Myanmar bietet beeindruckende buddhistische Klöster. Hier in Bagan.
Myanmar bietet beeindruckende buddhistische Klöster. Hier in Bagan.

Rund 87 Prozent der Menschen in Myanmar sind Buddhisten. Die restliche Bevölkerung gehört dem Christentum, dem Islam oder den indischen Religionen an. Myanmar liegt in Südostasien und grenzt an Thailand, Laos, Indien, Bangladesch und China. Gut 51.400.000 Menschen leben in dem Land, welches auch unter dem Namen Birma oder Burma bekannt ist. Viele der bekanntesten buddhistischen Kunstwerke stehen in Myanmar. Bekannt sind vor allem die Shwedagon-Pagode von Rangun und der Goldene Fels bei Bago. Praktiziert wird hier die alte Tradition der Theravada-Schule. Da diese Richtung stark von der Vipassana-Meditation geprägt ist, ist es auch nicht verwunderlich, dass viele bedeutende Werke dieser Meditationsform auf birmanische Dharma-Meister zurückgehen.

Das gesamte Leben der Burmesen richtet sich nach den buddhistischen Lehren. Dabei liegt der Schwerpunkt in Myanmar auf dem Theravada-Buddhismus, der alten ursprünglichen Form. Diese gilt als besonders streng mit oft nur schwer erfüllbaren Ansprüchen. Um die Erleuchtung und somit das Nirwana zu erreichen, sind die Taten das wichtigste. Mit unermüdlichem Fleiß und einer strengen Disziplin gilt es die Regeln einzuhalten. Nur so hat man eine Chance den ewigen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt zu durchbrechen und das Nirwana zu erreichen. In einem einzigen Leben ist dies unmöglich. Man soll gute Taten vollbringen und hat so eine Chance sich im nächsten Leben zu verbessern. Aber nicht nur die guten, sondern auch die schlechten Taten haben Gewicht. Wer nach Myanmar reist, um dort eine Auszeit in einem buddhistischen Kloster zu nehmen, sollte schon ein wenig Grundwissen über den Buddhismus haben.

So waren Buddhas Lehren erst nur mündlich überliefert und wurden erst viele Jahre nach seinen Tod aufgeschrieben. Das Palikanon ist heute die älteste und vollständigste Sammlung der buddhistischen Lehren. Dabei geht das Wort Palikanon auf die Pali-Schriften, einer Sanskritschriftart zurück. Laut der Lehre Buddhas sind alle Menschen, Tiere und Pflanzen Teil von Samsara, dem Dasein und der Wiedergeburt. Der Begriff Dharma bezeichnet dabei die Lehren Buddhas, die es einzuhalten gilt. Das Karma bestimmt, wo der Einzelne schließlich wiedergeboren wird und von welcher Qualität die nächste Existenz ist. Am verbreitetsten ist hier die Vipassana-Meditation. Sie wird in Myanmar sehr häufig praktiziert. Auch die buddhistischen Lehren werden in Myanmar strenger umgesetzt als in vielen anderen asiatischen Ländern.

 

Teetrinken ist bei Vipassana auch ein Bestandteil der täglichen Meditationspraxis.
Die Vipassana-Meditation lässt sich am besten im Rahmen eines Retreats erlernen.

Vipassana-Meditation

Die Form der Vipassana-Meditation gehört zu den Klarblickmeditationen. Das Ziel der Meditation besteht hier darin, eine innere Vertiefung zu erlangen. Allerdings ist hier ein einfaches Meditationsobjekt, wie zum Beispiel eine normale Farbscheibe, nicht ausreichend. Nur durch eine reine und allergrößte Konzentration kann das Ziel, das Nirwana, erreicht werden. Dies kann jedoch nur über die absolute Vertiefung geschehen. Die Wiedererkennung und die Achtsamkeit werden dabei vollständig abgeschaltet.

Nur die jetzigen Momente zählen und sind wichtig. Vergangenes und Zukünftiges spielt hier keine Rolle. Nur wem dieses Ausblenden der übrigen Dinge gelingt, der kann auf eine Sammlung von ursprünglichen Sinneszuständen zugreifen. Damit werden alle Dinge wie beim allerersten Mal betrachtet, also so, als ob man sie noch nie wahrgenommen hätte. Dieser Zustand lässt sich aber nur sehr schwer und mit höchster Konzentration erreichen. Auch kann es, vor allem für Ungeübte, recht lange dauern. Die dafür benötigte Zeit ist auch vom Einsichtsvermögen des Einzelnen abhängig. Bei einem Klosteraufenthalt, wo regelmäßige Meditation wichtig ist, lässt sich der Zustand bereits nach gut 1 Monat erreichen.

 

Die Voraussetzungen für einen Retreat in Myanmar

Wichtige alltägliche Dinge, die im Westen scheinbar unverzichtbar sind, sind in Myanmar im Kloster oft nicht vorhanden. Auf Fernsehen muss also ebenso verzichtet werden wie auf das Radio. Auch Telefonanschlüsse finden sich nicht in jedem Kloster. Zudem gibt es meist keinen Strom und keine Betten. Mönche schlafen auf dem Boden. Auch werden oft nur zwei Mahlzeit am Tag eingenommen.

Handys haben meist kein Netz und auch an Internet ist im Kloster nicht zu denken. Zudem sind diese Dinge nicht erwünscht, da hier Ruhe und Entspannung herrschen sollen. Schließlich verbringen Sie Zeit in einem Kloster um zu entspannen, neue Energien aufzutanken und abzuschalten. Dabei würden die äußeren Einflüsse, wie beispielsweise das Handy nur stören. Es geht darum wieder zu sich selbst zu finden. Wichtig ist auch eine genaue Erkundigung über das gewünschte Kloster. Zwar sind Gäste fast überall immer willkommen, aber einige Klöster nehmen beispielsweise nur Männer auf. Auch gibt es Klöster, die Meditation für Anfänger und Fortgeschrittene bieten oder solche, die nur Fortgeschrittene aufnehmen.

Weiterhin ist auch die Sprache wichtig, da nicht alle Mönche Englisch sprechen. Sie sollten zudem bereit sein sich den Regeln des Klosters anzupassen und sich in den Alltag vor Ort zu integrieren. Dann kann eine Auszeit in einem Kloster in Myanmar sehr entspannend sein und Ihnen helfen, wieder zu sich selbst zu finden.

 

Meditationsaufenthalte in Myanmar sind von einem Tag bis hin zu mehreren Monaten möglich.
Meditationsaufenthalte in Myanmar sind von einem Tag bis hin zu mehreren Monaten möglich.

Klosteraufenthalte in Myanmar

 

Das Kyunpin Meditation Center in Sagaing

Das Kyunpin Meditation Center in Sagaing ist eines der bekanntesten Klöster in ganz Myanmar, welches ausländische Gäste aufnimmt und die Möglichkeit für einen Retreat bietet. Es liegt in einer wunderschönen Landschaft am Ufer des Irrawaddy. Auch längere Aufenthalte sind in diesem Kloster problemlos möglich. Das Kloster selbst ist schon viele Jahrhunderte alt und pflegt die Tradition der Vipassana-Meditation. Diese Kenntnisse werden an die Gäste weitergegeben. Täglich wird im Sitzen und im Gehen meditiert. Zudem besteht die Möglichkeit für Gespräche mit dem Lehrer und es gibt auch Gruppengespräche bei welchen sich die einzelnen Teilnehmer auch untereinander austauschen können. Dies kann auch eine sehr bereichernde Erfahrung sein.

Es besteht die Möglichkeit eine Auszeit von einigen Tagen oder von mehreren Monaten zunehmen. Dies kann individuell mit dem Kloster abgesprochen werden. Gesprochen wird hier Englisch und Burmesisch. Teilnehmer sollten bereit sein sich an die Klosterregeln zu halten und die acht Laienregeln zu befolgen. Für Unterbringung und Essen ist gesorgt und auch Moskitonetze werden im Kloster zur Verfügung gestellt. Der Aufenthalt hier ist kostenlos, aber du kannst und solltest gern etwas spenden. Alkohol und Rauchen sind im Kloster verboten. Es wird weiterhin das tiefe Schweigen praktiziert und auch lesen und schreiben sollten auf ein Minimum beschränkt werden. Auch der telefonische Kontakt nach außen ist nicht erwünscht und sollte ebenfalls eingeschränkt werden. Geschlafen wird täglich rund 6 Stunden. Die übrige Zeit wird mit Meditation und Arbeit verbracht.

In diesem Kloster wird nur die Vipassana-Meditation praktiziert und du solltest auch keine anderen Meditationsformen während Ihres Retreats nutzen. Der Tag beginnt um 3:30 Uhr früh und zwischen 6 und 7:30 Uhr gibt es Frühstück. Mittags gibt es eine weitere Mahlzeit und abends wird nur etwas getrunken. Der Tag endet zwischen 21 und 23 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich. Wenn du länger als 28 Tage bleiben möchtest solltest Sie mindestens 40 Tage vorher das Kloster benachrichtigen, damit noch genug Zeit für die Ausstellung des speziellen Meditationsvisums ist. Weiße Kleidung ist erforderlich und im Winter solltest du warme Sachen mitnehmen. Empfehlenswert sind zudem eine Taschenlampe, Batterien, eine Hausapotheke, ein Wecker, ein Wörterbuch und im Winter ein Schlafsack. Das Essen im Kloster ist nicht vegetarisch.

Kontakt mit dem Kloster kannst du über die Website oder die folgende E-Mailadresse aufnehmen: kyunpin@gmail.com. Die Telefonnummer des Klosters lautet: +95 99 1026653.

Die Adresse ist:

  • Kyunpin Meditation Center
    Kanphyu Village, Wetlet Township
    Sagaing Division, Myanmar

 

Viele Menschen gehen in Myanmar schon als Kind ins Kloster und werden Mönch.
Viele Menschen gehen in Myanmar schon als Kind ins Kloster und werden Mönch.

Das Kloster Pa Auk Tawya

Ganz in der Nähe von Mawlamyine liegt das Kloster Pa Auk Tawya. Es ist ein wichtiges Meditationszentrum in Myanmar. Rund 100 Mönche und Nonnen aus Myanmar leben hier. Dazu kommen dann immer noch rund 100 Gäste. Ziel der Besucher ist es die Lehren des Therevada-Buddhismus zu vertiefen. Das Gelände des Klosters ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, welche streng voneinander getrennt sind. So sind zum Beispiel Männer von Frauen getrennt und die einheimischen Mönche von ausländischen Besuchern getrennt untergebracht.

Gäste des Klosters werden während ihres Retreats in Hütten untergebracht, die immer nur Platz für eine Person bieten. Fünf Mal pro Tag wird für 90 Minuten in der großen Meditationshalle meditiert. Bereits um 4 Uhr am Morgen beginnt die erste Meditationssitzung. Praktiziert wird die Vipassana-Meditation und es wird auch Englisch gesprochen. Um 3:30 Uhr morgens wird aufgestanden. Bereits um 5:45 Uhr gibt es Frühstück. Um 10:10 Uhr wird dann Mittag gegessen. Schließlich endet der Tag bereits um 21 Uhr.

Die Regeln des Klosters sowie auch die acht Laienregeln müssen streng befolgt werden. Bei jeder Tätigkeit werden das Schweigen und die Achtsamkeit praktiziert. Die Mahlzeiten hier sind rein vegetarisch. Eine Anmeldung für einen Retreat ist erforderlich und sollte bereits 6 bis 8 Wochen vorher schriftlich erfolgen. Mitbringen solltest du Kleidung (auch Sandalen und Warmes für den Winter) und eine Bettelschale. Alle anderen Dinge können auch im Kloster ausgeliehen werden. Einen Regenschirm, eine Yogamatte, eine Wasserkanne, ein Moskitonetz, ein Ess-Set, ein Wecker und Batterien sollten ebenfalls im Reisegepäck sein.

Die Adresse des Klosters ist:

  • The Venerable Pa-Auk Tawya Sayadaw (or the Registrar Bhikkhu)
    Pa-Auk Tawya Meditation Centre, Mawlamyine, Mon state, Myanmar
    Die Telefonnummer lautet: (95) 57- 22853

 

Das Chanmyay Yeiktha Meditation Centre in Kaba Aye und Hmawbi

Auch in diesem Kloster sind ausländische Gäste immer willkommen. Praktiziert wird die Vipassana-Meditation. Das Chanmyay Yeiktha Meditation Centre bietet Auszeiten der verschiedensten Art von nur wenigen Tagen bis zu längeren Aufenthalten an. Die Gäste lernen hier diese Meditationstechnik und es gibt auch Gespräche mit dem Lehrer. So können auch Fragen gestellt werden.

Gesprochen wird hier auch Englisch. Der Tag beginnt um 4 Uhr früh. Um 7 Uhr ist Frühstückszeit und um 11 Uhr gibt es schon Mittag. Um 5 Uhr abends können noch einmal Getränke konsumiert werden. Der Tag endet um 22:30 Uhr mit einer privaten Meditation. Der übrige Tag besteht aus Meditationseinheiten und Übungen, welche die Achtsamkeit fördern. Männer und Frauen sind getrennt in sauberen, kleinen Räumen untergebracht. Waschmaschinen sind vorhanden. Vegetarisches Essen ist möglich.

Im Kloster gibt es ein Telefon, welches in Notfällen benutzt werden kann. Weiße Kleidung solltest du mitbringen, eine Anmeldung ist erforderlich. Wie überall, gilt es auch hier die Regeln des Klosters und die acht Laienregeln einzuhalten. Lesen und schreiben solltest du auf ein Minimum beschränken. Zudem ist es wichtig, dass du die täglichen Pläne des Klosters einhälst und die Anweisungen des Lehrers befolgst. Ein Retreat über einen längeren Zeitraum ist hier auch problemlos möglich.

 

Das Mahasi Sasana Yeiktha Centre

Auch im Mahasi Sasana Yeiktha Centre kannst du eine Auszeit nehmen und einen Meditationsaufenthalt planen. Hier wird ebenfalls die Vipassana-Meditation praktiziert. Alle Gäste sollten die Regeln des Klosterlebens beachten und sich an die acht Laienregeln halten. Teilnehmer werden in den Klosteralltag integriert und können auch gern Fragen stellen. Helle Kleidung sowie ein Wecker und eine Taschenlampe sollten mitgebracht werden. Zudem ist eine Anmeldung erforderlich.

Die Adresse lautet:

  • Mahāsī Sāsana Yeiktha
    No. 16 Sāsana Yeiktha Road, Bahan Township, Yangon, Myanmar

Unter der Telefonnummer 595 918, 541 971 oder der Faxnummer 289 960, 289 961 oder der E-Mailadresse mahasi-ygn@mptmail.net.mm kann Kontakt zum Kloster aufgenommen werden.

 

Das Panditarama Forest Meditation Center

Bei allen, die etwas Abstand vom Alltag suchen, ist auch das Panditarama Forest Meditation Center sehr beliebt. Es liegt etwa 1 Stunde von Yangon entfernt. Mitten im Wald gelegen bietet es die Möglichkeit den Alltag hinter sich zu lassen und die Vipassana-Meditation zu praktizieren. Jährlich findet hier ein 60-tägiges Retreat unter der Leitung des Gründers statt. Zudem hält dieser selbst täglich lehrreiche Vorträge. Es gibt hier separate Meditationshallen für Männer und Frauen. Weiterhin gibt es Einzelzimmer. Das ganze Jahr über besteht die Möglichkeit zu einem Retreat und von 1. Dezember bis zum 31. Januar gibt es jedes Jahr das 60-tägige Retreat.

Es wird neben der Vipassana-Meditation noch die Satipatthana Meditation gelehrt und es wird außerdem auch die Gehmeditation praktiziert. Alle Teilnehmer verpflichten sich am Klosterleben teilzunehmen, die Regeln einzuhalten und sich an die acht Laienregeln zu halten. Spenden sind im Meditationszentrum stets willkommen. Um 3 Uhr morgens beginnt der Tag und schon um 3:30 Uhr gibt es die erste Meditation. Um 5:30 Uhr ist Frühstückszeit und um 10:30 Uhr gibt es Mittagessen. Um 16:30 Uhr gibt es abschließend noch einmal eine flüssige Mahlzeit. Und um 22 Uhr wird der Tag schließlich mit einer Meditation beendet. Der gesamte Tagesrhythmus ist von verschiedenen Meditationsformen geprägt.

Die gewünschte Kleidung kann vor Ort in Myanmar kostengünstig erworben werden. Sandalen und praktische Schuhe sind ebenfalls mitzubringen. Das Kloster hat zwar Strom, aber eine Taschenlampe ist dennoch empfehlenswert. Moskitonetze werden vom Kloster gestellt. Für den Winter solltest du außerdem an wärmere Kleidung denken. Zudem kann es nützlich sein einen Regenschirm, ein Taschenmesser, einen Schlafsack, einen Wecker, Batterien und ein kleines Notizbuch einzupacken. Generell solltest du dich vorher anmelden.

Die Kontktadresse lautet:

  • Saddhamma Foundation
    3757 Pescadero Dr.
    Santa Barbara, CA 93105

Weiterhin kann unter der Telefonnummer 805-364-4840 oder der E-Mailadresse retreat@saddhamma.org Kontakt aufgenommen werden.

 

Das Swe Oo Min Dhamma Sukha Yeiktha International Centre in Mingaladon

Das Swe Oo Min Dhamma Sukha Yeiktha International Centre praktiziert ebenfalls die Vipassana-Meditation. Gäste sind jederzeit willkommen, wenn sie sich an die Klosterregeln halten und die acht Laienregeln einhalten. Männer und Frauen können hier gleichermaßen auch einen längeren Retreat verbringen. Im Kloster leben Nonnen und Mönche. Du solltest dich in diesem Kloster vor der Anreise anmelden. Zur Verfügung stehen Zweibettzimmer und Schlafsäle. So haben insgesamt 200 Menschen Platz. Da während des Winters oft nicht so viel Andrang herrscht, besteht jetzt auch die Möglichkeit ein Zweibettzimmer allein zu haben. Raumreservierungen sind aber nicht möglich.

Zudem bietet das Kloster auch behinderten Menschen die Möglichkeit eines Aufenthalts. In diesem Fall solltest du jedoch vorher anfragen und alles mit dem Kloster besprechen. Moskitonetze, Matratzen und Betttücher sind vorhanden und müssen nicht mitgebracht werden. Handtücher sind mitzubringen und auch eine Taschenlampe kann sehr nützlich sein, da der Strom ab 21:30 Uhr ausgeschaltet wird. Täglich werden zwei Mahlzeiten, die erste etwa um 6 Uhr früh und die zweite um 10:30 Uhr, eingenommen. Die Mönche essen separat. Weiterhin gibt es vegetarisches und auch nicht vegetarisches Essen. Auch Trinkwasser steht im Kloster zur Verfügung.

Der Aufenthalt ist kostenlos, aber natürlich kann immer gern gespendet werden. Helle, nicht zu bunte Kleidung ist mitzubringen und für den Winter solltest du warme Kleidung einpacken. Auch bequeme Schuhe sollten zum Reisegepäck gehören. Das Kloster kann jederzeit verlassen werden und verfügt auch über ein Telefon. Gesprochen wird auch Englisch.

Die Adresse des Klosters lautet:

  • Shwe Oo Min Dhamma Sukha Tawya,
    Aung Myay Thar Yar Street,
    Kon Tala Paung Village,
    Mingaladon Township,
    P.O. 11023, Yangon, Myanmar

Kontakt kann weiterhin auch über die Telefonnummer 0095 – 1 – 638 170 oder per E-Mail shweoomindsk@myanmar.com.mm aufgenommen werden.

 

Tipps für einen gelungenen Meditationsaufenthalt in Myanmar

Damit der Retreat in Myanmar wirklich gelungen wird, sollte im Vorfeld stets gut geplant werden. Dann wird der Aufenthalt in einem Kloster zum unvergesslichen Erlebnis und kann in Ruhe genossen werden. Wichtig ist dabei auch das Visum. Es ist im Normalfall in Myanmar auf 28 Tage beschränkt. Viele Meditationsreisende empfinden die Zeit jedoch für zu kurz. Dafür gibt es eine Lösung.

Die Regierung bietet das spezielle Meditationsvisum, welches einen längeren Aufenthalt erlaubt. Damit du dieses jedoch bekommst, benötigst du eine Einladung des Klosters oder Meditationszentrums. Du solltest also schon in Deutschland rechtzeitig beginnen, diese Details zu klären, da es etwas zeitaufwändig sein kann. So kann es schon einmal rund 2 bis 3 Monate dauern das gewünschte Visum zu erhalten. Natürlich kannst du auch mit einem normalen Touristenvisum einreisen, das gewünschte Kloster besuchen und dort um eine Einladung bitten. Sollte die Bearbeitungszeit länger dauern, kannst du zwischenzeitlich andere asiatische Länder besuchen. Das Antragsformular erhälst du in den Botschaften von Myanmar in Deutschland und im Ausland.

Wichtig sind auch die Sprachen. Nur wenige Menschen sprechen in Myanmar Englisch. Deshalb solltest du ein Kloster wählen, indem auch englischsprachige Mönche wohnen. Oder du selbst hast einige Kenntnisse in Burmesisch, der Amtssprache von Myanmar. Zudem sind meist helle Kleidung und bequeme Schuhe erforderlich. Auch das Einpacken einer Taschenlampe, eines Weckers oder eines Moskitonetzes ist oft zu empfehlen. Allerdings können manche Dinge auch vor Ort im Kloster ausgeliehen werden.

Weiterhin ist es auch ratsam eine kleine Hausapotheke mit dem Nötigsten mitzuführen, da oft gerade das Wasser nicht ganz unseren Hygienevorstellungen entspricht und die Gesundheitsversorgung in Myanmar zu den schlechtesten der Welt gehört. Wenn du aber all dies bedenkst und bereit bist, dich dem Klosteralltag anzupassen und die Regeln einzuhalten, steht einem erholsamen Retreat in Myanmar absolut nichts im Weg.

7 Antworten

  1. Avatar

    Hallo zusammen!

    Ich finde euren Artikel ungemein hilfreich, da ich mich dazu entschlossen habe einen Teil meines Aufenthaltes Vipassana zu widmen. Vielleicht könnt ihr mir bei der Beantwortung meine Fragen weiterhelfen, zum einen, spricht in den Einrichtungen etwas gegen Tattoos? Da ich schon recht stark tätowiert bin, habe ich bisweilen die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Zum anderen die Frage was für eine Gültigkeit das Meditationsvisum hat? Wenn das reguläre 28 Tage hat, wie viele sind es bei dem Erstgenannten und kann ich es auch zum Reisen verwenden?

    Liebe Grüße
    Phil

    • Oliver

      Hallo Phil! Danke für deine Nachricht und deine netten Worte.
      Zu deinen Fragen:
      Tatoos: Da ich in Myanmar einige Mönche mit Tatoos gesehen habe, glaube ich nicht, dass das ein Problem sein wird (keine Garantie!).

      Visum: Das Meditationsvisum kann so lange gültig sein, wie du im Kloster bist, allerdings muss dieses in enger Abstimmung mit dem Kloster oder durch das Kloster selbst beantragt werden. Ich habe in Myanmar Geschichten von Deutschen und anderen Ausländern gehört, die 10 Jahre und mehr auf einem Meditationsvisum da waren. Das ist sicher heute schwieriger, da es viel mehr Ausländer auf Meditationsvisa gibt. Aber 3 bis 6 Monate dürften kein Problem sein.

      Das führt zu Punkt 3 – Reisen: Nein, zum Reisen darfst und solltest du es nicht verwenden. Die Meditationsvisa sind wirklich nur zum Aufenthalt im Kloster gedacht. Da das Kloster für dich verantwortlich ist während der Gültigkeit des Meditationsvisums und wenn du irgendwo abseits des Klosters reisend mit dem Meditationsvisum angetroffen wirst, bekommst du Ärger, aber noch viel mehr das Kloster, das ja sozusagen die Patenschaft für deinen Aufenthalt übernommen hat. Somit werden dann langsam aber sicher immer weniger Klöster diese Möglichkeit bieten, also bitte verwende es nur zum Klosteraufenthalt…
      Ein normales Touri-Visum kannst du in Myanmar übrigens einfach dadurch “verlängern”, indem du eine Strafgebühr von 3 oder 4 Dollar pro überzogenen Tag bei deinem Abflug zahlst (hier aber auch nicht übertreiben, aber 1 bis 2 Wochen sind kein Problem bzw. waren es nicht vor 2 Jahren, als ich das letzte Mal da war) Viele Grüße und eine gute Zeit dir!

  2. Avatar

    Hallo,
    ich möchte unbedingt nach Myanmar um ein Retreat zu besuchen. Allerdings bin ich Meditationsanfängerin und deshalb unsicher wie lange mein Aufenthalt dauern soll. Wie lange wäre sinnvoll? Und bei welchem Retreat ist man am meisten in der Natur?

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Oliver

      Hallo Sarah,

      umgeben von Natur bist du in Myanmar meist, außer du bist in einem Meditationszentrum mitten in Yangon oder Mandalay, was es auch gibt. Empfehlen kann ich dir das Panditarama Meditationszentrum in der Nähe von Yangon, das mitten in der Natur liegt (http://www.panditarama.net). Ein 10-tägiger Schweigeretreat ist für den Anfang etwas zu viel, denke ich, probier es doch mal für 4-5 Tage. Wenn es dir gefällt, kannst du ja verlängern.

      Viele tolle Erfahrungen in diesem fantastischen Land wünsche ich dir!

      • Avatar

        Hallo Oliver,
        ich lese hier deine Empfehlung für das Panditarama Forest Center. Ich überlege gerade auch, ob ich im Rahmen meiner Myanmarreise im November dieses Jahr ein paar Tage in einem Mediationscenter voranstellen soll. Ich habe noch nie meditiert, und habe ehrlich gesagt Angst vor dem strengen Ablauf, ob ich das durchhalten kann. Ich habe gelesen, dass viele Retreats mindestens 10 Tage Aufenthalt wüschen, weil man bei kürzerer Zeit wenig Erfolg erzielt. Stimmt das?
        warst du selbst schon in dem Panditaram Retreat, unterscheiden sich die Retreats überhaupt?
        Fragen über Fragen, würde mich freuen, wenn ich mich mit dir austauschen kann.
        Viele Grüße
        Sandra

        • Laura

          Liebe Sandra,

          wir freuen uns sehr für dich, dass du dich für Meditation interessierst und meditieren lernen möchtest, und dass du nach Myanmar reist (unser Lieblingsland!).
          Wir waren nicht im Panditarama, aber wir möchten dir einen generellen Tipp geben: Als blutiger Anfänger tust du dir keinen Gefallen, wenn du auf ein 10 Tage Retreat gehst. Meditation braucht Übung und deine Angst “ob ich das durchhalten kannst” ist völlig berechtigt. Es ist vergleichbar mit einer Anmeldung zum Halbmarathon, obwohl man noch nie Joggen war.

          Auf den Retreats wird wenigstens 10 Stunden (meist aber mehr) am Tag meditiert. Du könntest ja Zuhause eine Selbsttest machen. Stell auf deinem Handy einen Wecker in einer Stunde und probiere es aus. Die Retreats in Myanmar sind meistens auch Vipassans, du darfst also auch nicht während der 10 Tage sprechen. Die Mindestdauer steht nicht im Zusammenhang damit, dass Erfolge erzielt werden sollen, sondern weil es (vermutlich) das klassische Vipassana ist. Gerade bei Meditation gilt nicht “viel hilft viel”, sondern Regelmäßigkeit ist der Schlüssel.

          Wir wollen dich auf keinen Fall entmutigen. Nur um dir eine Vergleichsmöglichkeit zu geben: In Anfängerkursen beginnt man mit 10 Minuten geführter Meditation. In Myanmar wird die Meditation höchstwahrscheinlich nicht geführt sein, aber dafür in 1.5 – 2 Stunden Blöcken. Unsere persönliche Empfehlung für einen gelungenen Einstieg wäre ein Wochenendseminar, also 2-3 Tage und am besten in deiner Muttersprache.

          Was denkst du? 🙂
          Liebe Grüße, Laura und Oli

    • Avatar

      geh zuerst in die nähe bei dhamma.org, dann später nach myanmah

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