit einer winzigen Rosine. Nicht spektakulär, aber wirksam. Ertaste das Trockenobst mit deinen Fingern, bewundere die bräunliche Farbe und die vielen kleinen Furchen, beschnuppere es und lege es auf deine Zunge. Langsam beginnst du, die Rosine zu beknabbern, kaust sie voller Genuss und nimmst ihre Aromen wahr.

Während du diesen Augenblick wahrnimmst, machst du eine grundlegende Erfahrung: Alles kommt und geht, egal welche Befindlichkeiten auftauchen. Du bündelst deine Gedanken und fokussierst dich auf das Jetzt.

Genauso gut kannst du dich mit deinen Füßen beschäftigen. Starre sie einige Minuten konzentriert an und achte auf den Rhythmus deines Atems. Währendessen erfährt dein Geist Ruhe, dein Körper kann sich erholen und der Stresspegel sinkt.

 

Das Geheimnis einer erfolgreichen Methode

Erst wenn du dich bewusst auf den Moment einlässt, wirst du feststellen, wie weit du von der Gegenwärtigkeit entfernt bist. Viel zu selten bewegen wir uns in der Gegenwart.

Jon Kabat-Zinn hat dieses Gedankenspiel bewusst in seiner Methode aufgenommen.

Menschen mit einer fernöstlichen Lebenseinstellung haben uns einiges voraus. Sie haben von klein auf gelernt, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind- Unangenehmes geschieht eben. Der westliche Mensch tickt anders. Läuft etwas nicht nach Plan, zermartert er sich den Kopf. Sämtliche Alltagsverrichtungen werden zu Horrorszenarien. Die Arbeit stapelt sich, die anfallende Hausarbeit kostet uns den letzen Nerv, die Kinder fordern lautstark nach Aufmerksamkeit, nichts mag gelingen und wir ärgern uns über uns selbst. Hier wächst die Illusion, dass alles gelingen muss, weil wir doch unser Bestes geben. Falsch: Du kannst dein Schicksal nicht erzwingen, aber du kannst lernen, gelassener und vor allem bewusster mit dem Moment umzugehen.

Je mehr Gegenwärtigkeit du entwickelst, desto mehr Energie gewinnst du.

In seinem Buch „Gesund durch Mediation“ führt Jon Kabat-Zinn schlüssig durch die Achtsamkeitspraxis. Geschickt berücksichtigt er dabei die Herausforderungen unseres westlichen Lebens. Du lernst dich besser kennen und wirst nach und nach die Wahrheit des Augenblicks in deinem Leben akzeptieren.

Im Folgenden erhältst du einen kurzen Überblick zum Inhalt:

  • Teil eins behandelt die Grundlagen der Achtsamkeitspraxis: der Atem als Verbündeter, Sitzmeditation, Yoga, Body-Scan und Gehmeditation.
  • Teil zwei vermittelt die Kraft des positiven Denkens über die „Neue Sicht von Gesundheit und Krankheit“.
  • Teil drei behandelt das bewusste Handeln und reagieren in Stresssituationen.
  • Teil vier vermittelt praktische Anwendungen im Alltag.
  • Teil fünf führt dich auf den Pfad der Achtsamkeit durch zahlreiche praktische Übungen.

Ich denke, dass dieses Buch ein hervorragender Wegbereiter ist, um Achtsamkeit zu lernen. Gern darfst du dich auch einem 8-Wochen-Kurs anschließen. Hier findest du Achtsamkeitslehrer in deiner Umgebung.

  1. Klaus

    Super Artikel!
    Ich hatte von Jon-Kabat-Zinn vorher noch nicht gehört. Er hat aber auf jeden Fall Recht mit den Unterschieden zwischem rational-westlichen und fernöstlichem Denken. Wir können von der Gelassenheit und der Akzeptanz des fernen Ostens noch viel lernen. Und hier kommt die Meditation ins Spiel. Mit der Meditation lernen wir, Dinge vorurteilsfrei zu beobachten und unser Denken zu reflektieren.

    Liebe Grüße,
    Klaus

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.