Meditation in der Schwangerschaft – diese Übungen unterstützen dich

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Meditation in der Schwangerschaft tut dir und deinem Baby gut.

Die Schwangerschaft ist eine wunderbare Zeit. Unter deinem Herzen wächst ein kleines Leben heran. Ruhe, Frieden und Gelassenheit, all das spürt das heranwachsende Kind sehr deutlich. Aber auch Unruhe und Sorgen. Vertraue deinen Instinkten, stärke deine weibliche Seite, unternehme eine Fantasiereise und folge dem Zauber kraftvoller Worte. Fühle die einzigartige Verbindung zu deinem Baby.

Meditation unterstützt dich dabei Vertrauen zu fassen, deinem Bauchgefühl zu folgen, Ruhe zu finden und deine Gedanken zu ordnen.
Du schulst deine Fähigkeit, dich fallen zu lassen und loszulassen. Leichte Yogaübungen wirken ebenfalls unterstützend. Während der Übungen lockerst du sanft die Gelenke und regst die Durchblutung des ganzen Körpers an.

Seit Jahrtausenden bedienen sich die Menschen der Meditation, um Harmonie in Körper und Seele zu bringen. Während einer Schwangerschaft bauen sich deutliche Anspannungen auf. Vieles verändert sich, psychisch als auch physisch. Du gewinnst etliche Kilos dazu, kommst öfter aus der Puste und neigst zu Gefühlen, welche mit Angst und Sorge verbunden sind. Fühle vom Kopf in den Bauch und lasse unnötige Anspannungen los.

Es ist der Geist, der sich den Körper baut.Friedrich Schiller

 

1. Liebende Güte für dich selbst

Diese Meditation ist Balsam für Selbstkritik und alle Negativität, welche wir manchmal in uns tragen. Erlaube dir selbst, dich von dem Gefühl der liebenden Güte zu nähren. Wie eine liebende Mutter, die ihrem Kind bedingungslos alles Gute wünscht. Das daraus resultierende Gefühl entfaltet eine wohltuende Wirkung auf das ungeborene Kind.
Aufrichtige Liebe, Herzensgüte, Freundlichkeit und Mitgefühl gedeihen zunächst in dir selbst. Erst nachdem du dich sicher und geborgen fühlst, kannst du das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen weitergeben.
Nimm eine Sitzposition deiner Wahl ein. Schließe deine Augen und atme ganz natürlich. Achte darauf, dass du bequem sitzt und dich nicht mit der Haltung quälst.

Spreche dir innerlich folgende Sätze vor:

  • „Möge ich mit Leichtigkeit mein Leben meistern.“
  • „Möge ich gesund sein.“
  • „Möge ich glücklich sein.“

Oder wandle die Sätze so ab, dass du sie annehmen kannst.
Nimm das Gefühl der Herzensgüte und Freundlichkeit mit in den Alltag. Schließe die Meditation mit ein paar bewussten, tiefen Atemzügen ab. Vertraue darauf, dass die Übung ihre Wirkung entfalten wird, auch wenn du bei den ersten Versuchen nicht viel spürst.

 

2. Einstimmung auf die Geburt mit tönenden und stillen Mantras

Freude, Gelassenheit, Heiterkeit, Gemütsruhe und die Einstimmung auf die Geburt beruhen auf unserer inneren Haltung. Mantras können unterstützend wirken und zu gedanklicher Klarheit und einem Gefühl der Harmonie führen.

Finde dein persönliches Mantra für Sicherheit und Urvertrauen!

Gern kannst du ein Mantra formulieren. Wobei es keine große Rolle spielt, welche Begriffe du verwendest.

  • Ich spüre Ruhe und Harmonie.
  • Ich freue mich darauf, dich bald zu sehen.
  • Ich liebe dich.
  • Ich bin immer für dich da.

Es steht dir frei, andere Worte zu kombinieren. Entscheidend ist, dass du dich auf die Geheimnisse der Kraftworte einlässt, dass sie dich auf ganz besondere Weise ansprechen und sie dein Herz wirklich berühren und bewegen.
Tönende Mantras, welche du sprichst, singst oder zum Klingen bringst, füllen den Raum mit körperlich spürbaren Schwingungen.
Wenn du magst, folge dem Video und genieße den Heilklang in der Schwangerschaft:

Verwendet werden folgende Silben:

  • RA = Sonne
  • MA = Mond
  • DA = Erde
  • SA = Unendlichkeit
  • SE = Geist/Energie
  • SO = Manifestation
  • Hong = Erfahrung des „Du“

Während du das Mantra singst, dehnst du dich unendlich aus. Körper und Bauch erfahren eine wohltuende Entspannung.

Stille Mantras werden nicht gesprochen oder gesungen. Sie wirken, indem sie das Bewusstsein sammeln. Sie werden gedacht, visualisiert oder mental empfunden. Absichtsvoll formst du dein Denken und verlierst dich nicht in einem unkontrollierten Gedankenstrom.
Während du im Alltag bestimmte Kraftworte mental wiederholst, gibst du deinem Denken und Fühlen eine bestimmte Ausrichtung.

 

3. Vorbereitung auf die Reise in den Körper

Lege dich bequem auf den Rücken. Schiebe, wenn nötig, zusammengerollte Handtücher oder Kissen unter den Halsbereich, das Kreuz und die Knie. Atme langsam und tief in den Bauch.
Lege deine Hand auf den Nabel, um zu spüren, wie der Bauch sich im Rhythmus der Atmung hebt und senkt. Stelle dir vor, du sammelst ganz viel positive Energie und speicherst diese in deinem Bauch.
Mache dich nun mit deinem Körper vertraut und begebe dich auf eine mentale Reise.

Stelle dir Fragen über einzelne Körperteile: Wie sehen sie aus? Wie fühlen sie sich an? Sind bestimmte Stellen energiegeladen, verspannt, locker, müde, hart, weich, leicht, schwer, heiß oder kalt? Vertiefe der Reihe nach deine Körperregionen. Visualisiere ein paar Hände, welche deinen Körper sanft massieren. Erzeuge warme und beruhigende Farben wie Orange, Gelb oder Gold.
Auf diesem Weg projizierst du warme und starke Energien. Du lockerst verspannte Stellen und entlässt jeden Druck, welcher sich aufgebaut hat. Stelle dir vor, du liegst an einem Strand im warmen Wasser, welches über deinen Körper hinwegspült. Spüre jede Welle und lausche ihrem Klang nach.

Wenn du deine Reise durch den Körper beendet hast, prüfe wie du dich von Kopf bis Fuß fühlst. Dein Körper sollte nun mit der Umwelt harmonieren und sich leichter und entspannter anfühlen. 

 

4. Katze, Tiger und Frosch – wirkungsvolle Yogaübungen

Yogaübungen bieten dir in der Schwangerschaft vor allem Beweglichkeit.
In der Regel wünschen sich die werdenden Mamas eine Entlastung des Rückens. Langes Sitzen oder Stehen fällt mit der Zeit schwer.
Besonders angenehm wirkt die Schulterstellung. Dazu legst du dich flach auf den Rücken. Die Beine sind leicht aufgestellt. Nun hebst du langsam deinen Bauch und bildest eine Brücke.
Diese Übung kannst du hervorragend mit der Katze (Marjaryasana), dem Frosch (Mandukasana) und dem Tiger (Vyagrhrasana) verbinden.

Nimm dir für diese Übungen täglich etwa 10 Minuten Zeit.

 

5. Atemübungen

Insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft wird das Atmen beschwerlicher. Setze zum Ausgleich Impulse und vertiefe den natürlichen Atemfluss. Gähne, schnupper, stöhne, pfeife, rieche oder seufze. Es gibt viele Möglichkeiten, um die Atmung zu harmonisieren. Achte stets auf deine Gedanken und Gefühle.
Entwickle über die Atmung eine intensive Mutter-Kind-Bindung.
Antworte deinem Baby mit einem tiefen Atemzug, wenn es sich sanft an die Bauchwand schmiegt. Ihr seid ein Team!

Ansonsten gilt: Liebe deine Kurven, gönne dir viele entspannte Momente und genieße eine harmonische Schwangerschaft.

Oliver

Heyho! Mein Name ist Oliver – ich bin seit einiger Zeit dem Thema Meditation verfallen. Nach Aufenthalten in Klöstern, Gesprächen mit Mönchen in den meditierfreudigsten Ländern dieser Welt und der theoretischen Beschäftigung mit Meditation habe ich diese Seite ins Leben gerufen, um mehr Menschen die wunderbare Welt der Meditation näherzubringen. Neben der Meditation liebe ich vor allem die Fotografie, Reisen und die viele Möglichkeiten, das Leben zu genießen.

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