Mediation in Bewegung: Gehmeditation.
Mediation in Bewegung: Gehmeditation.

Damit die Energien richtig fließen können, sind Bewegungsmeditationen sehr wichtig. Besonders die Gehmeditation ist sehr alltagstauglich und äußerst effektiv. Sie sorgt dafür, dass die Energien fließen und Körper und Geist so fit und gesund erhalten werden. Die meditativen Bewegungsabläufe regen den Atem und somit auch den Energiefluss an. Beherrscht man die Technik richtig, lässt sie sich leicht im Alltag integrieren und sorgt bei regelmäßiger Anwendung für deutlich mehr Wohlbefinden. Sie werden sich fitter und einfach besser fühlen. Zu beachten gibt es nur einige kleine Details. Damit sich eine positive Wirkung einstellt, sollten Sie die richtige Dosis an Anstrengung für sich selbst finden. Wichtig ist zudem ein gleichmäßiger und sanfter Bewegungsablauf. Sie müssen jede Ihrer Bewegungen aus Ihrer inneren Mitte spüren. Mit der Zeit gehen Ihnen die Übungen in Fleisch und Blut über und Sie können sie mit spielerischer Leichtigkeit und absolut mühelos ausführen.

Zusammengefasst ist die Gehmeditation eine Art des bewussten Atmens in Kombination mit beseelten ruhigen Bewegungsabläufen. Diese Meditationstechnik hilft dabei abzuschalten, den Geist zu beruhigen und so auch Stress abzubauen. Auch gehen kann eine Form der Meditation sein. Jedoch sollten Ihre Gedanken nicht umherirren und sich auch nicht von äußeren Ereignissen ablenken lassen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie die Gehmeditation in einem öffentlichen Park oder einer belebten Straße durchführen. Bei der Gehmeditation gehen und atmen Sie gleichzeitig. Also erst einmal nichts Besonderes. Dies wird aber auf eine bestimmte Weise getan. Sie können so mehrmals täglich meditieren und dass, ohne zusätzliche Zeit einzuplanen. Beim normalen täglichen Gehen wird zielgerichtet von einem Ort zum anderen gegangen und oft wird dies nicht einmal richtig wahrgenommen. Bei der Gehmeditation ist das anders. Hier wird bewusst gegangen und Sie konzentrieren sich dabei auf die Schritte und die Atmung. Die Aufmerksamkeit liegt dabei auf dem gegenwärtigen Moment. Die Gedanken werden also nur auf den jetzigen Moment, die Schritte und die Atmung gelenkt. Alles andere wird aus dem Kopf verbannt.

Sobald Sie diese Technik beherrschen, haben Sie einen inneren Raum voll Ruhe und Frieden gefunden, in den Sie bequem zu jederzeit zurückkehren können, wenn der Alltag zu stressig wird. Schon kleine Auszeiten reichen, um sich erholt zu fühlen. Anfänger und Menschen mit Meditationserfahrung können gleichermaßen von dieser Meditationsform profitieren. Sie können die Gehmeditation allein ausführen oder Sie schließen sich einer Gruppe an.

 

Für wen ist die Gehmeditation geeignet?

Prinzipiell profitiert jeder von der Gehmeditation. Männer und Frauen können diese Technik gleichermaßen nutzen, um abzuschalten und zu entspannen. Auch in jedem Alter ist diese Meditationsform gut erlernbar und anwendbar. Sie müssen auch nicht gerade in einer schweren Stresssituation stecken, um die Gehmeditation für sich zu entdecken. Fangen Sie einfach an. Dann können Sie bestehenden Stress besser bewältigen und zukünftigen effektiv vorbeugen. Zudem spielt es auch gar keine Rolle, welche Art von Stress Sie bekämpfen möchten. Die Gehmeditation ist für wirklich jeden und jede Art von Stress geeignet. Sie bekommen einen klaren Kopf und können sich so besser auf wichtige Dinge konzentrieren. In kurzer Zeit werden sie feststellen, dass Ihr Handeln effektiver und zielgerichteter ist, Sie mehr Energie und Kraft haben, sich aber trotzdem besser und entspannter fühlen.

 

Was benötige ich für diese Meditationstechnik?

Im Prinzip benötigen Sie nichts dazu. Sie können an jedem beliebigen Ort und zu jeder beliebigen Zeit ohne irgendwelche Hilfsmittel auf diese Weise meditieren. Es ist jedoch ratsam, falls Sie dabei Schuhe tragen, die Gehmeditation nicht gerade in High Heels durchzuführen. Ziehen Sie möglichst bequeme Schuhe an, in den Sie gut laufen können und sich sicher fühlen. Falls Sie beispielsweise aus beruflichen Gründen auf hohe Schuhe nicht verzichten können, ziehen Sie sie doch einfach aus. Oder Sie deponieren noch ein paar bequeme Schuhe auf Arbeit, die Sie dann sofort griffbereit haben. Hauptsache Sie fühlen sich gut und spüren jeden Schritt.

 

Auch bei der Gehmediation gilt: Morgens ist der ideale Zeitpunkt.
Auch bei der Gehmediation gilt: Morgens ist ein guter Zeitpunkt.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen und was ist der ideale Zeitpunkt?

Die Gehmeditation sollten Sie ganz nach Ihrem persönlichen Gefühlen und Bedürfnissen ausführen. Empfehlenswert ist eine Dauer von 5 bis 15 Minuten. Aber sie können natürlich auch gern etwas länger so meditieren. Allerdings sollten es nicht weniger als 5 Minuten sein, damit Sie auch wirklich abschalten und ins Gleichgewicht kommen. Anfängern empfiehlt sich vorerst eine kürzere Zeit, die später gern gesteigert werden kann. Am besten entscheiden Sie nach Ihrem Gefühl. Übrigens können die Zeiten auch variieren. Vielleicht meditieren Sie einen Tag 5 Minuten und den nächsten 15. Sie müssen sich keinen Druck machen und keine Zeiten einhalten. Allein Ihr Empfinden entscheidet über die Dauer der Meditation.

Einen idealen Zeitpunkt für die Gehmeditation gibt es nicht. Jeder Zeitpunkt ist geeignet. Allerdings kann jeder eine etwas andere Wirkungsweise haben. Empfehlenswert ist es mit dieser Meditation in den Tag zu starten. Dann gehen Sie die Aufgaben des Tages mit mehr Ruhe und Gelassenheit an. Der gesamte Tag wird von Ruhe und Stabilität geprägt sein und Sie können Ihren täglichen Pflichten mit mehr Energie nachkommen.

Wenn Sie die Gehmeditation im Laufe des Tages durchführen, ist sie wie ein Kurzurlaub für Körper und Seele. Sie bekommen den Kopf frei und können so entspannt und mit frischer Energie in die zweite Tageshälfte starten. So können Sie sich einfach zwischendurch entspannen und neue Kräfte tanken. Auf diese Weise lässt sich die Gehmeditation beispielsweise sehr gut zwischen Arbeit und der Hausarbeit oder nach einen wichtigen Meeting praktizieren. Selbstverständlich können Sie diese Meditationstechnik auch am Abend durchführen. Dann hilft sie Ihnen abzuschalten, die Ereignisse des Tages zurückzulassen und sich auf einen entspannten Abend zu freuen. Dann gehen Sie auch ohne Belastungen schlafen und einer erholsamen Nachtruhe steht ebenfalls nichts im Wege. So wird schon jetzt der Grundstein für einen entspannten neuen Tag gelegt.

Anleitung zur Gehmeditation

Die Gehmeditation setzt sich aus vier wichtigen Bestandteilen zusammen. Diese sind Achtsamkeit, gehen, atmen und lächeln. Werden diese vier Elemente gemeinsam in einem harmonischen Einklang miteinander verbunden, entsteht die Gehmeditation. Dann erst entfaltet sich ihre positive Wirkung auf Körper und Geist. Sie sollten also durchaus ein wenig üben und etwas Geduld mitbringen. Sobald Sie diese Methode jedoch beherrschen, werden Sie schnell feststellen, dass Sie sie nutzen ohne wirklich darüber nachzudenken.

 

Achtsamkeit

Die Achtsamkeit ist wichtig. Sie soll die Aufmerksamkeit während der Meditation vollkommen und absolut uneingeschränkt auf die drei weiteren Bestandteile, also lächeln, atmen und gehen, lenken. Weiterhin sollen die Gedanken auch während der gesamten Meditation dort verweilen und nicht abschweifen. Weder irgendwelche Probleme, noch Zukünftiges oder Vergangenes haben hier etwas zu suchen. Diese gefühlte Achtsamkeit beläuft sich ganz auf den jetzigen Moment. Sie soll helfen diesen vollkommen zu spüren. Innere und äußere Wahrnehmungen des Augenblicks können so registriert und aufgenommen werden. Aber eben nur Wahrnehmungen des momentanen Augenblicks. Diese werden registriert und zugelassen, ohne dass groß darüber nachgedacht wird. Alles was zählt ist der Augenblick.

 

Gehen

Barfuss auf einer Wiese können Sie die Gehmeditation mit allen Sinnen genießen.
Barfuss auf einer Wiese können Sie die Gehmeditation mit allen Sinnen genießen.

Das Gehen ist der wichtigste Punkt dieser Meditation. Wenn Sie noch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt haben, können Sie ruhig zuerst allein zu Hause etwas üben. Wichtig ist, sich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen. Hier kommt nun die oben erwähnte Achtsamkeit ins Spiel. Sobald Sie Ihren Geist bewusst lenken können und Ihre Gedanken nicht mehr abweichen, können Sie dann in der Natur üben. Zuerst empfehlen sich auch ruhige Parkanlagen und stille Plätze. Sobald Sie die Meditation richtig beherrschen, können Sie sogar an belebten Orten problemlos darauf zugreifen. Sie sollten zuerst mit wenigen Schritten beginnen und diese dann nach und nach steigern. Es bringt absolut nichts gleich mit einem riesigen Spaziergang zu beginnen. Besser langsam starten und sich Stück für Stück steigern. Das Tempo ist erst einmal egal. Jedoch sollten Sie weder rennen noch zu langsam laufen.

Auch ein möglichst natürlicher Gang ist wichtig. Auf keinen Fall dürfen Sie gewollt geziert, gekünstelt der in irgendeiner anderen unnatürlichen Form laufen. Laufen Sie einfach so wie immer. Anfänger sollten jedoch mit einen eher langsamen Tempo beginnen und können sich später etwas steigern. Je nachdem wo Sie die Gehmeditation durchführen, sollten Sie, sofern es möglich ist, barfuß gehen. So spüren Sie die Erde besser und werden sich geerdet fühlen. Dies ist besonders im eigenen Garten oder auf einer unberührten Wiese gut machbar. Wenn Sie allerdings mitten durch eine belebte Großstadtstraße gehen, ist das Risiko, sich zum Beispiel an Scherben zu verletzen, zu groß. Des Weiteren sollten Sie auch die Witterung bedenken.

Selbstverständlich können Sie die Gehmeditation zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter praktizieren, aber im Winter eben nicht barfuß. Bei jedem Schritt stellen Sie sich vor, wie Sie die Festigkeit der Erde aufnehmen, sich sicher und selbstbewusst fühlen. Spüren sie ganz bewusst jeden Schritt. Spüren sie alles unter Ihren Füßen. Wie fühlt es sich an? Was empfinden Sie dabei? Jeder Schritt ist wichtig und eine neue Erfahrung für sich. Diese sollten Sie ganz bewusst machen und auf sich wirken lassen. Sollte bei der Gehmeditation einmal etwas Äußeres Ihre Aufmerksamkeit beanspruchen, was besonders am Anfang durchaus passieren kann, dann bleiben Sie einfach einen Moment stehen. Betrachten Sie es ganz in Ruhe, aber konzentrieren Sie sich weiter auf Ihre Atmung. Nehmen Sie sich soviel Zeit, wie sie benötigen. Gehen Sie dann einfach weiter und lenken dabei Ihre Gedanken wieder auf das Gehen. Die Haltung sollte bei der Gehmeditation ebenfalls normal sein. Gehen Sie nicht krumm oder schief, aber auch nicht zu steif. Gehen Sie einfach ganz normal und entspannt, aber trotzdem mit aufrechter Haltung.

Einige wichtige Tipps:

  • Sie können die Gehmeditation an jedem beliebigen Ort ausführen. Am besten probieren Sie es überall, wo Sie gerade sind.
  • Das kann der Supermarkt sein, oder der Flur vor Ihrem Büro. Weiterhin können Sie Straßen, Parkwege, die eigene Wohnung oder Haltestellen nutzen. Probieren Sie es einfach aus. Dann werden Sie schnell Erfahrungen sammeln und ein Gefühl für die jeweilige Situation bekommen. Sie lernen überall abzuschalten und sich nicht von äußeren Dingen ablenken zu lassen. Sollte es einmal nicht ganz gelingen, machen Sie sich keinen Druck. Probieren Sie es einfach später wieder.
  • Es geht nicht um erbrachte Leistungen, sondern darum, den Moment zu spüren. Manchmal wird Ihnen das in wenigen Minuten gelingen, manchmal werden Sie deutlich länger brauchen. Geben Sie sich die Zeit, die Sie persönlich brauchen. Und wenn es einmal nicht gelingt, ist es auch nicht so schlimm. Gehmeditation ist kein Wettbewerb.

 

Atmen

Für die Atmung gibt es keine vorgeschriebene Technik. Sie können ganz so atmen, wie Sie es mögen. Wichtig sind jedoch ruhige und gleichmäßige Atemzüge. Diese können Sie beispielsweise mit Ihren Schritten verbinden. Sie können zum Beispiel 3 Schritte einatmen und dann wieder 3 Schritte ausatmen. Oder vielleicht reichen Ihnen schon 2 Schritte aus? Aber auch Kombinationen aus beispielsweise 3 Schritte einatmen und 4 Schritte ausatmen sind möglich.

Experimentieren Sie ruhig und probieren Sie aus, was Ihnen gut tut und sich für Sie richtig anfühlt. Jeder hat hier eigene Prioritäten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren eigenen persönlichen Rhythmus finden. Es empfiehlt sich jedoch, einen Schritt mehr beim Ausatmen zu machen als beim Einatmen. Das ist besonders gesundheitsfördernd, da auf diese Weise alle Reste an verbrauchter Luft komplett aus den Lungen geatmet werden. Gelingt Ihnen dies jedoch nicht, so ist das auch nicht schlimm. Atmen Sie so, wie es Ihnen gut tut.

 

Lächeln

Das Lachen gesund ist, weiß sicherlich heute jeder. Aber wissenschaftliche Studien haben belegt, dass es schon ausreicht den Mund zu einem Lächeln zu ziehen. Dann werden vom Körper positive Botenstoffe ausgeschüttet, die glücklich und fröhlich machen. Sie müssen also nicht wirklich fröhlich gestimmt sein. Versuchen Sie einfach nur zu lächeln. Allein durch das Verziehen des Mundes, werden diese glücklich machenden Stoffe abgegeben und Sie erlangen wie von selbst einen freudigen inneren Zustand. Deshalb sollten Sie auch bei der Gehmeditation lächeln. Natürlich fühlt man sich nicht immer so, aber versuchen Sie es trotzdem. Üben Sie mit der Natur.

Lächeln Sie die Sonne an oder die Blumen. Oder denken Sie zu Beginn der Meditation an ein freudiges Erlebnis. Dies zaubert nicht nur ein Lächeln auf Ihr Gesicht, sondern hebt auch sofort Ihre Stimmung. Dieses Lächeln können Sie dann bequem während der Gehmeditation beibehalten. Sicher gibt es viel, was Ihnen Freude macht und Sie zum Lächeln bringt. Finden Sie heraus, was Ihnen gefällt.

 

Was ist noch zu beachten?

Vielleicht kommen Sie sich am Anfang seltsam dabei vor oder fühlen sich gar unwohl, aber probieren Sie ruhig weiter. Mit der Zeit erlangen Sie Sicherheit und werden sich dabei besser fühlen. Sie können nichts falsch machen. Bereits nach kurzer Zeit werden Sie mehr Sicherheit erlangen und die Technik für sich entdecken. Es ist weiterhin sehr hilfreich, wenn Sie sich vor Beginn schon ein wenig darauf einstimmen. Fangen Sie nicht abrupt an zu meditieren. Bevor Sie mit der Gehmeditation starten kann es hilfreich sein, sich etwas zu entspannen. Atmen Sie ruhig ein und aus und denken Sie an etwas Schönes. Dann fällt Ihnen nicht nur das Lächeln, sondern die gesamte Meditation leichter.

 

WirkungLangfristige Wirkung der Gehmeditation

Selbstverständlich werden Sie bei einer regelmäßigen Durchführung der Gehmeditation auch langfristig eine positive Wirkung bemerken. Sie werden sich entspannter, ruhiger und gelassener fühlen. Stress macht Ihnen weniger aus und Sie begegnen stressigen Situationen deutlich ruhiger. Der Kopf wird freier und Sie können sich auf wichtige Dinge leichter konzentrieren. Zudem verfügen Sie über viel mehr Energie, was Ihnen hilft, mit mehr Elan in den Alltag zu starten.

Aber auch auf die allgemeine Gesundheit hat die Gehmeditation Auswirkungen. So lässt sich damit vielen Erkrankungen sehr gut vorbeugen. Denn viele Krankheiten, wie zum Beispiel ein erhöhter Blutdruck oder auch Demenz, können auf zu viel Stress basieren. Auch Unruhezustände, Ängste oder Schlafprobleme können damit oftmals behoben werden. Sprechen Sie aber bei ernsthaften Erkrankungen immer erst mit Ihrem Arzt. Denn oft reicht Meditation allein nicht aus und Sie benötigen eine professionelle ärztliche Behandlung.

Als Begleittherapie ist die Gehmeditation aber auch bei ernsthaften Erkrankungen durchaus empfehlenswert. Harmlose Erkrankungen jedoch, können oft auch allein durch Meditation beseitigt werden. Sprechen Sie am besten immer mit Ihrem Arzt. Generell hat die Gehmeditation aber positive Auswirkungen auf Körper und Geist und ist somit absolut für jeden empfehlenswert.

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