#5413
Laura
Keymaster

Ich finde es sehr nett von dir, dass du deinem Freund Hilfestellungen anbieten möchtest. Der Wunsch tatsächlich zu meditieren muss allerdings von deinem Partner selbst ausgehen. Ich sehe eine gewisse Gefahr, dass er sich in irgendeiner Form durch dich unter Druck gesetzt fühlen könnte, auch wenn du gerade nicht diese Intention hast.
Eine sanfte, und wie ich denke, einzig nachhaltige Art ihn zu überzeugen bzw. ihm einen Weg aufzuzeigen, ist es, ihm vorzuleben, das Meditation für dich positive Auswirkungen auf dein Leben hat. Indem er dich immer wieder sieht, wie du meditierst, wird er vielleicht wieder das Bedürfnis spüren, sich mit Meditation zu befassen und wenn er das wieder klar artikuliert, dann geht doch zusammen zu einem Meditationsabend in einem buddhistischen Zentrum oder zu einem erfahrenen Meditationslehrer. Unter professioneller Anleitung lassen sich auch etwaige Fragen klären und gemeinsam überlegen, welche Meditationsform die richtige für deinen Freund sein könnte. Allerdings muss der Wunsch eindeutig von ihm kommen.

Es gibt Studien, die zeigen, dass Meditation sich positiv bei Depressionen auswirken kann. Allerdings kann es gerade am Anfang auch dazu kommen, dass Traumata, Ängste ect. hochkommen, was dein Partner vielleicht mit seinen Worten Widerwillen gespürt / gegen seine Natur / kann es nicht aushalten, umschreibt. Solche Gefühle müssen ernst genommen werden. Ich denke, ein Gespräch mit einem Therapeuten kann in diesem Fall hilfreich sein.

Alles Gute für euch beide!

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