Qi Gong ist eine fernöstliche Meditationsform.
Qi Gong ist eine fernöstliche Meditationsform.

Im Prinzip eignet sich Qi Gong für alle Menschen gleichermaßen gut als Meditationstechnik. Qi Gong lässt sich eicht erlernen und die Übungsabläufe sind ruhig und langsam. So können auch Senioren die Technik gut erlernen und anwenden. Weiterhin profitieren alle, die viel Arbeit und Stress haben, von den entspannenden Übungen. Gut geeignet ist Qi Gong auch für alle Menschen, die keinen Leistungssport betreiben können oder wollen. Vielen Erkrankungen kann mit Qi Gong vorgebeugt werden und auch bereits bestehende Erkrankungen lassen sich damit bekämpfen.

So eignen sich die Qi Gong Techniken auch als Begleittherapie bei bereits bestehenden Krankheiten. Aber auch für alle, die einfach nur einen Ausgleich zum stressigen Alltag suchen, ist diese Meditationsform ideal. Da sich die Übungen problemlos in den Alltag integrieren lassen und auch von Anfängern gut durchzuführen sind, können sie ganz nach belieben täglich oder mehrmals wöchentlich durchgeführt werden. Qi Gong kann außerdem von Menschen jeden Alters genutzt werden. Sogar kranke Menschen können die Techniken anwenden. Es empfiehlt sich jedoch in diesem Fall vorher mit dem Arzt zu sprechen. Viele Ärzte befürworten Qi Gong auch als Meditationsform. Somit ist Qi Gong für wirklich jeden geeignet.

 

Worin besteht die meditative Wirkung von Qi Gong?

Qi Gong ist eine chinesische traditionelle Kunst, um die Lebensenergie neu zu aktivieren. Durch Qi Gong lassen sich weiterhin die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und die Gesundheit erhalten. Dabei setzt es sich aus komplexen Bewegungs-, Meditations- und Konzentrationsübungen zusammen. Alles zusammen bildet eine Einheit, die die positiven Wirkungen entfaltet. Die Bewegungen werden langsam durchgeführt und regulieren somit den Kreislauf. Auch muskulöse Verspannungen lösen sich so. Körper, Geist und Seele kommen in Harmonie und die Lebensenergie wird aktiviert und somit zum Fließen gebracht.

Die Qi Gong Techniken regulieren den Qi-Fluss. Dadurch kommen Körper und Seele ins Gleichgewicht, was zu mehr Wohlbefinden und innerer Ruhe führt. Dies fördert die meditative Wirkung der Qi Gong Übungen. Alle Übungen können sehr leicht erlernt werden und sind auch im Alltag gut zu integrieren. In China gibt es verschiedene Qi Gong Techniken, die zum Teil aus dem Buddhismus oder dem Daoismus stammen. Allerdings haben alle die gleichen positiven Wirkungen. Die einzelnen Übungen setzen sich aus verschiedenen wichtigen Komponenten, wie Ruhe, Entspannung, Bewegung, Atmung, Ton, Natürlichkeit und mentale Vorstellung zusammen. Erst wenn sich mehrere dieser Komponenten in einer Übung finden, wird von Qi Gong gesprochen. In diesen Elementen liegt auch die meditative Wirkung von Qi Gong. Die Übungen helfen innere Ruhe und Gelassenheit zu finden und das Leben leichter und entspannter zu sehen. Weiterhin hilft Qi Gong als unterstützende Heilungsmethode und auch als Vorbeugung.

Die bereits über 5000 Jahre alte Lebenskunst der Chinesen hat sich auch in Europa um ein Vielfaches bewährt. Damit lassen sich innere Ruhe und Kraft in das hektische Alltagsleben bringen. Qi Gong stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Hier steht das Qi für die universelle Energie, welche im Körper eines jeden Menschen fließt und das Gong für Ausdauer. Die einzelnen Übungen haben oft Tiernamen und werden gezielt für bestimmte Körperbereiche oder Organe eingesetzt. Dabei gibt es unterschiedliche Übungen, die entweder im Liegen, Sitzen oder auch im Stehen ausgeführt werden. Mit Qi Gong lassen sich Bewegungen der verschiedensten Art problemlos in den Alltag integrieren. Diese beugen Erkrankungen vor, helfen sie zu behandeln und sorgen ganz einfach für mehr Energie und Wohlbefinden.

 

Alleine oder im Kurs?

Qi Gong können Sie allein und auch in der Gruppe durchführen. Es empfiehlt sich jedoch besonders für Anfänger zuerst einen fachkundig geführten Kurs zu besuchen. Dort erlernen Sie die Techniken und können diese dann auch gezielt allein anwenden. Bei solch einem Kurs erlernen Sie die kontrollierten Bewegungsabläufe und die richtigen Atemtechniken dazu. Sobald Sie diese richtig beherrschen, können Sie sie auch problemlos überall anwenden. Dann können Sie entweder weiterhin im Kurs üben oder Sie integrieren verschiedene Übungen ganz einfach in Ihren normalen Alltag, in dem Sie sie täglich Zuhause durchführen. Sie können da jederzeit üben und müssen sich nicht auf bestimmte Zeiten festlegen.

Qi Gong ist in diesem Fall sehr flexibel und kann morgens und/oder abends durchgeführt werden. Vor und nach der Arbeit sind gute Zeiten dafür. Aber die Mittagspause würde sich auch dafür anbieten. Sollten Sie regelmäßig trainieren ist es empfehlenswert sich feste Zeiten zu suchen, die sie meist einhalten können. So kann sich der Körper besser auf die Übungen konzentrieren und vorbereiten. Üben können Sie weiterhin an jedem beliebigen Ort. Zimmer sollten jedoch genug Platz bieten und möglichst hell sein. Dunkle enge Räume sind nicht so gut geeignet. Natürlich können Sie auch im Freien üben. Garten, Terrasse oder Park eignen sich dafür gleichermaßen gut. Allerdings sollten Sie sich dem Wetter entsprechend kleiden und keine Angst vor neugierigen Passanten haben. Auch über die Dauer können Sie ganz bequem und individuell entscheiden.

Trainieren Sie einfach solange, wie es sich für Sie persönlich gut anfühlt. Es gibt zwar mittlerweile auch genügend Literatur, welche Ihnen die Qi Gong Übungen zum Teil auch sehr gut erklärt und nahe bringt, trotzdem sollten Anfänger nicht nur aus Büchern lernen. In einem fachkundigen Kurs erlernen Sie alle wichtigen Techniken Schritt für Schritt. So lernen Sie auch die Atmung und die Bewegungsabläufe wirklich richtig. Denn nur wenn Sie diese richtig beherrschen, können Sie von ihren positiven Wirkungen profitieren. Sobald Sie die Techniken richtig beherrschen, brauchen Sie den Kurs nicht mehr besuchen, wenn Sie dies nicht möchten. Dann können Sie Qi Gong auch bequem immer und überall durchführen. Übrigens werden auch spezielle Kurse für Anfänger angeboten.

 

Qi Gong-Übungen für zu Hause

Qi Gong - Bewegungsablauf (1)
Qi Gong: Bewegungsablauf (1)

 

Das Wecken des Qi

Diese Übung sollte immer als erstes durchgeführt werden. Bei dieser Übung atmen Sie langsam ein und sammeln dabei gutes Qi. Dann atmen Sie ebenso langsam wieder aus und entspannen sich dabei immer mehr. Um auch wirklich alle negativen Energien aus dem Körper zu lenken, senken Sie die Hände dabei nach unten und leiten so alles Negative durch die Fußsohlen direkt in die Erde ab. Den Widerstand unter Ihren Händen sollten Sie dabei wie eine Art Dampf fühlen. Diese Übung circa 4 Mal wiederholen. Sie bereitet den Körper auf die folgenden Übungen vor und befreit von negativen Einflüssen. Der Qi-Fluss wird angeregt und es entsteht mehr positive Energie.

 

Den Himmel mit beiden Händen stützen

Bei dieser Übung sind die Füße geschlossen, die Arme hängen seitlich vom Körper nach unten und die Handflächen zeigen zu den Oberschenkeln hin. Zum Beginn der Übung werden die Beine hüftbreit nach links geöffnet. Dann atmen Sie langsam ein und heben dabei die Arme im Halbkreis nach oben. Die Handflächen werden dann vor das Gesicht gesenkt und nehmen dort die Gebetshaltung ein. Dabei atmen Sie langsam wieder aus. Nun verschränken sie Ihre Hände und drehen diese um. Dabei atmen Sie langsam wieder ein und strecken Ihre Arme über den Kopf. Die Handflächen zeigen nun nach oben. So stützen Sie in Gedanken den Himmel mit Ihren Händen. Der Blick geht ebenfalls nach oben und wird auf den Handrücken gerichtet.

Verbleiben Sie einige Sekunden so und heben Sie dann die Fersen leicht an während Sie geradeaus blicken. Die Fersen wieder senken und die Hände lösen. Nun die Arme wieder im großen Bogen seitlich neben den Körper sinken lassen. Dabei ruhig ausatmen und in die Anfangsposition zurück gehen. Diese Übung sollten Sie 4 Mal nach rechts und 4 Mal nach links wiederholen.
Diese Übung stärkt außerdem die Rückenmuskulatur, erweitert das Lungenvolumen, regt den Stoffwechsel an, fördert die Balance und ist gut für die Verdauung.

 

Der Zen-Bogen

Die Füße stehen zu Beginn der Übung geschlossen, die Arme hängen seitlich nach unten und die Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Gehen Sie jetzt langsam in die Reitersitz-Position und winkeln Sie die Arme seitlich in den Hüften an. Die Hände ballen Sie zu Fäusten und atmen langsam ein. Nun werden die Fäuste geöffnet und die Arme werden langsam vor den Körper geführt. Dabei werden die Handflächen zueinander gedreht. Atmen Sie jetzt aus. Beim nächsten Einatmen drehen Sie Ihren Oberkörper langsam über links nach hinten. Spannen Sie dabei imaginär Pfeil und Bogen.

Die rechte Hand ballen Sie wieder zur Faust und der linke Arm bleibt weiterhin gerade gestreckt. Wenn Sie ausatmen drehen Sie Ihren Oberkörper wieder zurück. Dann werden die Seiten gewechselt. Diese Übung sollten Sie ebenfalls 4 Mal nach rechts und 4 Mal nach links durchführen. Diese Übung wirkt sich stärkend auf die Hüften und Nieren aus, fördert die Konzentrationsfähigkeit und kräftigt Schulter-, Brust- und Armmuskulatur.

 

Qi Gong: Bewegungsablauf (2)
Qi Gong: Bewegungsablauf (2)

Das Öffnen der Lotusblüte

In der Ausgangsposition sind die Füße geschlossen, die Arme hängen seitlich locker herunter und die Handflächen ruhen auf den Oberschenkeln. Stehen Sie gerade, aber durchaus locker und entspannt. Ihre Knie sind leicht gebeugt. Führen Sie Ihre Arme nach vorn sodass sich die Handrücken nun berühren. Während Sie einatmen nehmen Sie die Hände nach oben. Sobald Sie wieder ausatmen senken Sie Ihre Hände vor dem Gesicht nach unten. Konzentrieren Sie sich am Übungsende ganz auf ihre Körpermitte und legen Sie Ihre Hände auf das untere Dantian (den Unterbauch). Verweilen Sie so einen Moment und kehren Sie dann ruhig in die Anfangsposition zurück. Diese Übung sollten Sie wieder 4 Mal wiederholen. Sie sorgt für mehr Frische, regt den Energiefluss an und steigert zudem die Lebensfreude.

 

Einen Schatz heben

Diese Übung können Sie im Sitzen oder auch im Stehen durchführen. Sitzen oder stehen Sie dabei aufrecht und die Knie sind leicht gebeugt. Die Hände sind vor dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben und die Finger sollten sich nicht berühren. Atmen Sie nun ruhig ein und heben Sie die Hände bis vor das Kinn. Auch der Bauch sollte sich dabei wölben. Nun atmen Sie wieder aus ziehen den Bauch wieder ein und senken auch die Hände wieder. Am Ende dieser Übung schließen Sie die Augen, atmen ruhig und konzentrieren sich auf Ihre innere Mitte. Dabei ruhen Ihre Hände übereinander auf dem Unterbauch. Dies hilft das Qi zu sammeln. Diese Übung sollten Sie 8 bis 12 Mal wiederholen. Sie hilft bei Lampenfieber beispielsweise vor Vorträgen oder anderen wichtigen Terminen und beruhigt auch das Nervensystem.

 

Stehen wie eine Kiefer

Bei dieser Übung stehen Sie locker und gerade mit leicht gebeugten Knien. Die Füße sind ungefähr schulterbreit geöffnet. Ihre Schultern lassen Sie locker nach unten hängen. Heben Sie nun Ihre Arme auf Brusthöhe und stellen Sie sich dabei vor, wie Sie einen großen Baumstamm umarmen. Halten Sie Ihre Arme genau in dieser Position. Die Fingerspitzen berühren sich nicht und die Hände bleiben locker. Schließen Sie die Augen, atmen Sie ruhig ein und aus und bleiben Sie für einige Zeit in dieser Position. Kehren Sie nun in Ihre Anfangsposition zurück, indem Sie die Arme nun langsam wieder senken, die Füße schließen und die Hände übereinander auf den Unterbauch legen. Bleiben Sie so und atmen Sie noch 3 Mal ein und aus. Dann öffnen Sie langsam wieder die Augen. Diese Übung sorgt für mehr Selbstbewusstsein, schult das Gleichgewicht und sorgt weiterhin für mehr Standfestigkeit und ein besseres Körpergefühl. Sie sollten diese Übung mindestens 1 Minute lang durchführen.

 

WirkungLangfristige Wirkung von Qi Gong als Meditationstechnik

Wenn Sie Qi Gong längere Zeit als Meditationsform anwenden werden Sie viele positive Wirkungen verspüren. Sie halten Ihre innere Balance und der Körper und die Seele bleiben im Gleichgewicht. Dies sorgt für Ruhe, Gelassenheit und Entspannung im Alltag. Zudem wird das Nervensystem durch Qi Gong gestärkt, was sich langfristig auch positiv auswirkt. Zudem wird durch die Übungen das Herz-Kreislaufsystem gestärkt und reguliert. So können Sie Qi Gong vorbeugend betreiben oder Sie möchten ganz gezielt verschiedene Krankheiten damit bekämpfen. Dabei muss aber eines gesagt werden: Qi Gong hilft bei vielen leichteren Erkrankungen sehr gut. Bei schweren Krankheiten sollte jedoch immer die ärztliche Therapie an erster Stelle stehen. Qi Gong kann hier aber als begleitende Maßnahme eingesetzt werden. Damit lassen sich oft gute Erfolge erzielen.

Allerdings ist es ratsam dies mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Vor allem bei Erkrankungen, wie chronischen Schmerzen, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen oder sogar Migräne, Bluthochdruck sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann Qi Gong als Meditationsform begleitend zur ärztlichen Therapie eingesetzt werden. Des Weiteren lassen sich auch bei psychisch bedingten Problemen, wie innerer Unruhe, Stress oder Angstzuständen gute Ergebnisse damit erzielen. Selbst Albträume lassen sich so effektiv behandeln. Weiterhin kann Qi Gong die Stimmung heben und so vor Depressionen schützen. Auch Müdigkeit und Schlafprobleme lassen sich damit gut in den Griff bekommen. Qi Gong hilft laut wissenschaftlicher Studien auch beim prämenstruellen Syndrom und sogar auf das Immunsystem haben die Übungen einen positiven Einfluss.

Aber auch bei anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, Inkontinenz, Hexenschuss, Rückenproblemen der verschiedensten Art und Gelenkschmerzen kann Qi Gong helfen. Selbst Krebspatienten wird die positive Wirkung der Übungen empfohlen. Allerdings sollten Sie hier keine Wunder erwarten und Qi Gong neben der ärztlich verordneten Therapie nutzen. Diese sollte in diesem Fall stets an allererster Stelle stehen. Unterstützend ist Qi Gong jedoch sehr zu empfehlen. Gesunde und kranke Menschen profitieren gleichermaßen von den vielen positiven Eigenschaften dieser Meditationsform.

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