Die Linh Phuoc PAgode in Da Lat City.
Die Linh Phuoc PAgode in Da Lat City.

Über die Religionszugehörigkeit der Menschen in Vietnam können nur schwer genaue Angaben gemacht werden. Denn offiziell sind mehr als 80 Prozent aller Vietnamesen Atheisten. Laut einer Studie wurde aber geschätzt, dass sich etwa 20 Millionen Vietnamesen zum Buddhismus bekennen. Im Land herrscht ein sehr tolerantes Religionsverständnis, das keine strikte Trennung der unterschiedlichen Glaubensrichtungen vorsieht.

Die Religiosität in Vietnam ist im Laufe der Jahrhunderte aus verschiedenen religiösen Strömungen gewachsen, weshalb nicht nur Buddha, sondern auch viele andere Götter und Göttinnen im Land geehrt werden. Viele gehen heute regelmäßig zu buddhistischen Pagoden, um ihre Ahnen zu besuchen und zu ehren.

In Vietnam wird größtenteils die buddhistische Tradition des Mahayanas gelebt. Die Mahayana-Tradition ist eine von zwei großen buddhistischen Philosophien und Praktiken, die sich nach dem Pfad der Bodhisattvas richtet, die nach höchster Erkenntnis streben. Hierbei handelt es sich um erleuchtete Wesen, deren Ziel es ist, zur Tugendvollkommenheit zu gelangen, um in der Folge die Buddhaschaft antreten zu können. Dabei steht das Wohl aller Lebewesen im Vordergrund und das Bestreben, nicht nur für sich selbst zur Erleuchtung zu gelangen, sondern auch allen anderen Wesen dabei zu helfen, dem endlosen Kreislauf von Reinkarnation zu entkommen, um letztendlich ins Nirwana übertreten zu können. Während der Praxis des Mahayana-Buddhismus werden Bodhisattva-Gelübde rezitiert, um selbst diesen Weg der Erleuchtung gehen zu können.

Der heutige Buddhismus in Vietnam findet seinen Ursprung eigentlich im 2. Jahrhundert unserer Zeit. Damals wurde die Glaubensrichtung durch den indisch geprägten Theravada-Buddhismus im Süden des Landes bekannt. Die Schule des Buddhismus, die auf den Glauben besonders strenger und asketischer Formen basiert, und das individuelle Streben nach Erleuchtung zum Ziel hatte, konnte sich zu jener Zeit allerdings nur bei den Khmer durchsetzen. Etwa 100 Jahre später kam über China der Mahayana-Buddhismus, was zu deutsch „Großes Fahrzeug“ bedeutet, nach Nordvietnam. Er wird heute als Weiterentwicklung des strengen Theravada-Buddhismus angesehen und gab den Menschen damals die Möglichkeit, dieses „Fahrzeug“ zu nutzen, um die Lehren der erleuchteten Bodhisattvas anzunehmen. Diese Erleuchtungswesen werden in Vietnam gerne mit einer Krone auf ihrem Haupt bildlich dargestellt.

Die simple Kleidung, die einer Mönchskutte gleicht, steht für Einfachheit und Verzicht auf dem Weg zur Erleuchtung. Ab dem 10. Jahrhundert wurde der Mahayana-Buddhismus zur dominierenden und auch prägenden Religion der Bevölkerung. Unter der Kaiser-Dynastie galt sie sogar als Staatsreligion. Während dieser Zeit wurden durch die Lý zahlreiche Tempel und Schulen errichtet. Auch Mönche wurden damals gerne als Berater an den Hof gebeten. Erst unter der Herrschaft der Lé-Dynastie im 15. Jahrhundert wurde der Buddhismus vom Konfuzianismus als Staatsphilosophie abgelöst. Nichtsdestoweniger wurden viele buddhistische Tempel im 17. und 18. Jahrhundert restauriert, denn das Volk suchte nach den spirituellen Aspekten einer Religion, die im Konfuzianismus nicht zu finden waren.

Während der Kolonialzeit hielten Christen Einzug im Land, was zur Verbreitung des Christentums führte. Insbesondere Minderheiten konvertierten damals zu dieser westlichen Religion. Unter den Intellektuellen fanden sich aber auch weiterhin viele Anhänger des Buddhismus. Seit dem 20. Jahrhundert wuchs die Zahl der Anhänger der Lehren Buddhas stetig. Insbesondere durch die Unterdrückung der Menschen in den 1960er Jahren, die durch das Diém-Regime stattfand, fanden sich mehr Mönche und Gläubige, die sich dem Christen-Clan entgegen stellten. Damals, im Jahr 1964, wurde die Vereinigte Buddhistische Kirche von Vietnam (UBCV) gegründet, um die verschiedenen buddhistischen Gruppen zu vereinen und die Religion zu erneuern.

Gehmeditation während eines Frauenretreats in Vietnam:

Klosteraufenthalte in Vietnam

Möchtest Du an einem Retreat in einem Kloster oder Tempel in Vietnam einige Zeit lang teilnehmen, dann solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass ein Meditationsaufenthalt in einem vietnamesischen Tempel oft mit strengen Regeln und einem geordnetem Tagesablauf verbunden ist. Es werden an einigen Orten die Möglichkeit für einen Yoga-Meditations-Retreat angeboten. Aber auch die Meditationstechniken Vipassana und Zen werden in manchen Tempeln praktiziert. Dabei geht es um die Erlangung der Erkenntnis, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Der Prozess der Selbstreinigung und der Selbstbeobachtung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Deshalb ist eine wichtige Voraussetzung für einen Meditationsaufenthalt in Vietnam, die Bereitschaft, sich von westlichen Ablenkungen zu distanzieren, und sich voll und ganz auf das Meditieren einzulassen.

Die fünf buddhistischen Grundregeln während eines Meditationsaufenthalts sind, keine Lebewesen zu töten, andere nicht zu bestehlen, sexuelle Enthaltsamkeit zu leben, nicht zu lügen und keinen Alkohol oder andere Drogen und Rauschmittel zu konsumieren. Auch das Sprechen ist in vielen Klöstern, insbesondere unter Vipassana-Praktizierenden, verboten. Das Schweigen stellt bei der Vipassana-Meditationstechnik einen wichtigen Stellenwert dar und wird auch als die „noble Stille“ bezeichnet. Oftmals finden Retreats in vietnamesischen Tempeln über eine Dauer von zehn Tagen statt. In dieser Zeit soll auch auf das Verzehren von Fleisch verzichtet werden, da viele Buddhisten, nach dem Grundsatz „du sollst nicht töten“, keine ehemals lebendigen Wesen verspeisen. In dieser Zeit soll der Einfachheit des Lebens mehr Beachtung geschenkt werden, weshalb die Unterkünfte sehr simpel eingerichtet sind. Dies bezieht sich vor allem auch auf das Bett, das meist nur aus einer Bambusmatte mit Moskito-Netz besteht. In ein Kloster sollen deshalb nur die nötigsten Dinge mitgenommen werden. Alle Gegenstände, die von dem eigentlichen Vorhaben ablenken könnten, wie Bücher, Mobiltelefone usw., benötigst Du in einem vietnamesischen Tempel nicht. Stelle dich darauf ein, dass Dein Tagesablauf von den Mönchen im Kloster streng geregelt wird. Auch das lange Sitzen während dem Meditieren wird nicht selten für viele Menschen zur wahren Herausforderung.

Möchtest Du etwas mehr Bewegung während Deines Retreats in Vietnam, dann such Dir am besten einen Tempel, der buddhistische Zen-Meditationen praktiziert. Denn zu den Techniken dieser Aufmerksam übenden Meditationstechnik gehören nicht nur Sitz-, sondern auch Geh-Meditationen, sowie Rezitationen und andere Tätigkeiten im Kloster, die konzentriert und gleichsam meditativ ausgeführt werden. Mit der Technik der Zen-Meditation wirst Du außerdem lernen, wie Du diese Praxis und Philosophie in Deine alltäglichen Unternehmungen integrieren kannst. Auch Yoga, als aktive Meditationsform, kannst Du in Vietnam an einigen Orten praktizieren. Diese körperorientierte Meditationsart eignet sich besonders für Menschen, die nicht gerne lange still sitzen und, neben dem Meditieren, auch gleichzeitig etwas für ihren Körper tun möchten.

 

Dhamma Vipassana Center Tempel in Ha Noi

Das Kloster Dhamma Vipassana Center Na Hoi bietet 10-Tageskurse für internationale Meditierende an. Um an einem Vipassana-Kurs im Dhamma Vipassana Center teilnehmen zu können, muss man sich für einen ausgeschriebenen Kurs zuerst online bewerben bzw. anmelden. Nach der Anmeldung musst Du die Bestätigung ausdrucken und per Post oder Fax an das Retreat-Center schicken. Für ein Retreat im Dhamma Vipassana Tempel werden keine Gebühren entgegen genommen. Jedoch sind Spenden für Unterkunft und Verpflegung herzlich willkommen.

Die Vipassana-Meditationstechnik wird an diesem Ort vom Gelehrten S.N. Goenka oder einem seiner Assistenten unterrichtet, wobei es sich bei der Unterrichtsmethode um eine Schritt-für-Schritt-Anleitung handelt. Für erfahrene Studierende, die zumindest ein Jahr lang Erfahrungen in der Praxis und den Lehren der Vipassana-Meditation gesammelt haben, wird ein Satipatthana Sutta-Kurs angeboten, in dem ebenfalls in zehn Tagen die Lehren der Vipassana-Techniken vertiefend, anhand von speziellen Texten, erklärt werden.

 

Truc Lam Zen Tempel in Vinh Phuc

Das Kloster Truc Lam Zen (Tel: +84 21121 8300) gehört wahrscheinlich zu den beeindruckendsten und zugleich friedvollsten Klöstern in Vietnam. Es befindet sich in den Bergen von Tay Thien, die zu den Tam Dao Bergmassiv der nördlichen Provinz Vinh Phuc gehört. Errichtet wurde dieser Tempel im Jahr 2005 auf den Ruinen der antiken Pagoda mit dem Namen Thien An Thien Tu. Der altertümliche Boden des ursprünglichen Tempels blieb vor dem Verfall allerdings vollständig erhalten, weshalb im Truc Lam Zent Tempel auch heute noch auf jahrhundertealten Gemäuern meditiert wird.

Um das Kloster erreichen zu können, musst Du zuerst den Berg Tay Thien besteigen, der mittlerweile durch befestigte Straßen und Wege zu erklimmen ist. Der Aufstieg lohnt sich hier besonders, denn der Meditationsaufenthalt wird hier mit einer atemberaubenden Aussicht, sowie einer Sätte weit weg vom geschäftigen Treiben, belohnt. Auch das beeindruckende, dreitürige Portal, das sich einem bei Ankunft direkt vor dem Tempel auftut, ist schon alleine ein Grund, dieses Kloster zu besuchen. In diesem Tempel wird die Tradition des Zen-Buddhismus gelebt. Das bedeutet, dass die Übung des vollen Bewusstseins und einer friedvollen Haltung dem Leben gegenüber in Demut geübt wird.

Trotz dem enthaltsamen Leben im Kloster, das durch Selbstbeobachtung und Verzicht, einen klaren Geist bewirken soll, wird auf sinnliche Genüsse vor Ort nicht ganz verzichtet. Denn das Speisen mit den Mönchen wird zwar nach rituellen Richtlinien, jedoch äußerst schmackhaft genossen. Geboten wird ein reichhaltiges vegetarisches Menü, denn laut dem Zen-Buddhismus gehört das gute Essen genauso zum Leben, wie das Atmen, da mit guter Nahrung der Körper und der Geist mit ausreichend Lebensenergie versorgt wird. Gespeist wird in diesem Kloster schweigend und in voller Achtsamkeit und Dankbarkeit.

Im Retreat-Center gibt es insgesamt 40 Räume für Mönche, Nonnen und Besuchern. Vor Ort kannst Du entweder ein oder zwei Wochen lang bleiben und die Lehren Buddhas studieren und praktizieren. Für den Aufenthalt fallen keine Gebühren an. Jedoch solltest Du Dich vorher telefonisch anmelden.

 

Sivananda Yoga Vedanta Center Tempel in Ho Chi Minh City

Das Kloster Sivananda Yoga Vedanta Center befindet sich in Ho Chi Minh City und wurde im Jahr 2011 von Swami Sitaramananda gegründet. Die Retreats dauern hier intensive 30 Tage lang und kosten pro Person, inklusive Unterkunft und Verpflegung, etwa 400,- Euro. Das Sivananda Yoga Programm richtet sich vor allem an ehrgeizige Yoga-Praktizierende, die in Teilzeit oder Vollzeit einen Meditationsaufenthalt in einer friedvollen und positiven Umgebung verbringen möchten.

Durch die urbane Lage des Sivananda Yoga Vedanta Centers kannst Du hier auch gut die nächste Umgebung erkunden, falls Du Dich nicht voll und ganz auf das Meditieren konzentrieren möchtest. Unweit des Sivananda Yoga Vedanta Centers befindet sich der Tan Dinh Markt sowie der Le Van Tam Park. Das Zentrum von Ho Chi Minh City ist etwa 10 Minuten entfernt. Trotzdem bietet die Lage des Klosters eine äußerst ruhige und saubere Nachbarschaft.

Während des Yoga-Unterrichts lernst Du nicht nur die körperlichen Übungen und das richtige Atmen, sondern auch alles rund ums meditative Entspannen. Auch das Thema Ernährung sowie pure Meditation-Sitzungen sind Teil des Programms im Sivananda Yoga Vedanta Center. Hier finden sich rund um das Jahr zahlreiche internationale Yoga- und Meditationspraktizierende, sowie erfahrene Lehrer, mit denen ein entspannter und bereichernder Austausch stattfindet. Der Tagesablauf während Deines 30-tägigen Aufenthalts im Sivananda Yoga Vedanta Retreat Center inkludiert tägliche Yoga- und Meditations-Sessions, gesunde, vegetarische Speisen, 29 Übernachtungen und musikalische Konzerte.

 

Dhamma Vipassana Center Tempel in Hi Chi Minh City

Das Kloster Dhamma Vipassana Center in Hi Chi Minh City bietet mehrtägige Kurse, in denen die Tradition des Vipassanas theoretisch und praktisch unterrichtet wird. S.N. Goenka und seine Assistenz-Lehrer kümmern sich darum, diese Tradition nach Sayagyi U Ba Hkin den praktizierenden Besuchern weiterzugeben. Dabei wird die Vipassana-Technik vor allem dazu eingesetzt, um zu wahren inneren Frieden zu gelangen. Die Kurse, die im Dhamma Vipassana Center in Hi Chi Minh City abgehalten werden, sind vollkommen kostenlos und werden in 10-Tages-Retreats angeboten. Dabei werden Anfänger Schritt-für-Schritt mit dieser Meditationsform vertraut gemacht, um die besten Effekte daraus ziehen zu können.

Finanziert wird das Dhamma Vipassana Center durch Spenden, die bereits ältere Vipassana-Praktizierende für die Erfahrungen und die positiven Effekte durch Vipassana freiwillig geben. Allerdings ist der Aufenthalt an einige Bedingungen geknüpft. Für die Zeit im Retreat darfst Du den Tempel nicht verlassen und auch keine Kommunikation mit der Außenwelt führen. Auch das Lesen und Schreiben sollte vermieden werden. Ebenso werden alle Formen von Gebeten, religiösen Zeremonien und anderen Meditationstechniken nicht geduldet, damit die positiven Effekte der Vipassana-Meditation nicht beeinträchtigt werden.

In diesem-Tempel wird ein strenger Tagesablauf organisiert, der unbedingt eingehalten werden soll. Dazu gehören insgesamt zehn Meditationsstunden pro Tag, eine Stunde Dhamma-Gespräche und diverse kurze Pausen zwischendurch.

 

Hier spricht wohl der bekannteste vietnamesische Mönch über Buddhismus:

 

Tipps für einen gelungenen Meditationsaufenthalt in Vietnam

Nicht selten fragen sich Praktizierende während eines Meditationsaufenthaltes, warum sie dies eigentlich tun. Denn so ein Retreat kann einem durchaus an seine persönlichen Grenzen führen. Jedoch wird man die Antwort auf diese Frage wissen, wenn man das Retreat absolviert hat. Denn das Zurückbesinnen auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, und auf das Hier und Jetzt, wirken noch lange nach und werden den Alltag zuhause und das eigene Leben extrem positiv beeinflussen. Wichtig vor Deinem Tempelaufenthalt ist allerdings, dass Du alle finanziellen und beziehungstechnischen Fragen und Anliegen vorher klärst, damit Du Sorgen dieser Art nicht mit in das Kloster nimmst.

Es gibt auch ein paar Tipps, die Dir helfen, Deinen Tempelaufenthalt in Vietnam etwas angenehmer zu gestalten. Vor Deiner Abreise kannst Du versuchen, ein paar Kilos loszuwerden. Denn gerade den Lotus-Sitz wirst Du mit schlanken Beinen ein wenig leichter bewerkstelligen können. Bring auch eine Flasche für Wasser mit, damit Du nicht aus den Tassen, die Du sonst mit allen anderen Meditierenden teilen musst, trinkst. Eine Armbanduhr soll Dich nicht vom Meditieren ablenken, kann Dir aber helfen, die verbleibende Meditationszeit am Tag besser einschätzen zu können. Gerade für ungeübte Meditierende kann eine Uhr manchmal eine gute Hilfestellung sein. Wer vollkommen in die zeitlosen Qualitäten eines Retreats versinken möchte, wird die Uhr nicht benötigen.

Zur Sicherheit solltest Du auch an ein eigenes Moskito-Netz, an Insektenschutzmittel, einen Schlafsack sowie an eine Liegematte denken. Denn nicht selten sind die Unterkünfte in vietnamesischen Klöstern sehr spartanisch eingerichtet. Auch ein eigenes Sitzkissen für die langen Meditationssitzungen werden Dir den Aufenthalt im Tempel angenehmer machen.

Möchtest Du Dich vor Deiner Abreise über die verschiedenen Meditationsformen schlau machen, dann wirf einen Blick auf die Webseite www.dhamma.org. Hier findest Du genaue Informationen über die Technik der Vipassana-Meditation. Informationen über den vietnamesischen Zen-Buddhismus erhältst Du unter www.bambuswaldzen.de. Yoga-Retreats in Vietnam werden beispielsweise über die Internet-Plattform www.bookyogaretreats.com vermittelt. Denke auch daran, rechtzeitig ein Visum für Deinen Aufenthalt in Vietnam zu beantragen. Hierfür ist die Vietnamesische Botschaft der beste Ansprechpartner.

2 Antworten

  1. Matthias

    War im Truc Lam Zen-Tempel. Schließe mich dem Gesagten größtenteils an. Vielleicht meinerseits noch einige praktische Ergänzungen. Telefonisch angekündigen war nicht möglich, da keiner ans Telefon gegangen ist. Trotzdem durfte ich dort bleiben. Es waren zwei Tage. Schon nach wenigen Stunden hatte mich die friedvolle Atmosphäre erfasst. Zweimal pro Tag wird jeweils 1 1/2 Stunden meditiert (ab 3.30 Uhr und 19.30 Uhr). Wer wie ich an das japanische Zen gewöhnt ist, weiß, dass nach ca. einer halben Stunde eine Gehmeditation erfolgt. Das ist beim vietnamesischen Zen nicht der Fall. Die mitübenden Laien können entsprechend zwischendurch die Fußstellung wechseln. Von den Mönchen wird durchgängiges Sitzen erwartet. Aufpassen sollte man auf die Tempelhunde, die Neuankömmlingen durchaus aggressiv gegenüber sein können. Das habe ich selbst erlebt. Am besten man geht immer mit mindestens einen weiteren Bewohner zusammen übers Gelänge. Geschlafen wird in einem Saal, den man sich mit anderen Laien teilt. Noch eine Anmerkung zur Anreise. Kann man von Hanoi aus mit Bus machen (etwas billigere Variante). Dann den Rest der Strecke von der Autobahnraststätte nahe der Stadt Tam Dao mit einem Taxi zum Kloster. Die Rückreise nach Hanoi habe ich komplett per Taxi zurückgelegt. Hat mich 700 000 VND / knapp 30 EUR gekostet.

    • Oliver

      Hallo Matthias,
      vielen Dank für deinen spannenden Reisebericht!
      Gab es denn neben den Meditationszeiten noch eine Art Programm wie z.B. Dhamma Talks, tagsüber? Oder stand der Tag dann zur freien Verfügung?

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