MeditationMit Meditation bin ich zum ersten Mal in meinem Leben durch Zufall in Berührung gekommen. Da ich begeisterte Sportlerin bin und vom Skifahren bis zum Segeln die anspruchsvollen Sportarten bevorzuge, konnte ich mit dem Begriff Meditation lange Zeit nicht viel anfangen. Menschen, die im Schneidersitz in die Ferne blickten und meditierten, waren für mich Menschen, die einfach so herumsaßen.

Hin und wieder versuchte ich mich dem Meditieren anzunähern. Doch wenn ich im Schneidersitz oder auf den Fersen saß, passiert nichts. Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, wie erholsam eine Meditationssitzung sein kann.

 

Meditationskurs im Urlaub bei Sonnenuntergang

Meine ersten positiven Erfahrungen mit der Meditation machte ich im Urlaub. In dem Sportzentrum, in dem ich mich für 14 Tage angemeldet hatte, wurden nicht nur Tauch- und Segelkurse, sondern auch Meditationskurse am Strand bei Sonnenuntergang angeboten. Ich liebe Sonnenuntergänge. Außerdem hatte ich ein paar nette Gäste kennengelernt, die ebenfalls am Meditationskurs teilnehmen wollten. Meine Zimmernachbarn erklärten mir beim Mittagessen voller Begeisterung von ihren Erfahrungen mit dem Meditieren. Ich ergriff die Chance und stellte viele Fragen rund um die Meditation. Ich wollte nicht für immer zu den Menschen gehören, die keine Ahnung von dem Gefühl bei einer Meditationssitzung haben.

 

Gemeinsame Übungen mit erfahrenen Meditierenden für Anfänger

Meine neuen Urlaubsfreunde erklärten mir, dass ich mich in erster Linie mit offenem Geist auf das Meditieren einlassen sollte. Beim Meditieren findet der Übende zu sich selbst und seiner inneren Stimme zurück. Den spirituellen Sinn der Meditation erfassen alle Übenden schon nach wenigen Sitzungen. Mit ein wenig Geduld sollte auch ich Abend für Abend am Strand beim Sonnenuntergang zumindest eine Art Erholung für die Seele finden. Beim ruhigen, gelassenen Sitzen im Schneidersitz oder auf den Fersen sammeln sich die Gedanken. Auch unbewältigte Probleme drängen in den Fokus und können so lokalisiert werden.

 

Macht über die eigenen Gedanken erhalten

Heute bin ich so geübt in der Meditation, dass ich unangenehme Gedanken relativ rasch ziehen lassen kann. Ich genieße diese Macht über meine Gedanken, da ich während der Meditationssitzung die Kraft habe, mich auf wesentliche Gedanken zu konzentrieren. Es gibt einige spezielle Konzentrationsübungen, die Anfängern auf dem Weg zu einer idealen Meditationspraxis helfen. Ich habe bei der Kerzenmeditation sehr viel gelernt.

 

Kerzenmeditation mit flackernder Flamme

Während der Kerzenmeditation geht der Blick in das Innere einer Kerzenflamme. Der Blick und auch der Geist werden ruhiger. Sogar Spielekonsolen und Apps für das Smartphone bieten einige künstliche Kerzenmeditationen an. Diese Meditationsart ist auf der ganzen Welt beliebt. Doch am schönsten ist das Meditieren vor einer echten flackernden Kerzenflamme. Das Flackern spiegelt den unruhigen Geist wieder. Auch dies ist ein Anreiz während der Meditation. Geist und Seele sollen im Gegensatz zur flackernden Flamme ihre Ruhe finden.

 

Meditation in Asien und daheim

In vielen asiatischen Kulturen gehört die Meditation zum festen Bestandteil der Kultur. In Indien werden Yoga-Übungen in verschiedenen Stufen ausgeübt. Die bewusstseinserweiternde Meditation, die den Geist vom irdischen Körper lösen kann, ist die höchste Stufe für einen praktizierenden Yogi. Doch im Alltag darf es viel einfacher sein. Schon fünf Minuten Meditation können auch in stressigen Situationen zu innerer Ruhe verhelfen.

 

Genuss regelmäßiger Meditation

Nachdem ich meine Urlaubsfreunde jeden Abend an den Strand zur Meditationssitzung begleitet hatte, bemerkte ich nach einigen Tagen ein Wohlfühlgefühl während der Übungen. Schon nach wenigen Minuten spürte ich den Alltag von mir abrücken. Mitten in der Welt gibt es einen Rückzugsort, an den kein anderer Mensch folgen kann. Ich saß im weichen Sand im Schneidersitz, atmete bewusst in den Körper hinein und schaute verträumt in den roten Sonnenball. Meine Atmung fand von alleine einen gesunden Rhythmus. An diesen Moment kann ich mich noch genau erinnern. Es war wie eine Wiedergeburt. An diesem Abend hatte ich auf dem Rückweg zur Ferienanlage eine aufrechte stolze Haltung. Ich ging wieder selbstbewusst durch die Gegend. Beim Meditieren finden Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu sich selbst.

 

Gruppen-Meditationen

Obwohl ich heute täglich zweimal am Tag alleine meditiere, schätze ich in meiner Freizeit die Teilnahme an der Meditation in der Gruppe. Da ich mit Freunden meine ersten positiven Erfahrungen mit der Meditation erlebt habe, meditiere ich gerne gemeinsam mit Gleichgesinnten. Ich mag die Energie, die von den anderen ausgeht. Nur selten im Leben treffen so viele konzentrierte Gedanken aufeinander wie in einer Gruppe von meditierenden Menschen. Der Erholungswert jeder Meditation ist unvergleichlich.

 

Tipps für Anfänger

Allen Menschen, die wie ich bei ihren ersten Versuchen mit der Meditation nichts gespürt haben, rate ich zu Geduld mit sich selbst. Der achtsame Umgang mit der regelmäßigen Atmung ist ein guter Weg zu den ersten spürbaren Erfahrungen mit Meditationssitzungen. Rasch wird die kleine Auszeit aus dem Alltag als Erholung empfunden. Statt des Mittagsschlafs darf es eine Meditation sein. Tägliches Meditieren stärkt das Bewusstsein fürs Leben. Ein paar Minuten im Schneidersitz sitzen und dabei die Augen schließen, um die Gedanken ziehen zu lassen, ist der Anfang eines neuen Lebenswegs.

 

Teresa, 46

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