Meditation hat sich in Studien als wirksam gegen Depressionen erwiesen.
Meditation hat sich in Studien als wirksam gegen Depressionen erwiesen.

Zwar handelt es sich bei Depressionen und Burnout um unterschiedliche Erkrankungen, jedoch sind einige der typischen Symptome gleich. Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Magen- oder Verdauungsbeschwerden, Muskelverspannungen, starke Müdigkeit und auch Kreislaufstörungen sind absolut typisch für beide Krankheiten. Hinzu kommen dann noch depressive Stimmungen, wie Ängste oder Panik vor Fremden und zu vielen Menschen. Aber auch die Abkanzelung von der eigenen Familie und dem Freundeskreis ist durchaus typisch. So kann sich eine Depression beispielsweise durch Burnout entwickeln. Hier kommt es dann oft noch zusätzlich zu Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und Freudlosigkeit.

Depressionen und Burnout haben stark zugenommen und mittlerweile leiden in Deutschland schon rund 20 Prozent der Menschen daran. Oft sind vorangegangene starke Belastungszustände die Ursachen dieser Erkrankungen.

Wird eine dieser Krankheiten diagnostiziert, wird meist eine Psychotherapie verordnet. Mit Hilfe von verbaler und nonverbaler Kommunikation findet eine Auseinandersetzung mit dem Unbewussten statt, wie dies beispielsweise bei der Psychoanalyse der Fall ist. Mit Depressionen und Burnout ist nicht zu spaßen und die Erkrankungen sollten nicht unterschätzt werden. Erkrankte benötigen in jedem Fall professionelle Hilfe.

Verhaltenstherapien oder Gesprächstherapien versprechen meist gute Erfolge. Meditation kann allein diese Erkrankungen nicht heilen. Aber in Verbindung mit einer ärztlich verordneten Psychotherapie kann sie sehr hilfreich sein. Dies solltest du auf jeden Fall mit deinem behandelnden Arzt absprechen. Als begleitende Maßnahme ist Meditation jedoch sehr zu empfehlen.

 

Wie wirkt Meditation bei Depressionen und Burnout?

Meditation hat eine positive Auswirkung auf die Psyche. So sagt auch die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), das Erkrankungen aller Art zwei Ursachen haben: Energiemangel und keinen harmonischen Energiefluss. Mit Hilfe von Meditationsübungen lassen sich beide Ursachen beseitigen. Oft sind die Ursachen für Depressionen und Burnout geistige Erschöpfung, Überlastung und natürlich Stress. Meditation hilft Stress abzubauen und zu bewältigen. Weiterhin wirkt Meditation beruhigend und hilft dabei abzuschalten und zu entspannen. Das Bewusstsein wird dabei gesammelt und auf die Wahrnehmung der Person sowie der in ihrem Inneren ablaufenden Prozesse gerichtet. Eine ständig andauernde Gedankenwanderung wird gestoppt und somit der Energieverlust beendet.

Auch der Energiefluss lässt sich mit Meditation wieder harmonisieren. Du findest dabei zu dir selbst und somit auch innere Ruhe. Dies hilft vor allem bei Depressionen und Burnout, die mit Angstzuständen und Panik einhergehen. Natürlich lassen sich die Fortschritte nicht nach der ersten Meditation erkennen. Es gehört schon etwas Geduld dazu. Zuerst musst du die Meditationstechnik beherrschen und regelmäßig anwenden, dann werden sich nach und nach Fortschritte einstellen. Dies kann schon einige Monate dauern. Meditation sorgt weiterhin für ein besseres Selbstwertgefühl und hilft mit Stresssituationen umzugehen. Auch verschiedene Studien belegen, dass Meditation bei Depressionen und Burnout wirklich hilft.

 

Meditationstechniken bei Depressionen und Burnout

Sehr gute Ergebnisse bei Depressionen und Burnout kannst du mit der passiven Meditation oder auch mit Achtsamkeitstraining erzielen.

 

Die stille Meditation setzt keine bestimmte Körperhaltung voraus.
Die stille Meditation setzt keine bestimmte Körperhaltung voraus.

Passive Meditation

Diese Meditationstechnik wird im Liegen oder im stillen Sitzen praktiziert. Hilfreich dabei ist oft auch das Betrachten von Bildern, Texten, Symbolen oder ähnlichem. Mit diesen Hilfsmitteln gelingt es besser die Gedanken in die meditative Richtung zu lenken und somit einfach zu entspannen. Bei Depressionen und Burnout ist diese Technik zu empfehlen, da Stresssymptome sich so sehr gut lindern lassen. Es empfiehlt sich zudem eine möglichst weiche Unterlage zu wählen, damit du dich auch wirklich entspannt in die Meditation begeben kannst.

Entweder du schließt bei dieser Meditationstechnik die Augen oder konzentrierst dich auf das Bild oder den Text, den du vor sich hast. Bis zur völligen Entspannung bedarf es ein wenig Zeit. Deshalb am besten alle störenden Elemente, wie beispielsweise ein Telefon, abschalten und für Ungestörtheit sorgen.

Für diese Technik sollte man circa 10 bis 20 Minuten einplanen. Weiterhin empfiehlt es sich mindestens zweimal die Woche auf diese Weise zu meditieren, damit sich positive Ergebnisse einstellen. Erste Ergebnisse werden dann bereits nach 4 Wochen sichtbar.

Gehmeditation kann ein Teil des Achtsamkeitstrainings sein.
Gehmeditation kann ein Teil des Achtsamkeitstrainings sein.

Achtsamkeitstraining

Diese Meditationstechnik wird in einer aufrecht sitzenden Haltung durchgeführt. Dies soll für Harmonie zwischen Spannung und Entspannung sorgen. Dabei steht das Ziel im Vordergrund, die völlige Achtsamkeit auf körperliche, geistige und seelische Momente des Augenblicks zu lenken. Positive Wirkungen sind vor allem bei starken und stressigen Belastungen sowie bei depressiven Symptomen belegt. Dabei bezieht sich diese Technik genau auf die Gefühle des Augenblicks und nie auf Zukünftiges oder Vergangenes.

Bei dieser Form wird sich ganz auf sich selbst und den eigenen Körper konzentriert. Für gute Ergebnisse sollte das Achtsamkeitstraining ebenfalls zwei- bis dreimal die Woche für ungefähr 20 Minuten durchgeführt werden. Dann sind erste positive Veränderungen schon nach rund ein bis zwei Monaten erkennbar.

 

Weitere Alternativen

Neben der Meditation gibt es auch noch weitere Alternativen, welche bei Depressionen und Burnout sehr hilfreich sein können. Dazu gehören Yoga und Qui Gong. Auch Sport ist sehr hilfreich und wirkt unterstützend. Empfehlenswert ist beispielsweise Joggen. Auch eine Studie der Medical School Hamburg belegt die Wirksamkeit von Sport.

 

Yoga

Yoga ist ebenfalls ein Meditationssystem. Uttanasana ist eine gute Übung, um vor allem das Nervensystem zu entspannen. Bei dieser Übung werden zuerst die Arme nach oben gestreckt und anschließend wird der Oberkörper mit durchgestreckten Knien nach unten geführt. Dort kannst du an der eigenen Grenze verweilen, bei jedem Ausatmen wird der Oberkörper nach unten gedehnt. Diese Übung hilft, Stress zu bewältigen und einfach abzuschalten. Zudem benötigst du nur rund 5 Minuten und kann so auch bequem täglich durchgeführt werden.

 

Qi Gong

Mit Qi Gong, einer sehr alten Bewegungsmeditation, werden oft Tierimitationen nachempfunden. Diese Übungen basieren auch auf der Identifikation. Diese ist besonders wichtig und macht einen entscheidenden Teil aus. Erst die innere Beteiligung sorgt für Entspannung und hilft beim Abbau von Stress und Angst. Es sollten, um gute Fortschritte zu erzielen, von jeder Übung mindestens acht Durchgänge absolviert werden. Wie lange du dafür benötigst entscheidest du selbst. Wichtig ist, dass du wirklich soviel Zeit dafür einplanst, wie es deinen persönlichen Bedürfnissen entspricht.

 

Resümee

Zusammenfassend muss gesagt werden, dass Meditation bei Depressionen und Burnout durchaus unterstützen kann. Allerdings sollte trotzdem nicht auf eine schulmedizinische Behandlung verzichtet werden. Eventuell kann mit dem Arzt auch die Meditation als unterstützende Methode abgesprochen werden. Aber auf eine professionelle ärztliche Behandlung sollte in keinem Fall verzichtet werden. Unterstützend zur verordneten ärztlichen Therapie kann Meditation allerdings bedenkenlos durchgeführt werden. Wichtig ist jedoch die Regelmäßigkeit. Nur wenn du regelmäßig meditierst, wirst du Besserungen verspüren. Du benötigst dafür nicht viel Zeit und die Übungen lassen sich auch sehr einfach in den Alltag integrieren.

Je nach gewählter Technik reichen schon einige Minuten täglich oder zwei bis drei Einheiten pro Woche. Eine Einheit benötigt ungefähr 10 bis 20 Minuten. Bei einer regelmäßigen Meditation können nach rund 4 bis 6 Wochen erste Erfolge verspürt werden. Wichtig ist jedoch regelmäßige Praxis. Dann kannst du Depressionen und Burnout unterstützend bekämpfen und auch gute Erfolge erzielen.

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